WeinBerlin 2015 – Vernissage für Weinfreunde

Wer Kultur liebt und kulinarische Genüsse schätzt, der kommt gerne einmal nach Berlin. Das gilt natürlich auch für Weinfreunde. Vom 14.11 bis 15.11.2015 heißt es wieder: Herzlich Willkommen, neuer Jahrgang!

Eingeladen sind nicht nur private Genießer, sondern auch Vertreter der gehobenen Gastronomie, des Fachhandels und der Medien.
700 verschiedene Weine warten darauf, probiert und für den Weinkeller ausgewählt zu werden.
Der direkte Kontakt mit den Winzern gibt dem Ambiente ein besonderes Flair.

WeinBerlin – Winzer und Genießer

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© Stefanie Salzer-Deckert_pixelio.de

Winzer und die Vertreter von Weingütern bringen ihre besten Weine des Jahrgangs 2014 mit. Der Schwerpunkt liegt auf den roten Burgunderweinen, sie sind für die bevorstehende Zeit der Festessen besonders interessant.

Gespräche über den neuen Weinjahrgang, die verschiedenen Nuancen und alles was Weinliebhaber sonst noch interessiert, sind ausdrücklich erwünscht. Natürlich kann auch sofort die Wunsch-Bestellung aufgegeben werden. Die Vorfreude auf das individuelle Weinsortiment gehört zum Genießen dazu.

Besucher zahlen an der Tageskasse 12 Euro. Dafür können sie nach Herzenslust alle Weine verkosten und für das nachträgliche Stöbern einen Katalog über die Aussteller mitnehmen.
Diese kommen von allen deutschen Weinanbaugebieten, natürlich auch von der Mosel. Außerdem sind Weine aus Italien, Georgien, Österreich und Frankreich zu entdecken. Sogar Chile und Australien sind auf der WeinBerlin 2015 vertreten.
Italien, Griechenland und Spanien bringen außerdem beste Olivenöle mit. Diese dürften bei privaten und professionellen Kochprofis großen Anklang finden.

Der Veranstaltungsort in der Berliner Friedrichstraße trägt seinen Teil dazu bei, das die WeinBerlin wieder ein eindrucksvolles Event wird.

dbb Forum Berlin – Das Flair der Hauptstadt

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© Marc Tollas_pixelio.de

Das Kongress- und Tagungszentrum dbb Forum Berlin liegt in Berlin Mitte, zwischen dem Brandenburger Tor und dem Gendarmenmarkt. Umgeben von Bauten der Gründerzeit, ist das dbb Forum leicht zu erkennen an seiner transparenten und modernen Architektur.
Veranstalter, die ein perfektes Ambiente für ihr Event suchen, werden hier fündig. Großzügig geschnittene Räume, modernste Technik und durchdachter Rundum-Service zeichnen den exklusiven Veranstaltungsort mitten im Regierungsviertel aus. Das Team hat seit 2001 Erfahrungen im Ausrichten unterschiedlicher Veranstaltungen.

Die etwa 80 Aussteller der WeinBerlin 2015 haben hier 1000 Quadratmeter zur Verfügung. Ausreichend Platz, auf dem der Wein eine würdige Präsentation erfährt und die Gäste in bester Stimmung die Weine des neuen Jahrgangs begrüßen können.

Waren Sie schon einmal auf der WeinBerlin? Erzähen Sie es uns auf Facebook!

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Federweißerfest in Cochem

Keine Rede vom „grauen November“! Das Federweißerfest findet in Cochem gleich zwei Mal statt: Von 6. bis 8. November und vom 13 bis 14. November 2015 heißt es wieder: Den neuen Jahrgang begrüßen!
Stilvoll wird das beliebte Fest am 6. November um 20 Uhr von den Cochemer Weinmajestäten an der Seite des Stadtbürgermeisters eröffnet. Weinkönigin Charlotte I. und Weinprinzessin Isabel wurden in diesem Jahr gewählt und amtieren bis zum Jahr 2017. Wer sie noch nicht kennenlernen konnte, hat nun die Gelegenheit dazu.

