Riesling – Die Majestät der Mosel

Es heißt, der Riesling fühle sich fast überall wohl. Er verträgt auch etwas kühleres Klima, so lange die Sonneneinstrahlung ausreicht. Von seinem jeweiligen Standort nimmt er die Aromen auf: Erdig, säurebetont, mineralisch oder fruchtig. Auf 22 Prozent der Weinflächen Deutschlands ist er heimisch geworden.
Die Moselregion steht mit über 5300 Hektar Anbaufläche für Riesling an zweiter Stelle in Deutschland. Bei den zusammenhängenden Rieslingflächen ist sie sogar unangefochtener Spitzenreiter.

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(C) Juergen Jotzo, pixelio.de

Rieslingweine erobern auch international zunehmend die Herzen der Weinliebhaber. Ihre Ausgewogenheit zwischen Säure und Restzucker, ergänzt mit angenehmer Fruchtnote, machen es leicht, sie zu schätzen. Eine weitere Eigenschaft macht sie besonders beliebt: Rieslingweine sind vielseitige Speisenbegleiter. Sie harmonieren mit unterschiedlichsten Aromen, das macht sie nicht nur für Spitzenköche und Sommeliers interessant, sondern auch für Hobbyköche.

Es gibt also nicht „den Riesling“, weil kein Riesling dem anderen „bis auf den letzten Tropfen“ gleicht; jede Anbauregion bringt ihre charakteristischen Jahrgänge hervor.

Riesling ist nicht gleich Riesling

Deutschland ist weltweit der größte Erzeuger von Rieslingweinen. Sein harmonisches Aroma macht ihn zu einem der beliebtesten Weine. Riesling ist ein heimatbezogener Wein. Wie keine andere Rebsorte ist er deshalb ein aromatischer Botschafter seiner Herkunftsregion. Eine Visitenkarte, die etwas über den Boden und das Klima, die Art des Anbaus und die Arbeitsweise der Winzer aussagt.

Eine Visitenkarte der Mosel

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(C) H.D.Volz, pixelio.de

Die Mosel mit ihren sonnigen Steillagen bringt eine fruchtige Rieslingtraube hervor, die ein sehr feines Aroma hat. Der Alkoholgehalt liegt oft unter 11 Prozent, was ihn jedoch eher noch beliebter macht. Das ist an den Kabinettweinen deutlich zu sehen. „Riesling Kabinett“ sind besonders zarte Weine mit wenig Alkohol und umso größerer Leichtigkeit.

Die duftige Note des Moselrieslings wird von den Weinliebhabern besonders geschätzt. Darüber hinaus punktet er auch mit seiner feinrassigen Säure und dem zart-fruchtigen Bukett.

Der beste Schoppen

Im Rahmen des verdeckten Gastronomie-Weinwettbewerbs testen die Gastwirte, Hoteliers und Weinspezialisten fast 1600 Weine der Moselregion, die im offenen Ausschank angeboten werden. In Juli findet in Trier die Finalprobe statt. Bei der Siegerehrung in Kröv werden der beste Wein und die beste Neuentdeckung  ausgezeichnet.

Die Idee dahinter: Offene Weine stellen für viele Gäste die erste Bekanntschaft mit dem heimischen Wein dar. An der Qualität entscheidet sich, ob die Bekanntschaft zu einer lebenslangen Freundschaft wächst. Wer „beste Schoppen“ anbietet, kann mit einem Vertrauensvorschuss der Gäste rechnen. Der Wettbewerb ist deshalb ein wichtiger Bestandteil im gemeinsamen Marketing von Erzeugern und Gastronomie.

Zurück zum Moselriesling: Seine Fangemeinde wächst stetig und das freut uns natürlich sehr. Er braucht um sein Abschneiden beim Wettbewerb sicher nicht zu fürchten. Schauen Sie in unsere Moselvinothek, wir beraten Sie gern bei der Auswahl des passenden Weins.

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Moselwein Festival 2015 – Vielfalt ist Trumpf!

Das Moselwein Festival in Traben-Trarbach vom 10.07. bis zum 13.07. 2015 ist ein „Hingucker“ im Kaleidoskop der Weinfeste. Kein Wunder, hat doch die Moselregion eine reiche Weintradition. So fällt es nicht schwer, den Wein liebevoll in Szene zu setzen. Am zweiten Wochenende im Juli dreht sich alles um den Moselwein und seine Facetten. Für Liebhaber von erstklassigen Weinen, abwechslungsreichen Speisen und anregenden kulturellen Darbietungen bleiben hier keine Wünsche offen. Wir verraten schon einige Highlights.

