Die Weinernte 2015 – Ein gutes Weinjahr geht zu Ende

Die Weinlese ist der Höhepunkt des Winzerjahres. Nun zeigt sich, ob der Winzer alles bedacht, richtig eingeschätzt und mit Augenmaß entschieden hat. Und das Quäntchen Glück gehört natürlich auch dazu.

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(C) Volker Zintgraf pixelio.de

Auch in diesem Jahr blieb es wieder spannend: Wie entwickeln sich Sonneneinstrahlung und Niederschlag? Hat sich der heiße Sommer positiv ausgewirkt oder war es zu viel Sonne?

Seit Anfang September ist die Weinernte an der Mosel im Gange und nähert sich nun ihrem Abschluss. Der Herbst brachte reichlich Sonne mit, so dass die Trauben aromatische Süße entwickeln konnten.

Die früh reifenden Rebsorten wie Müller-Thurgau und Dornfelder wurden zuerst geerntet, danach der Elbling. Der Riesling ist der letzte im Erntereigen am Ende eines erfolgreichen Weinjahres.

Sonne und Regen im rechten Maß

Die Winzer sind zuversichtlich: Die Trauben hatten eine lange Reifezeit, ohne durch Fäulnis verdorben zu werden.
Die extrem hohen Temperaturen und die Trockenperioden des Sommers ziehen nur wenige Ertragseinbußen nach sich. Sonnenbrand heißt es bei den Trauben, wenn sie unter der Hitze trocken und schrumpelig werden. Doch zum Glück hielt sich dieser Schaden in Grenzen, weil der Regen meist gerade noch rechtzeitig einsetzte.

Die Trockenheit hatte den Vorteil, dass sich Pilzkrankheiten kaum ausbreiten konnten. Auch die Kirschessigfliege, die im vergangenen Jahr den Winzern große Sorgen bereitet hatte, hielt sich in diesem Jahr fern. Einbußen sind also nur durch die Trockenheit zu erwarten.

Wie viel Wein können wir erwarten?

Die Erntemengen in den deutschen Weinanbaugebieten schwanken. Während in Saale-Unstrut und Sachsen mit einer Erntesteigerung von bis zu 20 Prozent gerechnet wird, stellen sich die Winzer an Mosel und Rheinhessen auf einem Rückgang der Erntemenge von etwa sechs Prozent ein. In der Pfalz bleibt die Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Nach Aussage des Deutschen Weininstitutes in Mainz liegt die gesamte Erntemenge mit zwei Prozent nur wenig unter dem zehnjährigen Durchschnitt.

Der Riesling, Star unter den Moselweinen, genießt länger als andere Sorten den goldenen Herbst.

Sonniger Herbst – Aromatischer Riesling

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(C) sprisi pixelio.de

Während die früheren Traubensorten bereits in die Verarbeitung gehen, tankt der Riesling noch Herbstsonne satt. Von Tag zu Tag bauen die Trauben Fruchtsäure ab und bilden Fruchtzucker aus. Ihr Mostgewicht steigt und mit ihm die Vorfreude auf einen gehaltvollen, aromatischen Riesling.

Nicht alle Trauben werden gleichzeitig reif. In mehreren Erntedurchgängen werden jeweils die Trauben mit der optimalen Reife geerntet. Gerade in den Steillagen ein sehr aufwändiges Verfahren. Doch es lohnt sich, denn aus den vollreifen, gesunden Trauben entstehen aromatische Weine, die dem Gaumen gut tun und die Stimmung heben.

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Riesling – Die Majestät der Mosel

Es heißt, der Riesling fühle sich fast überall wohl. Er verträgt auch etwas kühleres Klima, so lange die Sonneneinstrahlung ausreicht. Von seinem jeweiligen Standort nimmt er die Aromen auf: Erdig, säurebetont, mineralisch oder fruchtig. Auf 22 Prozent der Weinflächen Deutschlands ist er heimisch geworden.
Die Moselregion steht mit über 5300 Hektar Anbaufläche für Riesling an zweiter Stelle in Deutschland. Bei den zusammenhängenden Rieslingflächen ist sie sogar unangefochtener Spitzenreiter.