Buntes Programm rund um das prickelnde Getränk

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© Lichtbild Austria pixelio.de

Das Federweißerfest im Festzelt auf dem Endertplatz bietet für jeden Geschmack etwas. Vor allem: Federweißen und Federroten aus den frühen Traubensorten. Prickelnd, mehr oder weniger süß, von Hefeteilchen wie von Federn durchzogen, so präsentiert sich das leckere Getränk, das kein Saft mehr ist, aber auch noch kein fertiger Wein.

Doch das stört die Liebhaber des jungen roten oder weißen Weins nicht. Sie genießen  den Federweißen oder Federroten als Begleiter eines Stücks warmen Zwiebelkuchen und lauschen dabei der stimmungsvollen Musik. Wenn Bands wie „Micado“, „Reblaus Duo“ oder „Zündstoff“ richtig loslegen, bekommt so mancher Zuhörer Lust zum Tanzen oder wippt zumindest heimlich mit dem Fuß im Takt alter und neuer Songs. In der Hand hält er dabei das Glas mit Federweißem oder Federrotem. Ein gutes Gefühl genießt er gleich mit: Federweißer in Maßen tut dem Körper gut.

Federweißer – Genuss für die Gesundheit?

Der frisch gepresste Traubensaft ist die Grundlage des Federweißen. Der Winzer setzt dem Traubensaft Hefe zu und muss nicht lange warten, bis der Gärprozess beginnt: Die an den Trauben haftenden Hefen verbinden sich mit der zugesetzten Hefe und verwandeln den Fruchtzucker nach und nach in Alkohol. Je besser der Jahrgang, umso höher der Zuckergehalt. Je nach Gärzeit beträgt der Alkholgehalt vier bis 11 Prozent. Sind die 11 Prozent erreicht, ist der Geschmack allerdings eher säuerlich.

Die im Federweißen enthaltenen Milchsäurebakterien regen die Verdauung an: Vitamin B1 ist für verschiedene Funktionen des Nervensystems wichtig: Stimmung und Gedächtnis, Muskelfunktion und Bewegungsfähigkeit.
Vitamin B 2 stärkt Haare, Haut und Nägel, macht geschmeidige Lippen und unterstützt das Sehvermögen.

Wer ein, zwei Gläser Federweißen und dazu herzhaften Zwiebelkuchen genossen hat, wird einen Spaziergang durch die historische Weinstadt Cochem genießen.

Cochem – Magnet für Besucher

Klein, aber sehr fein: Cochem gehört zu den am meisten besuchten Moselorten. 500.000 Übernachtungen und 2,5 Millionen Tagesbesucher werden jährlich gezählt. Da wundert es nicht, dass die Stadt ein anerkannter Fremdenverkehrsort ist. Was macht die zweitkleinste Kreisstadt Deutschlands so anziehend?

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© Thomas Schmies pixelio.de

Cochem ist ein historisches Kleinod: Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 886. Cochem erlebte danach eine wechselvolle Geschichte, von der zahlreiche historische Bauwerke berichten. Das berühmteste ist die Reichsburg Cochem, das Wahrzeichen der Stadt Cochem.
Gäste der Stadt schlendern gern durch die historische Altstadt mit ihren gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Umgeben ist die Stadt von Resten der alten Stadtmauer mit dem Martinstor, dem Balduinstor und dem Enderttor.

Besucher des Federweißenfestes vom 6. bis 8. und 13 bis 14 November 2015 dürfen sich also nicht nur auf stimmungsvolle Tage freuen, sondern auch auf ein historisches Ambiente, das einige Überraschungen bietet.

Waren Sie schon einmal in Cochem? Erzählen Sie es uns auf Facebook!

