Wein zu Ostern – Rechtzeitig auswählen

Haben Sie das Gefühl, dass die Feiertage noch lange auf sich warten lassen? Dann denken Sie vielleicht noch gar nicht über das Ostermenü nach?
Oder bereiten Sie lieber alles rechtzeitig vor, um kurzfristige Überraschungen zu vermeiden?
Egal, wie Sie die Vorbereitungen planen – wenn die Zutaten harmonieren und der Wein das Festmahl perfekt abrundet, sind die Gäste zufrieden und die Gastgeber auch!

Osterwein – Tradition und Moderne

In der Fastenzeit, die dem Osterfest vorausgeht, verzichteten die Menschen auf Süßwaren und andere Genussmittel. Auf Wein musste allerdings früher nicht verzichtet werden, denn er galt als gesundheitsfördernd. Besonders Rotwein steht in der Vorstellung der Menschen in Verbindung mit dem menschlichen Blut.
Wer heute fastet, meidet selbstverständlich den Wein, ob rot oder weiß.
Wenn jedoch das Osterfest naht, ist die Enthaltsamkeit vorbei und der Genuss von Wein gehört für viele zu einem gelungenen Festmahl.
Doch welcher Wein ist der richtige?

Gut gewählter Genuss – Wein zum Osterfest

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(C)w.r.wagner, pixelio.de

Weißer Wein zu weißem Fleisch, roter Wein zu rotem Fleisch? Diese Regel wird immer öfter in Frage gestellt. Viele sagen, sie gilt gar nicht mehr.
Wichtiger sind beim Wein der Körper, der Gehalt an Gerbstoffen und Säure.
Wählen Sie mehrere Weine für ein Menü, beginnen Sie mit dem leichtesten und steigern die Intensität schrittweise. Der Charme eines leichten Portugiesers ist nach dem Genuss einer Spätlese sonst nicht mehr wahrzunehmen.
Speisen mit ausgeprägter Schärfe, viel Öl oder hohem Fettgehalt sind eine besondere Herausforderung für den Weinliebhaber.

Als Türöffner für die Geschmackssinne dient der Aperitif. Es ist oft ein Champagner, der mit seinem Prickeln eine perfekte Einstimmung auf kommende Genüsse ist.
Probieren Sie doch auch einmal eine Trockenbeerenauslese. Der hohe Gehalt an Restzucker belebt und mobilisiert mindestens genauso angenehm.

Von der Vorspeise bis zum Dessert – Die richtigen Begleiter

Beginnen Sie mit einem leichten Fischgericht? Dazu passt wunderbar ein trockener
Riesling Kabinett. Das Salz des Fisches betont die Fruchtnote des Weins. Bereiten Sie den Fisch auf mediterrane Art zu? Dann probieren Sie dazu einen leichten Rotwein mit fruchtiger Note.

Der Hauptgang ist zu Ostern oft ein Lammbraten, mal kräftiger, mal zarter zubereitet. Die Verwendung von getrockneten Kräutern wird immer beliebter. Die perfekte Ergänzung dazu ist ein würziger Cabernet Sauvignon. Steht eher der Eigengeschmack des Fleisches im Vordergrund, wählen Sie einen kräftigen Spätburgunder.

Osterei und Wein?

Eier sind das wichtigste Ostersymbol, auch gern auf dem Teller. Allerdings kann Wein dann ein bisschen metallisch schmecken. Verursacht wird das durch den Eidotter, der sich als feiner Film auf die Geschmacksknospen legt und sie damit hemmt. Zu einer eierhaltigen Speise wie Omelett, Soufflé oder Käseauflauf sein passt ein junger Rivaner
Wenn es Eier als Dessert sein sollen, eignen sich Schokoladeneier. Sie finden keine passenden? Dann greifen Sie zu raffinierten Pralines und überraschen Sie Ihre Gäste mit ungewöhnlichen Kombinationen. So sorgen Sie für nachhaltige Geschmackserlebnisse!

Welches Schokoladenei zum Wein?

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(C)Christina Winter, pixelio.de

Wählen Sie eine hochwertige Schokolade. Achten Sie nicht nur auf einen hohen Kakaoanteil. Palmöl, Kokosfett und andere Ersatzfette sollten nicht auf der Zutatenliste stehen. Dasselbe gilt für Konservierungsstoffe. Ohne Zucker geht es nicht, doch sollte er in Maßen enthalten sein.