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(C) Juergen Jotzo, pixelio.de

Rieslingweine erobern auch international zunehmend die Herzen der Weinliebhaber. Ihre Ausgewogenheit zwischen Säure und Restzucker, ergänzt mit angenehmer Fruchtnote, machen es leicht, sie zu schätzen. Eine weitere Eigenschaft macht sie besonders beliebt: Rieslingweine sind vielseitige Speisenbegleiter. Sie harmonieren mit unterschiedlichsten Aromen, das macht sie nicht nur für Spitzenköche und Sommeliers interessant, sondern auch für Hobbyköche.

Es gibt also nicht „den Riesling“, weil kein Riesling dem anderen „bis auf den letzten Tropfen“ gleicht; jede Anbauregion bringt ihre charakteristischen Jahrgänge hervor.

Riesling ist nicht gleich Riesling

Deutschland ist weltweit der größte Erzeuger von Rieslingweinen. Sein harmonisches Aroma macht ihn zu einem der beliebtesten Weine. Riesling ist ein heimatbezogener Wein. Wie keine andere Rebsorte ist er deshalb ein aromatischer Botschafter seiner Herkunftsregion. Eine Visitenkarte, die etwas über den Boden und das Klima, die Art des Anbaus und die Arbeitsweise der Winzer aussagt.

Eine Visitenkarte der Mosel

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(C) H.D.Volz, pixelio.de

Die Mosel mit ihren sonnigen Steillagen bringt eine fruchtige Rieslingtraube hervor, die ein sehr feines Aroma hat. Der Alkoholgehalt liegt oft unter 11 Prozent, was ihn jedoch eher noch beliebter macht. Das ist an den Kabinettweinen deutlich zu sehen. „Riesling Kabinett“ sind besonders zarte Weine mit wenig Alkohol und umso größerer Leichtigkeit.

Die duftige Note des Moselrieslings wird von den Weinliebhabern besonders geschätzt. Darüber hinaus punktet er auch mit seiner feinrassigen Säure und dem zart-fruchtigen Bukett.

Der beste Schoppen

Im Rahmen des verdeckten Gastronomie-Weinwettbewerbs testen die Gastwirte, Hoteliers und Weinspezialisten fast 1600 Weine der Moselregion, die im offenen Ausschank angeboten werden. In Juli findet in Trier die Finalprobe statt. Bei der Siegerehrung in Kröv werden der beste Wein und die beste Neuentdeckung  ausgezeichnet.

Die Idee dahinter: Offene Weine stellen für viele Gäste die erste Bekanntschaft mit dem heimischen Wein dar. An der Qualität entscheidet sich, ob die Bekanntschaft zu einer lebenslangen Freundschaft wächst. Wer „beste Schoppen“ anbietet, kann mit einem Vertrauensvorschuss der Gäste rechnen. Der Wettbewerb ist deshalb ein wichtiger Bestandteil im gemeinsamen Marketing von Erzeugern und Gastronomie.

Zurück zum Moselriesling: Seine Fangemeinde wächst stetig und das freut uns natürlich sehr. Er braucht um sein Abschneiden beim Wettbewerb sicher nicht zu fürchten. Schauen Sie in unsere Moselvinothek, wir beraten Sie gern bei der Auswahl des passenden Weins.

Wein und Früchte – kann das gut gehen?

Die leichte Küche ist im Trend und im Sommer steht den Genießern der Sinn sowieso weniger nach Braten als nach Gemüse und Obst. Doch was ist mit dem passenden Wein? Ist es noch recht leicht, Wein und Gemüse zu kombinieren, trauen sich viele bei der Verbindung Wein und Früchte nicht die richtige Wahl zu. Hier können unsere Tipps helfen.

Klassisch: Sommerbowle

Bei Sommerpartys, Grillfesten oder beim gemütlichen Plausch auf dem Balkon ist eine Sommerbowle ein angenehmer Begleiter.