Die Weinernte 2015 – Ein gutes Weinjahr geht zu Ende

Die Weinlese ist der Höhepunkt des Winzerjahres. Nun zeigt sich, ob der Winzer alles bedacht, richtig eingeschätzt und mit Augenmaß entschieden hat. Und das Quäntchen Glück gehört natürlich auch dazu.

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(C) Volker Zintgraf pixelio.de

Auch in diesem Jahr blieb es wieder spannend: Wie entwickeln sich Sonneneinstrahlung und Niederschlag? Hat sich der heiße Sommer positiv ausgewirkt oder war es zu viel Sonne?

Seit Anfang September ist die Weinernte an der Mosel im Gange und nähert sich nun ihrem Abschluss. Der Herbst brachte reichlich Sonne mit, so dass die Trauben aromatische Süße entwickeln konnten.

Die früh reifenden Rebsorten wie Müller-Thurgau und Dornfelder wurden zuerst geerntet, danach der Elbling. Der Riesling ist der letzte im Erntereigen am Ende eines erfolgreichen Weinjahres.

Sonne und Regen im rechten Maß

Die Winzer sind zuversichtlich: Die Trauben hatten eine lange Reifezeit, ohne durch Fäulnis verdorben zu werden.
Die extrem hohen Temperaturen und die Trockenperioden des Sommers ziehen nur wenige Ertragseinbußen nach sich. Sonnenbrand heißt es bei den Trauben, wenn sie unter der Hitze trocken und schrumpelig werden. Doch zum Glück hielt sich dieser Schaden in Grenzen, weil der Regen meist gerade noch rechtzeitig einsetzte.

Die Trockenheit hatte den Vorteil, dass sich Pilzkrankheiten kaum ausbreiten konnten. Auch die Kirschessigfliege, die im vergangenen Jahr den Winzern große Sorgen bereitet hatte, hielt sich in diesem Jahr fern. Einbußen sind also nur durch die Trockenheit zu erwarten.

Wie viel Wein können wir erwarten?

Die Erntemengen in den deutschen Weinanbaugebieten schwanken. Während in Saale-Unstrut und Sachsen mit einer Erntesteigerung von bis zu 20 Prozent gerechnet wird, stellen sich die Winzer an Mosel und Rheinhessen auf einem Rückgang der Erntemenge von etwa sechs Prozent ein. In der Pfalz bleibt die Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Nach Aussage des Deutschen Weininstitutes in Mainz liegt die gesamte Erntemenge mit zwei Prozent nur wenig unter dem zehnjährigen Durchschnitt.

Der Riesling, Star unter den Moselweinen, genießt länger als andere Sorten den goldenen Herbst.

Sonniger Herbst – Aromatischer Riesling

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(C) sprisi pixelio.de

Während die früheren Traubensorten bereits in die Verarbeitung gehen, tankt der Riesling noch Herbstsonne satt. Von Tag zu Tag bauen die Trauben Fruchtsäure ab und bilden Fruchtzucker aus. Ihr Mostgewicht steigt und mit ihm die Vorfreude auf einen gehaltvollen, aromatischen Riesling.

Nicht alle Trauben werden gleichzeitig reif. In mehreren Erntedurchgängen werden jeweils die Trauben mit der optimalen Reife geerntet. Gerade in den Steillagen ein sehr aufwändiges Verfahren. Doch es lohnt sich, denn aus den vollreifen, gesunden Trauben entstehen aromatische Weine, die dem Gaumen gut tun und die Stimmung heben.

Welcher Jahrgang ist Ihr Favorit? Erzählen Sie es uns auf Facebook!

Deutsche Weinkönigin 2015 – Die Entscheidung ist gefallen

Seit dem 25. September 2015 glänzt die Krone der Weinkönigin auf dem kurzen braunen Haar von Josefine Schlumberger aus Baden. Sie ist die 67. Deutsche Weinkönigin.
„Ein Fulltimejob“, so ihre Vogängerin Janina Huhn, „der viel verlangt, aber auch viel gibt.“ Sie hat im zurückliegenden Jahr etwa 250 Termine im In- und Ausland wahrgenommen. Dabei ging es immer darum, charmant und mit fachlichem Wissen für den deutschen Wein zu werben. Weinbotschafterin ist eine Tätigkeit mit hohem Anspruch.