• Edelbittere bis zartbittere Schokoladen mögen Rotwein.
• Ein hoher Kakaoanteil mag als Begleiter trockene Weine.
• Ein hoher Tanningehalt des Weins verträgt sich mit eher milder Schokolade.
• Ist die Schokolade recht dunkel, edelherb, dann liebt sie trockene, fruchtbetonte Rotweine.
• Vollmilchschokolade enthält bis zu 40 Prozent Kakao. Reichen Sie dazu einen edelsüßen Wein.
• Weiße Schokolade ist ebenfalls eine raffinierte Ergänzung zu edelsüßem Wein.

Schauen Sie in unsere Moselvinothek, um passende Weine für Ihr Ostermenü zu wählen!

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Wein als Zutat – Kochen mit Wein

Wein kann so manches Gericht durch seine besondere Note abrunden. Doch was ist zu beachten, wenn wir Rot- oder Weißwein als Zutat verwenden? Wie gelingt das Kochen mit Wein? Wir haben einige Tipps zusammengestellt.

Die Auswahl der Weine

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(C)w.r.wagner, pixelio.de

Wenn Sie einen Wein gern trinken, dann eignet er sich auch zum Kochen. Das heißt, dass Sie Wein, der Ihnen nicht schmeckt, auch vom Kochen ausschließen. Andererseits ist die Investition in einen besonders hochwertigen Wein nicht nötig. Durch die Erwärmung ginge die Vielschichtigkeit des Buketts verloren.
Geschmacksintensive Rotweine eigenen sich zu dunklem Fleisch, Braten und Wild. Auch eine gehaltvolle Soße gewinnt durch die Zugabe von Rotwein.

Trockene, leichte Weißweine ergänzen mit ihrer leichten Säure alle Gerichte, die eine sahnige Note haben.
Geräuchertes und Salziges gewinnt durch die Zugabe von Wein nicht, denn die Weinaromen gehen hier vollständig unter.
Auch bei Gemüse wie Spargel, Spinat oder Artischocken verzichten Sie besser auf die Weinzugabe, damit sich die Gemüsearomen frei entfalten können. Hier wird Ihnen der Wein zum Essen eindeutig besser munden als darin.
Zu Süßspeisen passen Obstler, Liköre oder Rum besser als Wein. Es ist gar nicht schwer, mit Wein zu kochen, wenn Sie einige Tipps beachten:

Kochen mit Wein – Tipps und Tricks

Falls ein hochwertiger Wein Sie durch seinen Korkgeschmack enttäuscht hat, dann können Sie ihm beim Kochen eine Chance geben. Durch das Erhitzen verliert sich der Korkgeschmack und die Weinaromen sind nun deutlich zu schmecken.

Grundsätzlich sollte Wein sparsam eingesetzt werden – er soll die vorhandenen Aromen ergänzen, jedoch nicht dominieren.
Wenn der Wein erhitzt wird, verdampft der Alkohol, und zwar schon bei 78 Grad. Bei steigender Temperatur verdampft auch das Wasser. Die Folge davon ist, dass die Weinaromen stärker hervortreten, je länger die Garzeit ist.

Höherwertige Weine kommen mit einer kurzen Garzeit aus, einfache Weine brauchen ein wenig länger. Die Garzeit richtet sich in erster Linie nach dem Gericht. Zum Beispiel geben Sie an ein Fischgericht mit kurzer Garzeit einen „besseren“ Wein.

Haben Sie Lust darauf, etwas Neues auszuprobieren? Hier ein Rezept für vier Personen, das sich auch gut für einen festlichen Anlass eignet:

Hirschkotelett in Pflaumensoße mit Portwein

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(C)SarahC., pixelio.de

Weichen Sie 8 Backpflaumen über Nacht in Wasser ein. Braten Sie 6 – 8 mit Salz und Pfeffer gewürzte, in Mehl gewendete Hirschkoteletts von beiden Seiten kurz in Rapsöl oder Butterschmalz an. Dann gießen Sie das Fett ab. Zu den in der Pfanne befindlichen Koteletts einen Teelöffel Butter und sechs Wacholderbeeren geben, kurz braten. Die Koteletts entnehmen, im Backofen bei leichter Hitze warmhalten.
Den Bratensatz mit je drei Esslöffel Rotwein und Portwein ablöschen. 100 ml Wildfond dazugeben und leicht köcheln lassen. Dazu 100 ml. Sahne, etwas Thymian und einen Teelöffel Preiselbeeren geben, wieder etwas einkochen lassen. Schwenken Sie die eingeweichten Backpflaumen kurz in Butter, geben Sie sie dann zur Soße. Richten Sie die Koteletts auf flachen Tellern an, geben Sie die Soße darüber. Dazu passt ein leichter Salat. Als Wein wird ein körperreicher Dornfelder oder ein feinfruchtiger Spätburgunder die Mahlzeit perfekt abrunden.

