Wein im Sommer – So wird der Genuss perfekt

Der Sommer lädt ein zu Grillpartys und stimmungsvollen Gartenfesten. Für den Weingenuss ohne Reue halten wir heute einige Tipps bereit:

Der Aperitif

Jede gute Party startet mit einem Anfangsgetränk, dem Aperitif. Die Sitte, vor dem Essen ein leichtes alkoholisches Getränk zu reichen, stammt aus Frankreich und Italien. Er regt den Appetit an und verkürzt außerdem die Wartezeit bis zum ersten Gang.
Wichtig: Der Alkoholgehalt sollte möglichst unter 12 Prozent liegen, so werden nachfolgende Genüsse nicht geschmälert. Ideal ist ein deutscher Secco.

Wasser und Wein: Bitte recht kühl

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(C) Ascada_pixelio.de

Ein Glas Wein, ein Glas Wasser – diese Regel kennen viele, doch kommt sie in der Praxis oft zu kurz. Gastgeber sollten deshalb stilles und prickelndes Wasser sowie ausreichend viele Gläser bereithalten und beides leicht zugänglich platzieren.

Temperatur: Weine sind bekömmlicher, wenn sie gut gekühlt serviert werden. Da sie sich im Glas schnell erwärmen, sollte die Temperatur etwa zwei Grad und der empfohlenen Trinktemperatur liegen. Für einen Riesling zum Beispiel liegt die ideale Sommertemperatur bei etwa sechs Grad. Nach dem Ausschenken den Wein im Kühlschrank oder Weinkühler platzieren.

Sommer in Rosé

Roséweine sind wunderbare Sommerweine. Bei etwa 10 Grad eingeschenkt, entfalten sie ihr frisches, leichtes Aroma. Der Duft nach Erdbeeren oder Kirschen lässt die Sommerlaune steigen und selbst Eiswürfel im Glas tun dem Genuss keinen Abbruch.

Wein zum Grillen?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, zu deftigem Grillfleisch passe am besten ein „kühles Blondes“. Doch wie wäre es mit einem leichten Weißwein, der nicht zu säurehaltig ist und viel Volumen mitbringt? Ein Riesling oder Rivaner sind angenehme Begleiter zu allen Grillgerichten.

Rotwein, nicht zu schwer und mit einem mäßigen Gehalt an Gerbstoffen ist ebenfalls eine gute Wahl. Probieren Sie einen fruchtigen Spätburgunder und lassen Sie sich überraschen.

Auch der Rosé macht eine gute Figur zu herzhaft Gegrilltem und vielen Beilagen.

Verschlusssache Wein: Muss es unbedingt ein Korken sein?

Noch immer rümpfen Weintrinker die Nase, wenn sie einen Weinflaschenverschluss aus Kunststoff sehen oder gar einen Schraubverschluss. Dabei sind diese beiden Alternativen inzwischen vielfach bewährt.

Naturkork kann mit der Zeit austrocknen und zerfällt beim Öffnen in unschöne Brösel, die in den Wein gelangen. Das passiert selbst dann, wenn die Flaschen liegend gelagert wurden.

War der Naturkorken undicht, hat der Wein womöglich mehr Sauerstoff und Feuchtigkeit aus der Luft bekommen, als ihm gut tut.

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(C) Andrea Winter_pixelio.de

Eine weitere Gefahr stellt der „Korkschmecker“ dar. Dieser Weinfehler kann durch die chlorhaltige Substanz entstehen, die bei der Herstellung der Weinkorken verwendet wird. Schätzungsweise fünf Prozent der Weine sind weltweit davon betroffen. Der Korkschmecker tritt manchmal nur sehr schwach auf, kann aber auch den Wein vollständig verderben. Der unangenehme muffige Geruch und schimmelige Geschmack lassen dem Weingenießer keine Wahl: Der Wein muss weggeschüttet werden.
Tipp: Der Korken riecht meist schon leicht oder stärker muffig. Stellt der Gastgeber das rechtzeitig fest, bleibt den Gästen das unangenehme Geschmackserlebnis erspart.

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Prickeln in der warmen Jahreszeit: Weinmixgetränke

Mixgetränke mit Wein werden immer beliebter. Gerade im Frühling und Sommer wächst die Lust auf ein kühles und belebendes Getränk.

Nicht nur die Geschmacksvielfalt aus Wein und aromatischen Zutaten reizen die Genießer, sondern auch der geringe Alkoholgehalt von Weinmixgetränken. Der kann sich leicht halbieren, sofern kein Likör oder Schnaps in die fruchtig-frische Weinkreation gerät.

Hugo: Spritzig, fruchtig, leicht

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(C)Lichtbild Austria, pixelio.de

Ein luftiger, leichter Sommertrend, der vielen Liebhabern ein Lächeln ins Gesicht zaubert und seit Mitte der 2000-er Jahre zu genussvollen Sommerabenden beiträgt: Hugo.

Hugo klassisch: Geben Sie einige Minzeblättchen in ein Weißweinglas, drücken Sie diese leicht an; so entfaltet sich das Aroma. Darauf kommen einige halbierte Limettenscheiben und je nach Geschmack Eiswürfel. Aufgefüllt wird diese Grundlage mit 150 ml Perlwein, kohlensäurehaltigem Mineralwasser und mit 2 cl Zitronenmelissesirup.

Natürlich können Sie auch variieren: Sehr beliebt ist die Verwendung von Holunderblütensirup. Haben Sie gerade keinen Perlwein? Dann verwenden Sie einen leichten Weiswein, zum Beispiel einen jungen Riesling.

Wein und Cola – Nur etwas für Banausen?