Dieser Herausforderung fühlten sich die Bewerberinnen aus 12 deutschen Weinbaugebieten gewachsen und stellten sich gut vorbereitet dem Auswahlverfahren. Sechs von ihnen hatte die Jury für die Finalrunde am 25. September ausgewählt.

Wer die Wahl hat… – 70 Juroren stimmten ab

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© Annamartha, pixelio.de

Die Masterjury bestand aus vier Persönlichkeiten, die eng mit dem Wein und der Weinkultur verbunden sind. Sie konfrontierten die Bewerberinnen mit anspruchsvollen fachlichen Fragen. Darin ging es um die Herstellung, die Vermarktung und den Umgang mit Wein. Die Antworten zeigten das hohe fachliche Niveau der jungen Frauen. Auch in fließendem Englisch konnten sie souverän antworten.

Im Finale stellten sich die sechs jungen Frauen noch einmal vor, unterhielten ihr Publikum mit Schlagfertigkeit, bewiesen Fachwissen und zeigten, dass sie Humor besitzen. Die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts zollte abschließend allen Finalistinnen Anerkennung und betonte, wie schwer die Entscheidung zu treffen war.

Josefine Schlumberger: Deutsche Weinkönigin

Die 21-jährige Josefine Schlumberger aus den badischen Laufen war die jüngste der diesjährigen Bewerberinnen. Sie studiert Weinbau und Oenologie in Geisenheim. Das wundert nicht, stammt sie doch aus einer Winzerfamilie. Tatsächlich jedoch nahm sie einen Umweg: Nach dem Abitur begann sie ein Studium der Psychologie in Konstanz. Von dort wechselte sie nach dem 3. Semester an die Hochschule Geisenheim, um sich dort dem Wein voll und ganz zuzuwenden. Als Deutsche Weinkönigin wird sie allerdings eine Studienpause einlegen. Sie freut sich darauf, den deutschen Wein im In- und Ausland zu repräsentieren. Dabei wird ihr die Erfahrung als Badische Weinkönigin 2014 zugute kommen.

Die junge Frau überzeugte durch Charme und Fachwissen. In ihren bewegenden und mutigen Schlussworten sprach sie sich für eine bessere Geschichtsbildung von Schülern aus, um dadurch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken.

Josefine Schlumberger ist seit 1949 die 4. Deutsche Weinkönigin aus Baden.

Die Weinprinzessinnen – Charmant und kompetent

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© kfm, pixelio.de

Caroline Guthier (24) von der Hessischen Bergstraße und Katharina Fladung (22) aus dem Rheingau unterstützen die amtierende Deutsche Weinkönigin bei der Ausübung ihres Amtes. Beide sind überwältigt und freuen sich auf das, was vor ihnen liegt.

Für Katharina Fladung bedeutet die Krone der Weinprinzessin ebenso viel wie die der Weinkönigin. Für die Tätigkeit als Weinprinzessin wird sie ihr Studium der Internationalen Weinwirtschaft für ein Jahr aussetzen. In ihrer Bachelor-Arbeit schrieb sie über das „Kommunikationsinstrument Deutsche Weinkönigin“. Sie steht gern auf der Bühne und freut sich darauf, ihre Begeisterung für die deutschen Weine weiterzugeben.

Caroline Guthier hat ihr Studium für Weinbau und Oenologie in Geisenheim schon 2014 erfolgreich abgeschlossen. Ihr liegt daran, jüngere Menschen, auch Großstädter, für den Genuss deutscher Weine zu begeistern. Im Jahr 2013 gründete sie gemeinsam mit drei jungen Winzerinnen die Jungwinzerinnen-Gruppe „Vinas“. Die Mitglieder von „Vinas“ wollen darauf aufmerksam machen, dass junge Winzerinnen im Weinbau hohe Leistungen erbringen können. Dafür erhielten sie auch schon die Bestätigung: Bereits zwei Mal wurden „Vinas“-Weine bei Landesweinprämierungen mit Gold ausgezeichnet.