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(C) Rainer Sturm, pixelio.de

Wie wäre es mit Erdbeeren, Ananas, Perlwein und Mineralwasser? Einige Zweige frischer Minze steigern noch den erfrischenden Geschmack. Diese Rezeptur ist durch die Zugabe von Mineralwasser besonders bekömmlich.

Oder probieren Sie die Orangen-Limetten-Bowle: Die heiß abgespülten Biofrüchte in Achtelstücke teilen und in den Bowlekrug geben. Blätter von Orangenminze dazugeben. Nach Geschmack süßen. Dazu Cacha (Zuckerrohrschnaps) und gut gekühlten Riesling geben. Alles gut durchziehen lassen und mit reichlich Crushed Ice servieren.

Und hier noch ein Rezept für Erdbeerbowle: 500 g Erdbeeren, 4 EL Zucker, 1,5 Liter Riesling, einige Stängel Zitronenmelisse, 1,5 Liter trockenen Perlwein.

Alles im Bowlekrug zubereiten, etwa eine Stunde ziehen lassen. Dann Melissenstängel herausnehmen, dünne Scheiben einer Bio-Zitrone hinzugeben und mit Perlwein aufgießen. Wer mag, gibt vor dem Servieren einige Melissenblättchen dazu.

Mehr als Dessert: Obst, Sorbet und Obstsalat

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(C) Rainer Sturm, pixelio.de

Zu Erdbeeren passt ein Perlwein, idealerweise ein Rosé. doch auch ein Bordeaux oder ein Portwein sind passende Begleiter.

Beliebt sind auch Obstsalate. Die Früchte können nach Geschmack kombiniert werden – erlaubt ist, was gefällt. Wie wäre es mit Nüssen, Mandeln oder Kokosraspeln als Zugabe? Wer mag gibt etwas Zimt oder braunen Zucker hinzu.
Hier passen leichte Weine mit wenig Säure, zum Beispiel ein Silvaner. Auch eine Beerenauslese oder ein Eiswein sind ideale Begleiter zu Obstsalat.

Heiße Tage sind wie geschaffen für erfrischende Sorbets. Dafür können eine oder mehrere Obstsorten püriert werden. Je nach Geschmack gibt man Zucker hinzu. Bei frischen Früchten sind es 50 bis 120 Gramm auf 500 Gramm Früchte. Außerdem kommt etwas Saft oder auch Sekt in die Fruchtmasse.
Im Tiefkühlfach wird die Masse etwa vier Stunden durchgekühlt. Damit das Sorbet schön cremig wird, bitte nach jeweils einer halben Stunde durchrühren. Auch vor dem Servieren wird es noch einmal mit dem Pürierstab durchgemixt. Wenn das Sorbet in schöne Gläser gefüllt ist, kann es mit Früchten oder einigen Minzeblättern garniert werden. Hierzu passt ein Eiswein oder ein leichter Riesling.

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Wein zu Ostern – Rechtzeitig auswählen

Haben Sie das Gefühl, dass die Feiertage noch lange auf sich warten lassen? Dann denken Sie vielleicht noch gar nicht über das Ostermenü nach?
Oder bereiten Sie lieber alles rechtzeitig vor, um kurzfristige Überraschungen zu vermeiden?
Egal, wie Sie die Vorbereitungen planen – wenn die Zutaten harmonieren und der Wein das Festmahl perfekt abrundet, sind die Gäste zufrieden und die Gastgeber auch!

Osterwein – Tradition und Moderne

In der Fastenzeit, die dem Osterfest vorausgeht, verzichteten die Menschen auf Süßwaren und andere Genussmittel. Auf Wein musste allerdings früher nicht verzichtet werden, denn er galt als gesundheitsfördernd. Besonders Rotwein steht in der Vorstellung der Menschen in Verbindung mit dem menschlichen Blut.
Wer heute fastet, meidet selbstverständlich den Wein, ob rot oder weiß.
Wenn jedoch das Osterfest naht, ist die Enthaltsamkeit vorbei und der Genuss von Wein gehört für viele zu einem gelungenen Festmahl.
Doch welcher Wein ist der richtige?