Die Aussagen über die Herkunft dieser Mischung sind widersprüchlich. In Rheinhessen gibt es eine Variante mit Riesling. In der Pfalz hat der Cola-Schoppen einen eigenen Namen: Persching.
Cola mit Rotwein ist weltweit und besonders in Spanien verbreitet und ein Kind der 1970-er Studentenpartys. Die Mixtur war dort unter dem Namen „Rioja libre“ bekannt. Oder auch „Cuba libre del pobre“, Cubra libre für Arme.
Und so wenden sich noch heute Weinliebhaber vom Cola-Schoppen ab. Doch das tut dem Genuss der jungen und älteren Anhänger keinen Abbruch – sie schwören auf ihren weißen oder roten Cola-Schoppen.
Weitere regionaltypische deutsche Namen für den roten Cola-Schoppen sind „Calimocho“ in Spanien, „Ochsenblut“ oder „Krefelder“.
In Amerika erhalten Sie den Colaschoppen in beliebten Weinbars unter dem Namen „Dernier Cri“.

Der Sommerwein – Aus dem sonnigen Spanien

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(C)Klaus Steves, pixelio.de

Erfrischend, temperamentvoll, fruchtig und unkompliziert, das ist der Tinto de Verano, der „Sommerwein“. Er stammt aus dem heißen spanischen Süden und ist seit etwa 25 Jahren bekannt.
Das Rezept ist so einfach, dass es zum sofortigen Ausprobieren reizt:
Eiswürfel in ein Weinglas geben, mit 12 cl Zitronenlimonade übergießen. Kurz warten, damit sich das Aroma entfaltet. Dann behutsam den Rotwein dazugeben.

Das Mengenverhältnis von Rotwein und Limonade können Sie natürlich Ihrem persönlichen Geschmack anpassen. Die spanische Zitronenlimonade ist nicht so süß wie bei uns. Um etwa den gleichen Geschmack zu erzielen, strecken sie die Limonade deshalb strecken Sie die Limonade vielleicht mit etwas Mineralwasser. Wer mag, genießt den Drink mit Strohhalm.

Haben Sie nun Lust bekommen auf einen leckeren, alkoholarmen Longdrink mit Wein? Dann schauen Sie in unsere Moselvinothek, wir halten für Sie eine gute Auswahl an Weinen bereit!

Genuss ohne Reue – Sommerwein

Summer Wine… In dem Song beschreiben Nancy Sinatra und Lee Hazlewood sehr eindrucksvoll, wie der Sommerwein wirken kann: Was vielversprechend beginnt, endet mit einer herben Enttäuschung. Doch soweit muss es nicht kommen; wer einige einfache Regeln beachtet, kann auch im Sommer Wein und Geselligkeit unbeschwert genießen.
Doch was genau ist eigentlich Sommerwein?

Sommerwein – Was der Winzer sagt

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Sommerwein – (C)Klaus Steves, pixelio.de

Weine des Vorjahres, die im Frühjahr bis Sommer trinkfertig sind, werden – aus Werbegründen – als Sommerweine bezeichnet. Sie stammen aus den nördlichen Breiten und sind unter diesem Begriff nur in Mitteleuropa bekannt. In der Mittelmeer-Region kennt man diese Bezeichnung nicht. „Sommerwein“ ist kein geschützter Begriff und findet sich deshalb auch auf keinem Weinetikett.
Diese Weine sind nur begrenzt haltbar, enthalten wenig Mineral- und Gerbstoffe.
Sie sind trocken oder enthalten Restsüße, dadurch ist ihr Charakter fruchtig, spritzig, belebend. Ganz wichtig: Sie enthalten weniger Alkohol als trockene Weine. Das liegt daran, dass der natürliche Traubenzucker nicht komplett vergoren ist. Statt der üblichen 12 -13 Prozent enthalten Sommerweine etwa 7,5 Prozent Alkohol. Das macht sie bekömmlicher, denn gerade wenn es warm ist, reagiert der Körper empfindlicher auf Alkohol.
Es sind die jüngsten Qualitätsweine der Güteklasse Kabinett. Gewonnen werden sie aus verschiedenen Traubensorten: Riesling, Müller-Thurgau, Weißem Burgunder oder Scheurebe. Als Roséweine gehören Dornfelder, Portugieser und Blanc de noir dazu. Sie werden am besten gut gekühlt serviert.

Wein und Wasser – Ein kühles Paar

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Weinschorle – (C)Rainer Sturm, pixelio.de

Allgemein gilt: Wasser für den Durst, Wein für den Genuss. Am besten trinken Sie je Glas Wein auch ein Glas Wasser. So vermeiden Sie, schon nach kurzer Zeit „beschwipst“ zu werden.
Der Wein sollte recht kühl gehalten werden. Das heißt für Riesling, sechs bis sieben Grad sind ideal, Rosé freut sich über zehn Grad. Und der Trollinger, der Rote unter den Sommerweinen, hat mit zehn bis zwölf Grad die beste Trinktemperatur. Da der Wein sich rasch erwärmt, bleiben Sie beim Einschenken ruhig ein wenig unter der empfohlenen Temperatur und schenken nicht zuviel auf einmal ein. Dazwischen den Wein wieder kühl stellen.
Wenn Sie den Wein im Verhältnis 1:1 mit Sprudelwasser mischen, haben Sie Weinschorle oder „Gespritzten“. Auch das ist eine beliebte Variante, Wein im Sommer zu genießen.

Kleiner Tipp: Servieren Sie als Aperitif einen nicht zu schweren Secco.11 Prozent Alkoholgehalt sind zum „Einstieg“ ausreichend.

Und was gibt es zum Sommerwein? Salate, Gegrilltes, leckere Antipasti und Käse eignen sich als leichte Mahlzeiten.

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