Der deutsche Wein kann sich auch in diesem Jahr wieder auf seine drei würdigen und kompetenten Botschafterinnen im In- und Ausland verlassen.

Waren Sie schon einmal Gast bei der Wahl einer Weinkönigin? Erzählen Sie es uns auf Facebook!

Wein hält gesund? – Genuss als Medizin

Sollte Wein künftig zur Ausstattung unserer Hausapotheke gehören? Ist Resveratrol der Wunderwirkstoff zum Schutz unserer Zellen?
Es gibt Studien, die diese Annahme stützen. Speziell dem Rotwein werden aufgrund seines Gehalts an Resveratrol stärkende und vorbeugende Eigenschaften zugeschrieben. Regelmäßig veröffentlichte Untersuchungen dazu halten auch der kritischen Betrachtung vieler Skeptiker stand. Tatsächlich ist die Erkenntnis, dass Wein der Gesundheit dient, nicht neu.

Schon in der Bibel heißt es: „Nimm etwas Wein mit Rücksicht auf deinen Magen und auf deine häufigen Erkrankungen!“ So geschrieben im Brief des Apostels Paulus als Empfehlung an die Vorsteher der Gemeinde. (Vgl. 1. Tim 5,23)
Paulus empfiehlt ausdrücklich „etwas“ Wein. Hier fühlen wir uns an die Aussage des Arztes Paracelsus (1493-1541) erinnert: „Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei“

Doch wie viel ist „etwas“ Wein und was bewirkt er?

Empfehlungen für „sie“ und „ihn“

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© Brigitte Schregle, pixelio.de

Die Aussagen über die täglich empfehlenswerte Menge Wein* schwanken etwas. Während Männer täglich 0,3 Liter Wein trinken „dürfen“, wird Frauen 0.2 Liter Wein oder Sekt „erlaubt“.
Die unterschiedlichen Empfehlungen entspringen nicht etwa einer ungerechten Behandlung, sondern geschlechtsspezifischen körperlichen Gegebenheiten: Männer verfügen über mehr Körperflüssigkeit, so dass der aufgenommene Alkohol stärker verdünnt wird. Im Körper von Frauen befindet sich weniger Körperflüssigkeit, dafür mehr Unterhautfettgewebe. Das jedoch kann Alkohol nicht speichern. Folglich ist der Alkohol im Körper von Frauen stärker konzentriert. Nach dem Genuss von einem Glas Wein hat die Frau einen höheren Blutalkoholwert als der Mann.
Halten sich beide Geschlechter an die empfohlenen moderaten Trinkmengen, dürfen sie sich auf die gesundheitsfördernden Auswirkungen freuen. Doch hat Rotwein deshalb schon „medizinischen“ Wert?

Resveratrol im Rotwein – Wundermittel?

Speziell dem Rotwein werden gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Grund dafür ist die Art seiner Erzeugung: Während für den Weißwein nur der vergorene Traubensaft verwendet wird, kommen beim Rotwein auch die Schalen zum Einsatz.
In den Schalen der roten Trauben befindet sich der Wirkstoff Resveratrol. Je länger die Beeren in der Maische verbleiben, umso mehr Resveratrol enthält der entstandene Wein, etwa 1,7 und 4,7 Milligramm pro Liter.

