Es ist Zeit für Zwiebelkuchen

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© Bernd Kasper pixelio.de

Herbstzeit ist die Zeit der Zwiebelkuchen. Er scheidet die Geschmäcker, das hat er mit dem Federweißen oder „Cidre“ gemeinsam: Die einen begrüßen ihn, die anderen wenden sich naserümpfend ab. Vielleicht ist der Zwiebelkuchen wirklich nichts für eingeschworene Gourmets, dennoch bleibt er vom Süden Deutschlands bis in den Norden unverändert beliebt. Im Herbst, wenn die Luft kühler wird und die Weinfeste ihre hohe Zeit haben, ist der Zwiebelkuchen immer mit dabei. Wie wird er eigentlich zubereitet?

Zwiebelkuchen – Was ist drin und drauf?

Eigentlich gibt es nicht „den“ Zwiebelkuchen, sondern mehrere Varianten, die gleichberechtigt nebeneinander existieren. Das fängt schon bei der Form an: Rund oder eckig, das entscheidet der Zwiebelkuchen-Bäcker je nach Vorliebe und auch nach Anzahl der Gäste. Auf ein Backblech passt ein größerer Zwiebelkuchen als in eine Springform.
Weiter geht es mit dem Teig. Auch hier kommen zwei Varianten in Frage: Hefeteig oder Mürbeteig. Für beide gibt es klassische Grundrezepte.

Hefeteig für Zwiebelkuchen

Beim Hefeteig kommt es darauf an, dass die Raumtemperatur nicht zu kühl ist. Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, die Butter geschmeidig sein. Salz soll erst zugegeben werden, wenn der Vorteig bereits aufgegangen ist.

Hefeteig für ein Backblech:

Mehl: 500 Gramm
Hefe: 1 Würfel
lauwarmes Wasser: 250 ml
Zucker: 1/2 Teelöffel
Butter: 80 Gramm
Ei: 1 Eigelb

Geben Sie das Mehl als Erstes in eine Schüssel, drücken Sie eine Mulde hinein. In diese geben Sie die zerbröselte Hefe,den Zucker und etwas von dem lauwarmen Wasser. Hefe und Zucker lösen sich auf. Darauf kommt etwas von dem Mehl. Decken Sie die Schüssel ab und stellen Sie sie für mindestens 15 Minuten an einen ruhigen, warmen Platz. Wenn der Vorteig aufgegangen ist, rühren Sie das restliche Mehl, Wasser, Eigelb und Salz darunter. Danach kommt die geschmolzene abgekühlte Butter hinzu. Den so entstandenen Teig gut durchkneten, mit Mehl bestäuben und nochmals für 15 Minuten gehen lassen.
Nun kann der Teig auf einem gefetteten Blech ausgerollt werden, dabei einen Rand hochziehen. Stechen Sie mit der Gabel kleine Löcher in die Teig platte und lassen Sie das abgedeckte Blech nochmals 10 Minuten stehen, damit der Teig aufgehen kann.
Während der Ruhezeiten des Teigs bereiten Sie den Belag zu.

Mürbeteig für Zwiebelkuchen

Dieses Rezept reicht für eine Springform, Durchmesser 26 cm:

Mehl: 250 Gramm
Margarine: 150 Gramm
Ei: 1
Salz: 1 Teelöffel

Geben Sie alle Zutaten zusammen und kneten daraus einen Mürbeteig. Schlagen Sie diesen in Folie und stellen ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank, damit sich die Zutaten gut verbinden können. Danach lassen Sie den Mürbeteig 5 Minuten stehen und kneten ihn nochmals gut durch.
Ausgerollt wird der Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen zwei Dauerbackfolien.
Wenn Sie den Teig in die Form geben, ziehen Sie einen Rand von etwa 2 cm hoch.

Zwiebelkuchen – Der Belag

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© Maja Dumat pixelio.de

Während der Teig ruht, haben Sie Zeit, den Belag für den Zwiebelkuchen herzustellen. Hier gibt es verschiedene Varianten, regionale Vorlieben und kreative Abwandlungen.
Anders als beim Flammkuchen werden für den Zwiebelkuchen stets gedünstete Zwiebeln verwendet.
Für ein Backblech benötigen Sie gut 1 Kilogramm Zwiebeln. Dazu kommen 500 Gramm Räucherspeck, 400 Gramm Saure Sahne und 200 Gramm Creme fraiche,  4 Eier, Salz, Pfeffer und nach Geschmack etwas Kümmel für die Bekömmlichkeit.
Die geschälten Zwiebeln lassen sich gut und rasch mit dem Gurkenschneider in Ringe schneiden. Feuchten Sie die Zwiebeln an, damit Ihre Augen nicht tränen. Braten Sie den Speck aus und geben die zerkleinerten Zwiebeln hinzu. Die Zwiebeln werden bei mittlerer Hitze rasch goldbraun.

In der Zwischenzeit rühren Sie die saure Sahne, Creme Fraiche, Eier und Gewürze zu einer pikant abgeschmeckten Masse.
Die Masse aus gedünsteten Zwiebeln und Speck wird gleichmäßig auf dem Teig verteilt. Darüber kommt die Sahne-Masse.

Nun kann die Form bei 200 Grad für 45 Minuten in den Backofen. Der Zwiebelkuchen wird direkt aus dem Ofen aufgetragen und warm gegessen. Er nimmt es aber auch nicht übel, wenn er in der Mikrowelle wieder aufgewärmt wird.

Dazu schmeckt Federweißer oder ein leichter Mosel-Riesling. Guten Appetit!

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