Suchen Sie noch nach dem richtigen Wein für Ihr Festmahl? Wir von der Moselvinothek beraten Sie sehr gern und freuen uns auf Ihren Besuch!

Weingläser – Farben, Formen, Vielfalt – Teil I

Haben Sie schon einmal Rotwein aus einem Becherglas getrunken? Oder Portwein aus einem Rotweinglas? Zugegeben, diese Beispiele sind recht drastisch. Wer Wein mag und schätzt, weiß, dass das richtige Glas den Genuss erst möglich macht. Einige Anhaltspunkte erleichtern die Orientierung in der Vielfalt der Glasformen.

Gute Gläser braucht der Wein

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(C)Marco Barnebeck (Telemarco), pixelio.de

Glas ist das perfekte Material, um dem Charakter eines Weins gerecht zu werden. Das typische Weinglas besteht aus Kelch, Stil und Fuß. Mit dem Fuß steht das Glas stabil und gerade. Seine Größe ist auf Stil und Kelch abgestimmt.
Am Stil halten wir das Glas. Das klingt simpel, doch es hat einen tieferen Sinn: Wenn wir den Kelch direkt mit der Hand umfangen, würde sich der Wein rasch erwärmen und damit seinen Geschmack verändern.
Der Kelch entscheidet darüber, wie der Wein zur Geltung kommt. Das fängt schon bei der Farbe an: Farbige Gläser sind schön anzusehen, doch werden sie dem Wein nicht gerecht. Das Auge genießt mit, deshalb empfehlen Weinexperten die Verwendung von klaren Gläsern mit wenig Schliff.
Für Rotweingläser gibt es zwei Grundformen.

Von molligen und schlanken Gläsern

Ein weicher, gehaltvoller Spätburgunder braucht viel Platz, um sich zu entfalten. Deshalb bekommt er ein bauchiges Glas. Der Wein wird in diesem Glas so gut belüftet, dass er sein Bouquet in voller Pracht entfalten kann. Die Kugelform des Glases verhindert, dass die Aromen sich verflüchtigen.
Das kugelige Glas ist für volle, weiche Rotweine ideal, die eher geringen Tannin- und Alkoholgehalt aufweisen.

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(C)Klaus-Uwe Gerhardt, pixelio.de

Rotweine, die mehr gerbstoffbetont sind, schmecken am besten aus einem schlankeren Rotweinglas. Ein Cabernet Sauvignon würde sich in Burgunderglas „verlieren“ und eher an Profil einbüßen. Durch die schlankere Glasform verbinden sich Tannin und Alkohol mit dem kräftigen Wein und bringen ihn bestmöglich zur Geltung. Das Glas ähnelt dem für Weißwein, ist aber größer und etwas bauchiger und hat eine größere Öffnung.

Testen Sie doch einmal, wie die Glasform den Geschmack des Weines beeinflusst – Sie werden überrascht sein!

Im nächsten Teil geht es um kleine Gläser und kühle Weine.

Welche Weingläser bevorzugen Sie? Erzählen Sie es uns auf Facebook!

Das klassische Paar: Käse und Wein

Egal, ob es sich um ein spontanes Zusammensein oder eine vorbereitete Einladung handelt – Käse und Wein passen fast immer dazu. Gerade jetzt, an den langen lauen Abenden, wo wir leichte Weine und kleine Mahlzeiten den üppigen Menüs vorziehen. Wie schwer oder wie leicht ist es, die richtigen Begleiter für den gewählten Wein zu finden? Oder umgekehrt – den richtigen Wein zur Käseauswahl? Um das herauszufinden, hilft ein wenig Grundwissen über Käse.