Gut gewählter Genuss – Wein zum Osterfest

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(C)w.r.wagner, pixelio.de

Weißer Wein zu weißem Fleisch, roter Wein zu rotem Fleisch? Diese Regel wird immer öfter in Frage gestellt. Viele sagen, sie gilt gar nicht mehr.
Wichtiger sind beim Wein der Körper, der Gehalt an Gerbstoffen und Säure.
Wählen Sie mehrere Weine für ein Menü, beginnen Sie mit dem leichtesten und steigern die Intensität schrittweise. Der Charme eines leichten Portugiesers ist nach dem Genuss einer Spätlese sonst nicht mehr wahrzunehmen.
Speisen mit ausgeprägter Schärfe, viel Öl oder hohem Fettgehalt sind eine besondere Herausforderung für den Weinliebhaber.

Als Türöffner für die Geschmackssinne dient der Aperitif. Es ist oft ein Champagner, der mit seinem Prickeln eine perfekte Einstimmung auf kommende Genüsse ist.
Probieren Sie doch auch einmal eine Trockenbeerenauslese. Der hohe Gehalt an Restzucker belebt und mobilisiert mindestens genauso angenehm.

Von der Vorspeise bis zum Dessert – Die richtigen Begleiter

Beginnen Sie mit einem leichten Fischgericht? Dazu passt wunderbar ein trockener
Riesling Kabinett. Das Salz des Fisches betont die Fruchtnote des Weins. Bereiten Sie den Fisch auf mediterrane Art zu? Dann probieren Sie dazu einen leichten Rotwein mit fruchtiger Note.

Der Hauptgang ist zu Ostern oft ein Lammbraten, mal kräftiger, mal zarter zubereitet. Die Verwendung von getrockneten Kräutern wird immer beliebter. Die perfekte Ergänzung dazu ist ein würziger Cabernet Sauvignon. Steht eher der Eigengeschmack des Fleisches im Vordergrund, wählen Sie einen kräftigen Spätburgunder.

Osterei und Wein?

Eier sind das wichtigste Ostersymbol, auch gern auf dem Teller. Allerdings kann Wein dann ein bisschen metallisch schmecken. Verursacht wird das durch den Eidotter, der sich als feiner Film auf die Geschmacksknospen legt und sie damit hemmt. Zu einer eierhaltigen Speise wie Omelett, Soufflé oder Käseauflauf sein passt ein junger Rivaner
Wenn es Eier als Dessert sein sollen, eignen sich Schokoladeneier. Sie finden keine passenden? Dann greifen Sie zu raffinierten Pralines und überraschen Sie Ihre Gäste mit ungewöhnlichen Kombinationen. So sorgen Sie für nachhaltige Geschmackserlebnisse!

Welches Schokoladenei zum Wein?

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(C)Christina Winter, pixelio.de

Wählen Sie eine hochwertige Schokolade. Achten Sie nicht nur auf einen hohen Kakaoanteil. Palmöl, Kokosfett und andere Ersatzfette sollten nicht auf der Zutatenliste stehen. Dasselbe gilt für Konservierungsstoffe. Ohne Zucker geht es nicht, doch sollte er in Maßen enthalten sein.

• Edelbittere bis zartbittere Schokoladen mögen Rotwein.
• Ein hoher Kakaoanteil mag als Begleiter trockene Weine.
• Ein hoher Tanningehalt des Weins verträgt sich mit eher milder Schokolade.
• Ist die Schokolade recht dunkel, edelherb, dann liebt sie trockene, fruchtbetonte Rotweine.
• Vollmilchschokolade enthält bis zu 40 Prozent Kakao. Reichen Sie dazu einen edelsüßen Wein.
• Weiße Schokolade ist ebenfalls eine raffinierte Ergänzung zu edelsüßem Wein.