Viele Studien sprechen dafür, dass Resveratrol als Anitoxidans wirkt, es schützt die Zellen vor schädlichen Einflüssen, Entzündungen und sogar Krebs. Alterungsprozesse sollen sich verzögern und die Fettverbrennung angekurbelt werden. Außerdem käme es zu einer Verbesserung der Muskelfunktionen und einer Senkung des Blutdrucks. Der Wirkstoff ist in über 70 Pflanzenarten enthalten, am meisten in

• Pflaumen
• Himbeeren
• Pflaumen
• Erdnüssen
• Kakao
• Saft von weißen Trauben, frisch ( bis zu 200 Mikrogramm je Liter),
• Saft von roten Trauben, frisch (bis zu 1.100 Mikrogramm je Liter).
• Rotwein enthält besonders viel Resveratrol (bis zu 12 Milligramm je Liter).

Keine Studie ohne Gegenstudie: Inzwischen erschienen auch einige Studien, die der gesundheitsfördernden Wirkung von Resveratrol widersprechen. Was heißt das für den Rotweingenießer?

Also doch: Genuss in Maßen

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© angieconscious, pixelio.de

In der Bibel wird der Wein an 175 Stellen erwähnt. Gleichermaßen wird der moderate Genuss von Wein empfohlen und vor dem übermäßigen Trinken gewarnt.
Wein hebt die Stimmung, Resveratrol macht’s möglich: „Gebt Wein denen, die im Herzen verbittert sind.“ (Sprüche 31,4)

Cabernet Sauvignon, Pinot Noir und Merlot gelten als Rebsorten mit besonders hohem Gehalt an Resveratrol.

Wenn Sie Ihren Rotwein noch durch einige Erdnüssen oder Weintrauben ergänzen, nehmen Sie zusätzliches   Resveratrol zu sich. Und damit tun Sie Ihrem Körper vielleicht wirklich etwas Gutes.

Wie denken Sie über die gesundheitliche Wirkung von Wein? Erzählen Sie es uns auf Facebook!

*Alkohol ist nicht geeignet für Kinder und Jugendliche, Schwangere und Stillende, sowie bei einem Abstinenzgebot aus medizinischen Gründen.

Piesport – XXIV. Römisches Kelterfest

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© Herbert Walter Krick, pixelio.de

Wenn der römische „Imperator“ mit seinen Legionären und seinem Gefolge feierlich Einzug hält, dann ist es wieder so weit: Vom 9. bis 11. Oktober 2015 wird in Piesport das Römische Kelterfest gefeiert. In diesem Jahr begehen die Bewohner des größten Weinbauortes und zahlreiche Besucher dieses besonders stimmungsvolle Fest zum 24. Mal.

Das Römische Kelterfest erinnert daran, dass schon die Römer die ausgezeichnete Weinlage zu schätzen wussten. Die Kelteranlagen aus dem 2. bis 4. Jahrhundert legen davon eindrucksvoll Zeugnis ab.

Heute ist die Weinlage unter dem Namen „Goldtröpfchen“ bei Weinkennern in aller Welt ein Begriff. Zu Piesport gehören noch neu weitere ausgezeichnete Weinlagen. Da wundert es nicht, dass auch das Römische Kelterfest ein fester Termin bei vielen Besuchern ist.

Geschichte erwacht zum Leben

Es hat immer einen ganz eigenen Reiz, wenn Geschichte lebendig wird. In Piesport gibt es hierfür reichlich Gelegenheit. Der Festumzug am 10. Oktober versetzt die Zuschauer in die Zeit der Römer zurück. In der originalgetreu restaurierten Kelteranlage wird wie in römischer Zeit der Wein gekeltert. Dazu passend gibt es römische Spezialitäten und natürlich beste Moselweine.

Das Programm an den drei Festtagen ist angefüllt mit interessanten Angeboten, die für jeden Besucher etwas Passendes bieten:

• Große Schiffsweinprobe auf der Mosel:  9. Oktober um 18 Uhr.
• Wein-Erlebnis-Tour durch das idyllische Piesport,  ausgehend von der    Pfarrkirche St. Michael: 10. Oktober und 11. Oktober,  jeweils 10.30 Uhr.
• Römischer Festumzug: 10. Oktober und 11. Oktober,  jeweils 15.00 Uhr.
• Stimmungsvolle Musikdarbietungen sorgen für ausgelassene Stimmung und verführen zum Tanzen.
• An den vielen Ständen des örtlichen Vereins werden moseltypische Speisen und natürlich Piesporter Weine gereicht.