Alles Käse – Doch jeder ist anders

 Käse wird zum Beispiel nach Art der Milch unterschieden. Der eine mag  Schafs- und Ziegenkäse besonders gern, der andere schließt diese beiden Sorten wegen der speziellen Geschmacksnoten schon für sich aus. Dann bleibt ihm noch der Käse aus Kuhmilch. Gehaltvoll oder eher nicht? Die Doppelrahmstufe hat den höchsten Fettgehalt, etwas weniger enthält die Vollfettstufe. Wer kalorienbewusst ist, entscheidet sich für die Magerstufe. Die Reifungsart hat Einfluss auf den Geschmack und die Konsistenz von Käse.
Die Milchsäurereifung und Gärungsreifung sind am meisten beliebt. Rotkulturreifung und Edelschimmelreifung sind nicht jedermanns Geschmack. Für eine Käseplatte planen Sie sechs bis neun verschiedene Geschmacksrichtungen ein. Pro Person etwa 120 Gramm.

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Guten Appetit! (C)Rolf Handke, pixelio.de

Ist die Käseplatte der Abschluss eines Menüs, genügen 90 Gramm. Käse hat mit Wein eines gemeinsam: Beide mögen es, wenn man behutsam mit ihnen umgeht. Käse mag Achtsamkeit: Frischkäse wird stets gekühlt serviert. Alle anderen Käsesorten brauchen etwa eine Stunde bei Zimmertemperatur, um ihr Aroma entfalten zu können.
Kaufen Sie den Käse im Ganzen ein, so bleibt er länger frisch. Die Käseplatte kann schon mit kleinen Käsedreiecken belegt sein. Es macht ja auch Freude, die verschiedenen Käsesorten zu drapieren und mit Trauben, Pflaumen, Oliven, Nüssen oder anderen Beigaben zu dekorieren.
Eine andere Möglichkeit ist es, den Käse im Ganzen zu präsentieren. Auch dann sind schöne Dekorationen möglich. Ordnen sie die Käsesorten in der Reihenfolge ihres Aromas an: Zuerst die milderen, dann die kräftigeren Sorten. Je Käsesorte legen Sie ein Messer bereit, damit die Gäste ihren Käse selbst portionieren können.

Den Wein wählen Sie entsprechend der kräftigsten Käsesorte aus. Fast immer ist ein milder, lieblicher Weißwein ein allgemeiner guter Begleiter. Doch es geht auch differenzierter.

Wein und Käse – So gelingt die Verbindung

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Die Qual der Wahl (C)Thommy Weiss, pixelio.de

Grundsätzlich darf der persönliche Geschmack die letzte Entscheidung treffen. Dennoch helfen einige allgemeine Regeln bei der Auswahl passender Weine. Stammen Käse und Wein aus derselben Region, harmonieren sie oftmals schon deshalb sehr gut miteinander.
Die Aromen von Käse und Wein sollten nicht stark voneinander abweichen. Das heißt, ein kräftiger Käse mag einen gehaltvollen Wein, ein zarter Käse einen dezenten Wein.
Reizvoll ist es, wenn die Geschmäcker kontrastieren. Süße Weine ergänzen säuerliche oder salzige Käsesorten. Beliebt bei Kennern sind Eisweine oder Trockenbeerenauslesen. Weine, die eher säurebetont sind, sollten zum Käse nicht gereicht werden. Milchsäure und Weinsäure sind keine verträglichen Partner und zeigen dies mit einer bitteren Geschmacksverbindung. Eine Ausnahme bildet der cremige Käse: Mit ihm harmoniert der säuerliche Wein.

Beispiele für gelungene Kombinationen

Hier geben wir Ihnen einige Anregungen, welche Weiß- und Rotweine perfekte Partner zu verschiedenen Käsesorten sind:

Die Edelpilzkäse Cambert und Brie harmonieren mit halbtrockenem oder trockenem Riesling oder frischem Grauburgunder. Als Rotwein eignen sich Spätburgunder und Trollinger.
Zu Livarot und Munster, den Weichkäsesorten mit gewaschener Rinde, können Sie trockenen Riesling oder Gewürztraminer reichen. Als Rotwein eignet sich ein kräftiger Dornfelder.
Milde Käse wie Mazzarella, Mascarpone oder Frischkäse ergänzen Sie mit leichtem Silvaner oder Weißburgunder. Als Rotwein ist hier wieder Spätburgunder eine gute Wahl.
Zu Schnittkäse wie Edamer und Tilsiter passt ein Weißburgunder oder ein trockener Riesling. Ist der Käse etwas kräftiger, verträgt er gut einen Gewürztraminer. Als Rotwein passt harmoniert ein leichter Spätburgunder.
Hartkäse wie der beliebte Emmentaler, Cheddar oder Parmesan, wird gut ergänzt durch einen Kerner oder eine Riesling-Auslese. Der Rotwein sollte samtig sein und wenig Tanin enthalte, wie zum Beispiel der Dornfelder.