Schauen Sie in unsere Moselvinothek, um passende Weine für Ihr Ostermenü zu wählen!

ProWein 2015 – Die Messe und der Moselwein

Bald ist es wieder so weit: Vom 15. – 17. März findet in Düsseldorf die internationale Fachmesse ProWein statt. Sie gilt als „die professionellste Weinmesse der Welt“ und das mit gutem Grund: Nirgendwo sonst treffen sich so viele Spitzenweine aus aller Welt. Mehr als auf anderen Messen wird hier der Verkostung Raum gegeben.
Ein Mekka für alle, die professionell mit Wein zu tun haben oder einfach nur dem Wein persönlich verbunden sind. In diesem Jahr ist das Anbaugebiet Mosel so stark vertreten, wie noch in keinem Jahr zuvor.

Der Moselwein auf der ProWein

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Blick auf die Mosel (C)Rosel Eckstein, pixelio.de

Der Moselwein e.V. plant einen Gemeinschaftsstand und 48 Weingüter beteiligen sich daran. Der Bernkasteler Ring, der Klitzekleine Ring und die Jungwinzer der Moseljünger sind mit von der Partie, außerdem zahlreiche kleine und größere Weingüter.
Damit erhalten Besucher aus Handel, Hotellerie und Gastronomie eine eindrucksvolle Präsentation der Moselweine. Diese sind durch ihren besonderen Charakter zunehmend begehrt.
Rieslingweine stehen nach wie vor hoch im Kurs: Winzer von der Mittel- und Terrassenmosel, sowie von Saar und Ruwer sind mit ihren „Lieblingen“ vertreten.
Weißer und Grauer Burgunder und weniger bekannte Sorten wie Auxerrois und Elbling vervollständigen den Reigen der Weißweine.

Manches Weingut von der Mosel wird zum ersten Mal auf der ProWein zu sehen sein. Besucher dürfen sich auf eine breite Palette an charaktervollen Weinen mit eindrucksvollen Aromen freuen.

Sie finden die Moselwinzer am Stand C 59 in Halle 13 – gut 400 Quadratmeter umfasst die Ausstellungsfläche. Freuen Sie sich auf nachhaltige Begegnungen!

Über die ProWein – Zahlen, Fakten und Geschichte

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Düsseldorf, Rheinpromenade (C)Susanne Hammel, pixelio.de

4.830 Aussteller aus 47 Ländern treffen sich in diesem Jahr in Düsseldorf. Damit ist die ProWein die größte internationale Weinfachmesse.
49.030 Besucher reisen hierher, um sich über neueste internationale Weintrends zu informieren. 27.114 Besucher kommen aus Deutschland, fast 22.000 aus dem Ausland. Dabei steigt die Zahl der Besucher aus China und Hongkong besonders stark an.
Der größte Teil der Besucher gehört zu den Entscheidungsträgern: Sie wählen hier aus, welche Weine angekauft werden.

Die ProWein fand erstmal im Jahr 1994 statt und hieß damals PRO VINS. 321 Aussteller und 1517 Besucher erlebten die Premiere der künftig bedeutendsten Fachmesse mit.
1997 änderte sich der Name in ProWein und das noch heute bekannte Logo wurde präsentiert. Erstmals stieg die Zahl der Aussteller auf über 1000.

Auch ein  eigener Song gehört zur ProWein: As long as you like – Eine Liebeserklärung an den Wein.

Stoßen Sie schon jetzt auf einen erfolgreichen Messeauftritt an: In unserer Moselvinothek finden Sie die passenden Weine dafür!

Weintrends 2015 – Zeitgeschmack im Glas

„Die Mode von heute ist die Peinlichkeit von morgen“? – Dieses geflügelte Wort trifft auf den Weingeschmack weniger zu. Weinliebhaber stehen zu ihren Vorlieben, selbst wenn sich diese inzwischen verändert haben. So schnell wie beim Styling geht es beim Wein sowieso nicht, das liegt schon in der Natur des Weinanbaus.