Das Weindorf der besonderen Art

Das „Drum und Dran“ beeinflusst die Stimmung: Die kreativen Dekorationen der Weinstände fallen hier besonders ins Auge. Dabei zeigt jeder Teilnehmer seinen eigenen Stil. Viel Liebe zum moseltypischen Detail schafft dem Wein einen würdigen Rahmen.

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Traben-Trarbach (C) siepmannH, pixelio.de

Was wäre das Moselwein Festival ohne seine Landschaft? Der Festplatz bietet einen einmaligen Blick auf die Mosel und die mehr als 600 Jahre alte Grevenburg.

Ein Extra für Kinder und Jugendliche ist der Rummelplatz mit so manchen Attraktionen. Außerdem gibt es einen Musikpavillon, in dem täglich Unterhaltungsprogramme dargeboten werden. Freitag ab 17 Uhr und an den folgenden Tagen ab mittags, werden hier Showtanz, Kinderprogramme und natürlich verschiedene Musikdarbietungen geboten.

Das Moselwein Festival – Beste Weine stimmungsvoll umrahmt

Schon der offizielle Start des Festivals ist sensationell: Der Festumzug am Samstag um 11 Uhr führt durch die ganze Stadt. Mit dabei sind die Weinhoheiten der Region sowie verschiedene Gruppen und Vereine. Klar, dass alle sich von ihren schönsten Seiten zeigen.

Feuerwerke sind immer ein Highlight. Rund um das Moselwein Festival setzen mehrere kleine Feuerwerke und Lichtfontänen stimmungsvolle Akzente und setzen die Moselbrücke „ins rechte Licht“.
Und wenn am Samstag um 22.45 Uhr die Grevenburg im Schein des Höhenfeuerwerks erstrahlt, lässt sich die Stimmung kaum noch überbieten.
Doch im Mittelpunkt des Moselwein Festivals stehen natürlich die Angebote rund um den Moselwein.

Dem Wein ganz nah: Ein Abstieg in die Unterwelt und eine Weinbergswanderung

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Weinkeller (C) Jörg Kleinschmidt, pixelio.de

Am Freitag um 18 Uhr beginnt der Abstieg in die Unterwelt von Traben Trarbach. Eine spannende Führung durch zwei Weinkeller ist gespickt mit interessanten Einblicken in die Geschichte des Weinbaus und der Kellertechnik. Verbunden ist die Führung mit einer Weinprobe. Moselriesling wartet auf Sie dort, wo er gemacht wird.

Am Sonntag um 11 Uhr startet am Moselufer Trarbach eine Weinbergstour rund um Trarbach. Landschaft und Kulturdenkmäler, regionale Küche und natürlich der Moselwein stehen für zwei Stunden auf dem Programm.

Ein bunter Strauß voller Musik quer durch alle Stilrichtungen wird täglich im Musikpavillon geboten. Die „Jazzpotatoes“, „Rock am Stock“, der Meisterchor „Sine Nomine“, Timeless unplugged“, die Band „Klimaschock“, „Brass Machine“, sorgen für beste Unterhaltung. Außerdem zeigen die Big Band des Gymnasiums und die Band der Musikschule des Landkreises Traben-Trarbach ihr beachtliches Können.  Der ganze Montag steht  im Zeichen guter Unterhaltung. Den gut gelaunten Abschluss bildet um 20 Uhr das Programm „Freu Dich feat. Klimaschock“.

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, merken Sie sich den 10. bis 13. Juli für das Moselwein Festival vor.
Zur Einstimmung hält unsere Moselvinothek den passenden Wein für Sie bereit.

ProWein 2015 – Die Messe und der Moselwein

Bald ist es wieder so weit: Vom 15. – 17. März findet in Düsseldorf die internationale Fachmesse ProWein statt. Sie gilt als „die professionellste Weinmesse der Welt“ und das mit gutem Grund: Nirgendwo sonst treffen sich so viele Spitzenweine aus aller Welt. Mehr als auf anderen Messen wird hier der Verkostung Raum gegeben.
Ein Mekka für alle, die professionell mit Wein zu tun haben oder einfach nur dem Wein persönlich verbunden sind. In diesem Jahr ist das Anbaugebiet Mosel so stark vertreten, wie noch in keinem Jahr zuvor.