Wir wünschen Ihnen stimmungsvolle Sommerabende! Schauen Sie doch wieder einmal in unsere Moselvinothek und lassen Sie sich von dem Angebot anregen; wir freuen uns auf Sie!

Das Weinland Württemberg – Vielfalt ist Trumpf

Das viertgrößte Weinbaugebiet liegt in Baden-Württemberg im Süden Deutschlands. Über 11.500 Hektar Anbaufläche finden sich zwischen Neckartal, Heilbronn, Stuttgart und dem altehrwürdigen Tübingen. Zwei große Gebiete bilden das berühmte Rotweinland: Baden erstreckt sich 400 Kilometer weit vom Bodensee über das Rheintal bis nach Taubenfranken. Württemberg, verläuft von der Schwäbischen Alb über das Heilbronner Becken und am Neckar entlang bis zu Kocher, Jagst und Tauber.
Hang- und Steillagen überwiegen hier, so dass die Pflege der Weinflächen eine Herausforderung ist und höchsten Einsatz verlangt. Doch die Mühe lohnt sich: Das Weinbaugebiet Württemberg ist für seine Sortenvielfalt mit feinen Aromen bekannt.

Burgunderland und Rotweinparadies

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Lust auf rote Trauben (C)Rainer Sturm, pixelio.de

Baden gehört in dieselbe Weinzone wie das Elsass und die Champagne.
Hier gedeihen Weiß- und Grauburgunder und natürlich Spätburgunder. Doch auch Müller-Thurgau, Riesling und Silvaner fühlen sich äußerst wohl in dem sonnig-warmen Klima. Kenner schätzen die Kreativität der Winzer, die sich in edlen Tropfen wie Merlot, Cabernet Sauvignon zeigt und auch auf internationalem Parkett besteht.
Württemberg ist das Rotweinparadies. Nirgendwo sonst in Deutschland werden so viele rote Trauben angebaut, allen voran der Trollinger. 70 Prozent der Anbaufläche ist mit roten Trauben bebaut.
Eine der kreativen Schöpfungen ist der Schillerwein, der aus blauen, roten und weißen Trauben gekeltert wird.
Die gesamte Region ist vom milden Klima verwöhnt und durch die geschützte Lage bevorzugt. Die Muschelkalk-Böden bieten ideale Voraussetzungen für das Gedeihen aromatischer Trauben mit feinen Fruchtnoten. Jede Lage hat ihren speziellen Charakter. Es gibt viel zu entdecken in der traditionsreichen Region.

Der Württembergische Weinwanderweg – „Immer den roten Trauben nach“

Mit 470 Kilometer der längste Weinwanderweg Deutschlands, führt er von Aub nach Esslingen. Seit 25 Jahren gibt es ihn schon. Die Wege sind gut ausgebaut und lassen sich leicht gehen. Der Wanderer schaut den Winzern über die Schulter oder genießt den herrlichen Ausblick.

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Weinbau in Neckartal(C)Roberta M., pixelio.de

Entlang der Tauber führt der Weg durch das Taubertal. Ein kulturelles Highlight ist hier Schloss Weitersheim mit seinem beeindruckenden Barock-Garten. In Löwenstein lohnt es sich, die Burg zu besichtigen. Die Burgruine Weibertreu bietet nicht nur einen wunderbaren Ausblick über die Landschaft sondern auch die Legende von mutigen Frauen, die im Jahr 1140 ihre Männer vor der Hinrichtung retteten. Alljährlich erinnern Festspiele an diese Begebenheit.
Der Weg führt weiter entlang der Weinberge durch beschauliche Weindörfer, die zum Verweilen einladen. Natürlich fehlt es nicht an Gelegenheiten, einen guten Tropfen zu probieren, verbunden mit einer leichten Mahlzeit oder einem zünftigen Gericht.
Üppige Flora und Fauna sind rechts und links des Weges anzutreffen.
Im Weinbaumuseum in Erlenbach erfährt der Interessierte vieles über die Winzer und die Geschichte des Weinbaus im Weinbaugebiet Württemberg.