Piesport – Der idyllische Weinbauort

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© Rosel Eckstein, pixelio

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 776. Die Römer haben sich hier allerdings schon etwa im 2. Jahrhundert niedergelassen. Von ihnen stammt auch der Ortsname, der in manchen Ohren anfangs etwas ungewöhnlich klingt. Er geht auf Lokalgott Mercurius Bigontius zurück, dessen Name sich in „Porto Pigontio“ wandelte und zu „Piesport“ wurde.

Piesport gehört zur Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues. Wer den idyllischen Fremdenverkehrsort besucht, sollte genug Zeit für die interessanten Sehenswürdigkeiten mitbringen:

  • Die Rokoko-Pfarrkirche St. Michael, gebaut 1723
  • Das Felsmassiv „Moselloreley“, ein eindrucksvolles Naturdenkmal
  • Der Römerbrunnen, entdeckt 1959
  • Zahlreiche Kulturdenkmäler: Gebäude, Reliefs, Skulpturen

Zwei berühmte historische Funde aus der Römerzeit sind im Rheinischen Landesmuseum Trier zu sehen:

Ein prunkvolles römisches Diatretglas. Dieses wertvolle Prunkglas wurde im Jahr 1950 in einem Sarkophag gefunden. Es gehörte schon damals zu den teuersten Modeartikeln. Weltweit sind bisher nur insgesamt 50 dieser Gläser gefunden worden. Das Piesporter Diatretglas findet sich übrigens auch im Wappen von Piesport.
Außerdem gibt es eine Gewandspange aus der Römerzeit zu sehen, eine so genannte „Kaiserfibel“ .  Auch sie stammt aus einer Grabung in Piesport.

Es ist also gut möglich, dass Sie nach dem Besuch des Römischen Kelterfestes wieder nach Piesport zurückkehren, um den Ort und seine Geschichte noch besser kennenzulernen.

Waren Sie schon einmal auf dem Römischen Kelterfest? Erzählen Sie es uns auf Facebook!

Es ist Zeit für Zwiebelkuchen

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© Bernd Kasper pixelio.de

Herbstzeit ist die Zeit der Zwiebelkuchen. Er scheidet die Geschmäcker, das hat er mit dem Federweißen oder „Cidre“ gemeinsam: Die einen begrüßen ihn, die anderen wenden sich naserümpfend ab. Vielleicht ist der Zwiebelkuchen wirklich nichts für eingeschworene Gourmets, dennoch bleibt er vom Süden Deutschlands bis in den Norden unverändert beliebt. Im Herbst, wenn die Luft kühler wird und die Weinfeste ihre hohe Zeit haben, ist der Zwiebelkuchen immer mit dabei. Wie wird er eigentlich zubereitet?

Zwiebelkuchen – Was ist drin und drauf?

Eigentlich gibt es nicht „den“ Zwiebelkuchen, sondern mehrere Varianten, die gleichberechtigt nebeneinander existieren. Das fängt schon bei der Form an: Rund oder eckig, das entscheidet der Zwiebelkuchen-Bäcker je nach Vorliebe und auch nach Anzahl der Gäste. Auf ein Backblech passt ein größerer Zwiebelkuchen als in eine Springform.
Weiter geht es mit dem Teig. Auch hier kommen zwei Varianten in Frage: Hefeteig oder Mürbeteig. Für beide gibt es klassische Grundrezepte.

Hefeteig für Zwiebelkuchen

Beim Hefeteig kommt es darauf an, dass die Raumtemperatur nicht zu kühl ist. Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, die Butter geschmeidig sein. Salz soll erst zugegeben werden, wenn der Vorteig bereits aufgegangen ist.