Dennoch verändern sich Geschmäcker und es ist interessant, hier einmal genauer hinzuschauen.

Gut und gern: Der deutsche Weißwein

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(C)Alexander Dreher, pixelio.de

Der deutsche Weißwein wurde in den letzten Jahren immer beliebter. Kein Wunder, ist er doch leichter, fruchtiger und ausgewogener geworden. Damit passt er perfekt zu den neuen Essgewohnheiten: Eine leichte Küche mit fettarmer, schonender Zubereitung und exotischen Gewürzen mag harmonische Weine, die dennoch eine besondere Note haben.
Der Riesling steht hier noch immer in der ersten Reihe. Eine Rebe – viele Aromen. Die „deutsche Leitrebsorte“ punktet mit ihrem jeweils eigenen Charakter, den sie aus ihrer Anbauregion mitbringt.

Junge Winzer und Winzerinnen aus 7 Regionen haben sich zu der „Generation Riesling“ zusammengeschlossen. Das Netzwerk der bisher 400 fachlich hoch versierten jungen Weinspezialisten ist inzwischen international bekannt und hebt damit das Image des Rieslings. Auch Mosel-Winzer und Winzerinnen sind natürlich hier vertreten. Die Mitglieder sind unter 35 Jahre alt: Eine neue Generation, die neue Wege findet, um auch das junge Publikum anzusprechen.

Junge Weingenießer werden zu Weinkennern

Am Anfang steht die Neugier, das Ausprobieren. Junge Weinfreunde sind experimentierfreudig, gehen unbefangener an neue Geschmackserlebnisse heran und genießen den Wein weniger zeremoniell. Das heißt aber nicht, dass sie uninformiert sind. Ihre Offenheit für alles, was mit „ihrem“ Wein zusammenhängt – oder mit dem Weinbau überhaupt – entwickelt sich mit der Wein-Erfahrung.
Junger Wein, Spätlese oder Secco; mit positiver Offenheit finden die jungen Leute ihre Vorlieben. Dabei bleiben sie oft den Weinen ihrer Region treu.

Weine der Region

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(C)danulli, pixelio.de

Mit wachsendem ökologischem Bewusstsein geben immer mehr Menschen den Produkten ihrer Region den Vorzug. Das zeigt sich bei Verbrauchsgütern, Nahrungsmitteln und eben auch bei Weinen. Diese werden noch einmal genauer nach Herkunft unterschieden: Soll es ein Riesling mit der mineralischen Schiefer-Note von der Mosel oder eher ein säurebetonter aus dem Rheingau sein?

Die Leichtigkeit der deutschen Weine rückt immer mehr in den Vordergrund, das trifft auch auf die Rotweine zu. Immer beliebter wird der Dornfelder von der Mosel. Er ist fruchtig und dabei säurearm – der ideale Begleiter geselliger Runden.
Der samtige, süß duftende Spätburgunder von der Mosel ist schon lange kein „Geheimtipp“ mehr. Er schmeichelt der Zunge und gibt jedem Anlass „das Besondere Etwas“.

Der Weintrend 2015 setzt also fort, was schon in den Jahren zuvor begann.

Haben Sie nun Lust bekommen auf einen leichten Riesling oder einen schmeichelnden Rotwein? Dann schauen Sie in unsere Moselvinothek, hier finden Sie für jeden Geschmack den passenden Wein!

Herzlich Willkommen – Günter Jauch in den Reihen der Winzer

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(C)Anja Hofmann, pixelio.de

Im Jahr 2010 hat Günter Jauch das Weingut von Othegraven erworben, um es in der Familie zu behalten. Die sechs Angestellten hat er übernommen. Ihrer Erfahrung vertraut er, denn selbst muss er vieles über den Weinbau erst lernen. Wenn ihm neben der Tätigkeit als Fernsehmoderator die Zeit bleibt, lässt er sich von seinem Kellermeister in die Kunst der Weinerzeugung unterrichten.