Der Moselwein auf der ProWein

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Blick auf die Mosel (C)Rosel Eckstein, pixelio.de

Der Moselwein e.V. plant einen Gemeinschaftsstand und 48 Weingüter beteiligen sich daran. Der Bernkasteler Ring, der Klitzekleine Ring und die Jungwinzer der Moseljünger sind mit von der Partie, außerdem zahlreiche kleine und größere Weingüter.
Damit erhalten Besucher aus Handel, Hotellerie und Gastronomie eine eindrucksvolle Präsentation der Moselweine. Diese sind durch ihren besonderen Charakter zunehmend begehrt.
Rieslingweine stehen nach wie vor hoch im Kurs: Winzer von der Mittel- und Terrassenmosel, sowie von Saar und Ruwer sind mit ihren „Lieblingen“ vertreten.
Weißer und Grauer Burgunder und weniger bekannte Sorten wie Auxerrois und Elbling vervollständigen den Reigen der Weißweine.

Manches Weingut von der Mosel wird zum ersten Mal auf der ProWein zu sehen sein. Besucher dürfen sich auf eine breite Palette an charaktervollen Weinen mit eindrucksvollen Aromen freuen.

Sie finden die Moselwinzer am Stand C 59 in Halle 13 – gut 400 Quadratmeter umfasst die Ausstellungsfläche. Freuen Sie sich auf nachhaltige Begegnungen!

Über die ProWein – Zahlen, Fakten und Geschichte

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Düsseldorf, Rheinpromenade (C)Susanne Hammel, pixelio.de

4.830 Aussteller aus 47 Ländern treffen sich in diesem Jahr in Düsseldorf. Damit ist die ProWein die größte internationale Weinfachmesse.
49.030 Besucher reisen hierher, um sich über neueste internationale Weintrends zu informieren. 27.114 Besucher kommen aus Deutschland, fast 22.000 aus dem Ausland. Dabei steigt die Zahl der Besucher aus China und Hongkong besonders stark an.
Der größte Teil der Besucher gehört zu den Entscheidungsträgern: Sie wählen hier aus, welche Weine angekauft werden.

Die ProWein fand erstmal im Jahr 1994 statt und hieß damals PRO VINS. 321 Aussteller und 1517 Besucher erlebten die Premiere der künftig bedeutendsten Fachmesse mit.
1997 änderte sich der Name in ProWein und das noch heute bekannte Logo wurde präsentiert. Erstmals stieg die Zahl der Aussteller auf über 1000.

Auch ein  eigener Song gehört zur ProWein: As long as you like – Eine Liebeserklärung an den Wein.

Stoßen Sie schon jetzt auf einen erfolgreichen Messeauftritt an: In unserer Moselvinothek finden Sie die passenden Weine dafür!

Moselweine – Bekannt und begehrt

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Bernkastel-Kues (C)Heinz Möer, pixelio.de

Weine von der Mosel genießen internationale Anerkennung. Allen voran der Riesling hat seine Liebhaber in der ganzen Welt. Die Winzer erhalten Unterstützung vom Moselwein e.V., denn Imagepflege und Vermarktung lassen sich im Verbund besser organisieren.
Hinzu kommt, dass die Vereinigung sich um die Qualitätssicherung der Weine verdient macht.

So kürte am 27. August 2014 im Steillagenzentrum in Bernkastel-Kues eine Jury die besten Riesling-Weine der Jahrgänge 2012 und 2013. Außerdem verglich sie gereifte Weine aus den Jahren 2003 und 2004.

Eine strenge Jury

Die Jury testete 270 Weine aus dem gesamten Mosel-Gebiet, auch Weine der höchsten Qualitätsstufen. Die Weine mussten vor 22 Weinspezialisten bestehen. Prüfer der Landwirtschaftskammer, zuständig für die amtliche Qualitätsweinprüfung, gehörten ebenso zu den Juroren wie Mitarbeiter der DLR Mosel und des Weinbauverbandes.

Die Prüfung fand „verdeckt“ statt, so war ein faires Urteil garantiert. Sieben Kategorien wurden bewertet:
2012/2013 Riesling Superpremium trocken
2012/2013 Riesling Superpremium feinherb
2012/2013 Riesling Auslese frucht-/edelsüß
2003/2004 Riesling Auslese edelsüß:
Riesling Beerenauslese
Riesling Trockenbeerenauslese
Riesling Eiswein

Es stellte sich heraus, dass der Jahrgang 2013 trotz der schweren Erntebedingungen wirklich gute Weine hervorgebracht hat.