Hefeteig für ein Backblech:

Mehl: 500 Gramm
Hefe: 1 Würfel
lauwarmes Wasser: 250 ml
Zucker: 1/2 Teelöffel
Butter: 80 Gramm
Ei: 1 Eigelb

Geben Sie das Mehl als Erstes in eine Schüssel, drücken Sie eine Mulde hinein. In diese geben Sie die zerbröselte Hefe,den Zucker und etwas von dem lauwarmen Wasser. Hefe und Zucker lösen sich auf. Darauf kommt etwas von dem Mehl. Decken Sie die Schüssel ab und stellen Sie sie für mindestens 15 Minuten an einen ruhigen, warmen Platz. Wenn der Vorteig aufgegangen ist, rühren Sie das restliche Mehl, Wasser, Eigelb und Salz darunter. Danach kommt die geschmolzene abgekühlte Butter hinzu. Den so entstandenen Teig gut durchkneten, mit Mehl bestäuben und nochmals für 15 Minuten gehen lassen.
Nun kann der Teig auf einem gefetteten Blech ausgerollt werden, dabei einen Rand hochziehen. Stechen Sie mit der Gabel kleine Löcher in die Teig platte und lassen Sie das abgedeckte Blech nochmals 10 Minuten stehen, damit der Teig aufgehen kann.
Während der Ruhezeiten des Teigs bereiten Sie den Belag zu.

Mürbeteig für Zwiebelkuchen

Dieses Rezept reicht für eine Springform, Durchmesser 26 cm:

Mehl: 250 Gramm
Margarine: 150 Gramm
Ei: 1
Salz: 1 Teelöffel

Geben Sie alle Zutaten zusammen und kneten daraus einen Mürbeteig. Schlagen Sie diesen in Folie und stellen ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank, damit sich die Zutaten gut verbinden können. Danach lassen Sie den Mürbeteig 5 Minuten stehen und kneten ihn nochmals gut durch.
Ausgerollt wird der Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen zwei Dauerbackfolien.
Wenn Sie den Teig in die Form geben, ziehen Sie einen Rand von etwa 2 cm hoch.

Zwiebelkuchen – Der Belag

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© Maja Dumat pixelio.de

Während der Teig ruht, haben Sie Zeit, den Belag für den Zwiebelkuchen herzustellen. Hier gibt es verschiedene Varianten, regionale Vorlieben und kreative Abwandlungen.
Anders als beim Flammkuchen werden für den Zwiebelkuchen stets gedünstete Zwiebeln verwendet.
Für ein Backblech benötigen Sie gut 1 Kilogramm Zwiebeln. Dazu kommen 500 Gramm Räucherspeck, 400 Gramm Saure Sahne und 200 Gramm Creme fraiche,  4 Eier, Salz, Pfeffer und nach Geschmack etwas Kümmel für die Bekömmlichkeit.
Die geschälten Zwiebeln lassen sich gut und rasch mit dem Gurkenschneider in Ringe schneiden. Feuchten Sie die Zwiebeln an, damit Ihre Augen nicht tränen. Braten Sie den Speck aus und geben die zerkleinerten Zwiebeln hinzu. Die Zwiebeln werden bei mittlerer Hitze rasch goldbraun.

In der Zwischenzeit rühren Sie die saure Sahne, Creme Fraiche, Eier und Gewürze zu einer pikant abgeschmeckten Masse.
Die Masse aus gedünsteten Zwiebeln und Speck wird gleichmäßig auf dem Teig verteilt. Darüber kommt die Sahne-Masse.

Nun kann die Form bei 200 Grad für 45 Minuten in den Backofen. Der Zwiebelkuchen wird direkt aus dem Ofen aufgetragen und warm gegessen. Er nimmt es aber auch nicht übel, wenn er in der Mikrowelle wieder aufgewärmt wird.

Dazu schmeckt Federweißer oder ein leichter Mosel-Riesling. Guten Appetit!

Haben Sie ein Lieblingsrezept für Zwiebelkuchen? Erzählen Sie es uns auf Facebook!