Weinbau mit Tradition

Schon im zweiten Jahrhundert wurde in den kleinen Ortschaften Wein angebaut. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 766. Hier wird das Kloster Lorsch erwähnt. Das Kloster wurde vom fränkischen Gaugrafen Cancor u seiner Mutter Wiliswinda als Abtei Lorsch gegründet. Das Museumszentrum Lorsch bewahrt die Zeugnisse von einst.
Ein Besuch hier lohnt sich und birgt so manches Aha-Erlebnis.
Mit der Entstehung weiterer Klöster breitete sich der Weinbau immer mehr aus. Seinen Höhepunkt erreichte er im Mittelalter. Damals wurde Wein auf 45.000 Hektar Fläche angebaut. Durch die folgenden Kriege schrumpfte die Anbaufläche schrittweise auf heute 20 Prozent von damals.
Das Weinbaugebiet Württemberg hat heute einen festen Platz im deutschen Weinbau. Es lohnt sich, hier auf Entdeckungsreise zu gehen.

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Sonne satt und beste Weine – Das Weinbaugebiet Baden

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Badisches Rebland by Uschi Bohse, pixelio.de

Wussten Sie, dass Baden als einziges deutsches Weinbaugebiet zur Weinbauzone B der Europäischen Union gehört? Diese Kategorie für Weinbaugebiete mit leicht mediterranem Klima teilt sich Baden zum Beispiel mit dem Burgund und der Champagne. Das sagt eigentlich schon alles über Lage, Bodenbeschaffenheit, Klima und die traditionelle und moderne Weinbaukunst. Diese Faktoren wissen die Winzer so zu nutzen, dass sie aus ihren Reben die besten Weine erzeugen.
Die Region ist die wärmste und sonnenreichste Weinbauregion Deutschlands. Die richtige Menge an Niederschlag tut ihr Übriges.

Gehaltvolle Weine aus dem Süden

Baden ist mit 15.700 Hektar das größte deutsche Weinbaugebiet. Es verläuft auf einer Länge von 400 Kilometern entlang des Oberrheins bis an die Staatsgrenze bei Basel. Damit ist es auch das längste Weinbaugebiet. Auch einige kleine Weinorte am Bodensee und im fränkischen Taubertal zählen dazu. Und noch ein Superlativ gehört zu Baden: Es ist das südlichste und sonnenreichste Weinbaugebiete.
Je nach Lage sind verschiedene Rebsorten präsent: In der Ortenau, mittig gelegen, gedeihen Spätburgunder und Riesling. Im Süden – Kaiserstuhl, Tunberg und Breisgau – sind vor allem weiße und rote Burgunder heimisch. Spätburgunder und Müller-Thurgau fühlen sich im Markgräflerland und an der Grenze zur Schweiz am wohlsten.
Der größte Anteil an deutschem Spätburgunder kommt aus Baden. Samtig und kraftvoll sind die Weine und erfreuen sich großer Beliebtheit. Baden sieht sich als Burgunderland, und das mit Recht.

Der Kaiserstuhl – Die bekannteste Weinlage in Baden

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Kaiserstuhl by Sven Richter, pixelio.de

Die wärmste Region Deutschlands trägt Grau- und Spätburgunder, Silvaner, Gewürztraminer und Muskateller. Durch das Klima und den Lös- und vulkanverwitterten Boden geprägt, sind die Trauben besonders charaktervoll und reichhaltig. Hier bestimmen die Terrassen das Landschaftsbild, einst mühsam von Winzern angelegt, um den Boden festzuhalten.
Jährlich zieht es zu dieser vulkanischen Erhebung im Oberrheingraben viele Touristen. Sie genießen die Landschaft, die zu Ausflügen einlädt. Ob mit dem Rad oder auf einer der Weinwanderrouten – die Erholung ist hier garantiert. Zahlreiche Weinorte laden zum Entdecken ein. Wer die vielfältige Flora und Fauna erlebt, wird begeistert sein. Und – auch das sei erwähnt – zum erstklassigen Wein verführen in liebevoll geführten Gasthäusern gehaltvolle Mahlzeiten. Wer kann schon widerstehen bei Zwiebelkuchen und Ofenschlupfer? Zum guten Tropfen ein gutes Mahl – hier versteht sich auf kulinarische Genüsse und sonnige Lebensart.