Jahrgang 2013 – Die Mühe hat sich gelohnt

Wir erinnern uns: Gerade in der Erntezeit im September und Oktober 2013 hatte es heftige Regenfälle gegeben. Die Ernte verlangte den Winzern viel ab und es war nicht sicher, ob dieser Jahrgang wirklich so gelingen würde, wie es die Monate davor versprochen hatten.
Doch die Mühe und der hohe Einsatz der Winzer haben sich gelohnt. Wer einen aromatischen Riesling mit guter Fruchtigkeit, hoher Mineralität und mäßigem Alkoholgehalt bevorzugt, der wird den 2013-er Jahrgang zu schätzen wissen.

Die „älteren Herren“ unter den Weinen, die 2003-er Rieslinge, überzeugten ebenfalls mit ihrer charaktervollen Reife. Für herzhafte Gerichte wie Wild und Käse, sind sie perfekte Begleiter.

Imagepflege und Vermarktung – Die Weinkönigin

Die gekürten Weine sind würdige Vertreter des Weinbaugebietes Mosel und werden auf Gebietspräsentationen im In- und Ausland verwendet.
Das ist für die Winzer eine schöne Anerkennung ihrer Bemühungen, in jedem Jahr den bestmöglichen Wein zu erzielen.

Wie andere Weinbaugebiete auch, hat die Mosel eine Weinkönigin. Am 12. September wurde Lisa Dieterichs aus Ellenz-Poltersdorf zur Weinmajestät gewählt. Sie wird ein Jahr lang im Dienst der Moselweinregion präsent sein. Unterstützt wird sie dabei von zwei Weinprinzessinnen: Anna Burg aus Longuich-Kirsch und Frederieke Welter aus Wincheringen.

Die 5 Bewerberinnen haben sich zuvor einer 27-köpfigen Jury präsentiert und ihr Wissen rund um den Weinbau bewiesen. Zu den Juroren gehörte neben anderen Wein- und Tourismusexperten auch der Vorstand des Moselwein e.V.
Später stellten sich die jungen Frauen auch einem großen Publikum vor. Jede von ihnen hatte ihre eigenen Stärken und ihre besondere Ausstrahlung.

Lisa Dieterich ist 23 Jahre jung, Hotelfachfrau und Weinexpertin. Sie wird entscheidend dazu beitragen, das ausgezeichnete Image der Moselweine auch in der Saison 2014 / 2015 weiter auszubauen. „Wein macht den Tisch zur Tafel“, ist einer ihrer Leitsätze.

In unserer Moselvinothek halten wir eine breite Auswahl an Rieslingweinen von der Mosel für Sie bereit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Das Weinfest der Mittelmosel beginnt!

Es ist wieder so weit: Die Zeit der Weinfeste hat begonnen und an der Mosel wird lebhaft und ausgiebig gefeiert. Am 04. September beginnt in Bernkastel-Kues das große Weinfest an der Mittelmosel. Gefeiert wird bis zum 08. September – viele Höhepunkte erwarten die Besucher. Freuen Sie sich gemeinsam mit uns auf das ausgelassene Wochenende.

Weinproben und Moselblümchen

Die historische Architektur von Bernkastel-Kues bietet eine einzigartige Kulisse für die 32 Weinstände. Hier stellen die Winzer ihre reiche Auswahl an Weinen vor.

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Bernkastel-Kues (C) Didi01, pixelio.de

Eine gute Gelegenheit, hier und da eine kleine Probiermenge zu testen. Die Entscheidung, welcher Wein am besten zusagt, dürfte nicht so leicht fallen.

Die „Moselblümchen“ sind echte Hingucker: In traditioneller Winzertracht zeigen sie sich am Abend des Eröffnungstages. Begrüßt werden sie unter stimmungsvoller Musik von der noch amtierenden „Mosella“ Nina I und dem Stadtbürgermeister. Als Dank gibt’s eine kleine Überraschung und im Gewinnspiel vielleicht sogar noch einen Preis.