Die Winzer an Saar und Mosel freuen sich über den prominenten Zuwachs in ihren Reihen. Die Popularität von Günter Jauch kommt dem ganzen Weinbaugebiet zugute, so Ansgar Schmitz, der Geschäftsführer der Winzervereinigung Moselwein e.V.
Das traditionsreiche Weingut befindet sich am Rand von Kanzem. Das Dorf an der Saar gehört zwar zu Rheinland Pfalz, wird jedoch dem Weinbaugebiet Mosel zugeordnet.

Ein malerisches Weingut mit langer Tradition

Der größte Teil der 750 Hektar großen Anbaufläche ist mit Riesling bepflanzt. Es ist ein beeindruckenden Anwesen: Auf dem malerisch gestalteten Gut steht das schlossähnliche Wohnhaus, umgeben von dem englischen Landschaftsgarten mit altem Baumbestand aus Eschen, Zedern und Zypressen. Drei Lagen gehören zum Weingut: Wiltinger Kupp, Ockfener Bockstein und Kanzemer Altenberg. Den Kanzemer Altenberg hat man beim Blick aus dem Fenster direkt vor Augen. Er hat eine Steigung von 66 Prozent, so viel wie das Matterhorn. Zudem ist er Europas längste Steillage. 15 Hektar auf dem Altenberg gehören zum Weingut der Familie Jauch. Das Weingut Othegraven führt den Titel Naturdenkmal; diese Auszeichnung wird nur wenigen Weingütern verliehen.

Die Geschichte der Anbauregion lässt sich bis in die Anfänge des Weinbaus zurückverfolgen. Die Ursprünge des Weingutes von Othegraven liegen 500 Jahre zurück. Im Jahr 1805 erwarb es der Urururgroßvater Emmerich Grach. Seitdem wurde das Weingut sechs Generationen lang in der Familie weitervererbt. Als die Nichte des Großonkels das Weingut zum Verkauf ausschrieb, entschloss sich Günter Jauch zum Kauf, um es in der Familie zu halten. Nun führt Günter Jauch mit seiner Frau Thea das Gut in der siebenten Generation. Erinnerungen und Ziele verbinden sich mit dieser Aufgabe.

Tradition und Vision

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Rieslingtraube (C)Volker Zintgraf, pixelio.de

Das Weingut von Othegraven birgt für Günter Jauch viele Kindheitserinnerungen mit Tante Maria und Großonkel Max. Die knorrigen Weinstöcke, der Park, und nicht zuletzt das Haus – sie alle sind mit der Geschichte der Familie eng verbunden.
Doch Günter Jauch wird nicht nur die Ölbilder der Vorfahren pflegen. Er hat sich vorgenommen, weiterhin Qualitätswein zu erzeugen, der über die Grenzen des Weinbaugebietes Mosel hinaus bekannt ist.

Schon vor hundert Jahren war der Wein vom Gut Othegraven der teuerste Wein der Welt. Der europäische Hochadel zählte zu den illustren Kunden des Weinguts.
Die Preise haben sich geändert, doch die Qualität soll erhalten bleiben. Das Weingut ist als erste Lage klassifiziert. Noch immer gehen Weine der höchsten Qualitätsstufe daraus hervor. Das soll auch weiterhin so bleiben. Die Steillagen mit dem Schieferboden, dazu die kühle Saar, bieten die perfekte Voraussetzung für die saartypischen Weine mit ihrem schlanken mineralischen Charakter. Auch die Prädikatsweine mit ihrer zarten Süße werden von Weinliebhabern geschätzt.

Die Weine vom Gut Othegraven werden nicht nur wegen Günter Jauchs Prominenz weiterhin hohes Ansehen genießen, sondern wegen ihrer Qualität. Doch die Bekanntheit des Fernsehjournalisten tut der gesamten Moselregion gut, die nun in der Öffentlichkeit noch mehr beachtet wird.

Günter Jauch mag am liebsten die leichten Riesling-Kabinettweine. Welches sind Ihre Lieblingsweine der Mosel- und Saar-Region? Erzählen Sie es uns auf Facebook!