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Sushi und Wein – eine achtsame Freundschaft

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Leckere Sushiplatte (C)magicpen_pixelio.de

Die warme Jahreszeit hält Einzug in unsere Breiten und bringt die Vorliebe für leichte Speisen mit. Die japanische Küche mit ihrem Sushi gehört für uns längst dazu und hat sich hier seit Mitte des 20. Jahrhunderts ihren Platz und zahlreiche Liebhaber erobert. Dabei wandeln wir die Tradition ab: Wir essen unser Sushi meist nicht mit den Händen, sondern gerne auch mit Stäbchen. In geselliger abendlicher Runde mögen wir außer Grünem Tee oder dem leichten japanischen Bier auch ein Glas Wein dazu. Doch hier die richtige Note zu finden, ist gar nicht so einfach, will man dem Sushi gerecht werden.

Der Wein zum Sushi ist leicht und frisch

Sushi ist eine Geschmacksexplosion aus säuerlichem Reis und würziger Soße zu verschiedenen Fisch- und Gemüsesorten mit frischem oder exotischem Geschmack. Wasabi, der japanische Meerrettich, ist noch schärfer als unser einheimisches Gewächs gleichen Namens.
Ob Ura-Maki, Futo-Maki oder Hoso-Maki – Sushi ist in jedem Fall eine bunte Geschmackskomposition. Die salzige Sojasoße ist eine starke Ergänzung. Die Japaner verwenden sie sehr sparsam. Mit etwas Wein verrührt, wird sie milder und zur gewählten Weinsorte harmonischer.

Frische, leicht fruchtige Weine mit wenig Alkohol und Tanin sind gute Partner für ein Sushi. Junge säurearme Weine lassen den Aromen der Speisen den Raum, sich zu entfalten.
Gut gewählt sind Riesling, Weißburgunder oder leichte Rotweine.

Ein Spätburgunder mit wenig Gerbsäure kann ebenfalls ein reizvoller Begleiter sein.

Sushi zu Hause

Sushi wird meist außer Haus gegessen, Sushi-Bars oder Restaurants bieten eine vielfältige Auswahl an. Doch es kann auch schön sein, für sich und seine Gäste ein Sushi selbst zuzubereiten. Die Zutaten gibt es im Asiageschäft.
Hier zwei Rezepte, die auch mit wenig Erfahrung gelingen:
Nigiri Sushi mit Lachs
Für 16 Rollen werden 400 g fertiger Sushi-Reis und 200 g Lachs benötigt. Zum Anfeuchten der Hände nimmt etwas Reisessig.
Sushi-Reis (im Asia-Geschäft erhältlich) zu ca 1,5×4 cm großen Röllchen formen
Lachs in Scheiben schneiden, (ca. 2 x 5 cm) sparsam mit Wasabi bestreichen und mit dieser Seite auf die Reisbällchen drücken
Dazu passen Sojasoße, Wasabipaste und eingelegter Ingwer.
Kappa Maki:
Für 24 Rollen werden 400 g Sushireis, zwei Noriblätter (Algenblätter) und eine halbe Salatgurke benötigt. Die Rolle wird mit einer Bambusmatte hergestellt.
Die Gurke schälen, entkernen und in Streifen schneiden.
Ein Noriblatt (Algenblatt) halbieren und auf einer Bambusmatte (Asia-Geschäft) ausbreiten.
100 g Sushireis wird in einem Streifen ca. 2 cm breit und 0,5 cm hoch dem Nori-Blatt verteilt. Die Hände zuvor mit etwas Reisessig anfeuchten. Ein Streifen vom Noriblatt bleibt frei zum Verkleben der fertigen Rolle..
Auf der Reisfläche Gurkenstreifen verteilen.
Mit der Bambusmatte das Ganze einrollen und den Rand des Noriblattes zum Verkleben etwas anfeuchten..
Die Rolle mit einem scharfen Messer in sechs Stücke teilen.
Auch hier kann man Sojasoße, Wasabipaste und eingelegter Ingwer reichen.
Ein leichter Riesling rundet die Mahlzeit fein ab.
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