Die Krönung der „Mosella“ und der Winzer-Festumzug

Wollten Sie schon immer mal die Krönung einer Wein-Majestät miterleben? Am Freitag ab 20:30 Uhr haben Sie dazu die beste Gelegenheit. In einer festlichen Zeremonie wird die neue Wein-Repräsentantin für Bernkastel-Kues gekrönt: „Mosella“ Alexandra I. Sie ist, so lange das Weinfest dauert, die Regentin der Stadt.
Für die folgenden zwei Jahre wird Mosella Alexandra I nun die Stadt und die heimischen Weine repräsentieren.
Beim großen Winzer-Festumzug ist sie natürlich mit dabei.
Er findet am Sonntag ab 14 Uhr statt. Festwagen, Musikkapellen, Tanzgruppen aus dem In-und Ausland sind hier zu bewundern. Natürlich präsentieren sich auch Weinbaugemeinden der Mittelmosel. Freuen Sie sich auf lebhafte Feststimmung für Groß und Klein!

Märchenstunde und andere Vergnügungen

Zu den Aufgaben von „Mosella“ Alexandra I gehört es auch, am Freitag an der Seite des Stadtbürgermeisters den Kunsthandwerkermarkt und den Vergnügungspark zu eröffnen.

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(C) Susanne Schmich, pixelio.de

Am Montag um 15 und 17 Uhr gibt’s am Kunsthandwerkermarkt eine Märchenstunde für die Kleinsten. Die Erwachsenen freuen sich auf die „Happy Hour“ von 17 bis 20 Uhr; ein Bonbon der gastronomischen Betriebe.

Nicht zuletzt der Vergnügungspark sorgt für Spaß und gute Laune bei Groß und Klein. Fahrgeschäfte und Jahrmarktstände laden die Besucher ein. Der Familientag am Dienstag hält Ermäßigungen bereit.

Doch das Kernstück des Weinfestes sind die 32 Weinstände, die sich über 250 Meter am Gestade, dem Marktplatz und dem Karlsbader Platz des jahrhunderte Bernkastel-Kues hinziehen.
Auch wir, die Moselvinothek, sind natürlich hier zu finden. Wir freuen uns darauf, Sie in diesen Tagen an unserem Stand zu begrüßen!

Was haben Sie auf Ihrem Weinfest erlebt? Erzählen Sie es uns auf Facebook!

So schmeckt der Mai – Maibowle

Der Mai ist gekommen und mit ihm die ersten lauen Abende. Zeit für Geselligkeit unter freiem Himmel bei leichten Speisen und erfrischenden Getränken. Zeit für Maibowle!
Erstmals wurde die Maibowle als Maiwein bereits im Jahr 854. Ein Mönch empfahl den Maiwein als Medizin für Herz und Leber. Er wurde, wie so manche Arznei, in einem Kloster entdeckt. Die Erwähnung geht auf den Benediktinermönch Wandalbert von Prüm zurück. Wandalbert von Prüm schrieb über viele religiöse und weltliche Themen, darunter auch über den Weinbau. Damals waren außer Waldmeister noch Blätter der Schwarzen Johannisbeere und Gundelrebe als Zutat enthalten.

Waldmeister – Das Maikraut für die Bowle

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Waldmeister (c) Anne Bermüller, pixelio.de

Ihren Namen hat die Maibowle vom Maikraut: Das beliebte Kraut ist vielen als Waldmeister bekannter. Wegen seines Gehaltes an Cumarin war der Waldmeister in Verruf geraten. Doch in kleinen Dosierungen genossen, hilft er gegen Kopfschmerzen, anstatt sie zu verursachen. Deshalb darf Waldmeister heute wieder in Süßspeisen und Getränken für die frische grüne Farbe und den charakteristischen Geschmack sorgen, die viele noch von Brause oder Götterspeise kennen. Die Heilkunde macht sich seine entzündungshemmenden, beruhigenden und krampflösenden Eigenschaften zunutze. Vielleicht stammt daher der liebevolle Name: Wohlriechendes Labkraut. Übrigens war das Kräutlein auch gegen dämonische Kräfte sehr beliebt.

Waldmeister wird gern geerntet, bevor er seine kleinen weißen Blüten entfaltet. Der Gehalt an Cumarin ist dann noch nicht so hoch und das Kraut ist bekömmlicher. Doch auch während der Blütezeit zwischen Mitte April und Anfang Mai können wir ihn ernten, selbst noch bis Mitte Juni. Dann dosieren wir ihn später etwas sparsamer.
Er wächst in Laubwäldern in großen Gruppen. Wem es für die eigene Ernte an Zeit oder Lust mangelt, der geht auf den Markt oder in ein gut sortiertes Kräuter- oder Gemüsegeschäft.

Das Rezept: Labkraut, Moselwein und mehr…

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Nicht nur Waldmeisterbowle ist beliebt (c) Heike, pixelio.de

Waldmeister gehört natürlich dazu: Für 15 Gläser berechnen wir 2 Bund Waldmeisterkraut.
Wenn das Kraut über Nacht ein wenig angewelkt ist, gibt es am meisten Aroma ab.
Als Wein eignet sich hervorragend ein Riesling von der Mosel: Leicht, spritzig und nicht zu süß gilt er als klassischer Wein für die Maibowle. Eine Flasche trockener Sekt wird natürlich für den perlenden Effekt benötigt.
Nachdem wir den gekühlten Wein in die Bowlenschale gegeben haben, binden wir die Waldmeisterbündel an einem Kochlöffelfest, den wir quer auf die Schale legen. Nur die Blätter sollten in der Bowle hängen, denn die Stängel geben mehr Cumarin ab und könnten dadurch für das unangenehme Kopfbrummen sorgen. 20 Minuten ziehen die Waldmeisterblätter nun im Wein. Hierfür stellt man sich vielleicht einen Wecker, denn zu langes Ziehen lässt den Geschmack bitter werden.
Fruchtig wird die Bowle durch die Zugabe von etwas Zitronenlimonade, 500 Gramm Erdbeeren, einige (unbehandelte) Zitronenscheiben oder geschälte Kiwischeiben.
Auch Minze oder Zitronenmelisse wird gern dazugegeben.
Zum Schluss wird die Bowle mit Sekt aufgefüllt und erhält zur Dekoration ein paar Waldmeisterblättchen. Wer mag, gibt etwas Vanillezucker oder braunen Zucker hinzu.
Wohl bekomm’s!

Haben Sie ein Maibowle-Erlebnis oder ein Maibowle-Lieblingsrezept? Teilen Sie es mit uns auf Facebook.

Moselschätze

Auch heute möchte ich Ihnen wieder ein paar Weingüter vorstellen, die unser Moselwein-Sortiment zu dem machen, was es ist.

Eines dieser Weingüter ist das Weingut Dr. F. Weins-Prüm. Das Weingut aus Bernkastel-Wehlen gehört mit zu den Gründern des VDP, dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter an der Mosel. Die Weine des Weingutes zeichnen sich durch Tradition und Modernität sowie ihre hohe Qualität aus. Die Trauben für die eleganten Rieslinge wachsen in weltberühmten Lagen an der Mittelmosel heran, bevor sie in Edelstahltank und Eichenholzfass reifen.

Weingere, von Christian Alex, pixelio.de

Weingere, von Christian Alex, pixelio.de

Auch das Weingut Hild ist in unserem Keller präsent. Der Familienbetrieb kann auf 100 Jahre Weinbautradition zurückblicken. Das Weingut von der Obermosel setzt auf klassische Rebsorten höchster Qualität und achtet dabei auf ein modernes Design.

Max Ferd. Richter, das ist das Weingut aus Mühlheim an der Mosel mit einer mehr als 300-Jährigen Weinbaugeschichte. Das bekannte Weingut verfügt über einen der größten Holzfasskeller an der Mosel. Die Philosophie des Weinguts: „Große Weine entstehen im Weinberg.“ Und mit Lagen wie der Wehlener Sonnenuhr, dem Erdener Treppchen oder der Brauneberger Juffer geht diese Philosophie ganz bestimmt auf.

Der natürlichen landwirtschaftlichen Praxis hat sich seit einigen Jahren das Weingut Rainer Heil aus Brauneberg verschrieben. Um „die besten Trauben aus ihren Weinen herauszukitzeln“, wird hier nur mit organischen Düngern und natürlichen Materialien gedüngt. Dadurch entstehen Weine mit Charakter und einer natürlichen Reinheit.

Das Weingut Walter J. Oster hat sich den charaktervollen Terroir-Weinen verschrieben und kombiniert dabei Zeitgeist und Tradition zu hervorragenden Kompositionen. Bereits in der 15. Generation ist das Weingut aus Ediger-Eller in Familienbesitz. Zu den bewirtschafteten Lagen zählen der Bremmer Calmont, der Neefer Frauenberg und der Ediger Elzhofberg. Hier wird aus Reben gekeltert, die bis zu 80 Jahre alt sind.

Das war wieder eine sehr schöne Auswahl an Weingütern, deren Erzeugnisse Sie unbedingt einmal kosten sollten. Sie werden ganz sicher das ein oder andere Geschmackserlebnis in Erinnerung behalten können und vielleicht ist ja sogar Ihr neuster Lieblingswein mit dabei.

Viel Spaß beim Probieren!