Lecker kochen mit Wein

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Sie bekommen heute Abend Gäste und möchten ein bisschen Eindruck machen? Es soll bloß nichts Gewöhnliches sein, was Ihnen heute auf den Tisch kommt? Ein guter Wein im Essen macht nicht nur Eindruck, sondern verwandelt dieses zu einem Geschmackserlebnis der besonderen Art!

Ein unkompliziertes Rezept mit Rotwein ist zum Beispiel Pasta. Egal ob mit oder ohne Hackfleisch:  Ein guter Schuss Rotwein gibt jedem roten Pastagericht den besonderen Kick – probieren Sie es einmal aus! Nehmen Sie einfach passierte Tomaten, etwas Salz und Pfeffer, Oregano und ein halbes Glas Rotwein – mehr braucht es nicht. Wenn Sie mögen, dann nehmen Sie auch noch etwas Hackfleisch dazu oder servieren das Gericht einfach vegetarisch.

 

Weißwein passt natürlich ebenfalls hervorragend zu Pasta. Wie wäre es mit Pasta in Weißwein-Sahnesauce? Dazu nehmen Sie einfach Knoblauch, Weißwein, Sahne und etwas Salz und Pfeffer sowie Garnelen oder einen Fisch nach Wahl – et voilá – Sie haben eine hervorragende Weißweinsauce gezaubert.

 

Möchten Sie ihr Dessert ein wenig aufpeppen, so probieren Sie doch einmal ein Buttermilchmousse mit Himbeeren und Weißwein. Dazu benötigen Sie lediglich Gelatine, Buttermilch, Puderzucker, eine Zitrone, Sahne, Himbeeren, Zucker und Weißwein. Weichen Sie 4 Blatt Gelatine ein, und verrühren Sie 500ml Buttermilch mit 75g Puderzucker. Pressen Sie dann die Zitrone aus und erhitzen diesen Saft, bevor er dann zusammen mit der Gelatine unter die Buttermilch gerührt wird. Weiterhin geben Sie 300 Gramm Himbeeren dazu und 50 ml Weißwein. Wenn Sie mögen, dann können Sie die Masse durch ein Sieb geben, so erhalten Sie eine samtige Weißwein-Himbeeren Sauce.

 

Grundsätzlich gilt übrigens für Weine, dass sie zu nahezu jedem Essen gut schmecken, und natürlich auch darin. Haben Sie also keine Hemmungen, Ihre eigenen Rezepte einfach mal durch einen Schuss Wein aufzuwerten. Seien Sie mutig, und probieren Sie ein bisschen herum, denn Sie können hier fast nichts falsch machen.

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Eine Frage des Alters – Wein in den besten Jahren

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Wein und sein Alter, das ist immer wieder so ein Mysterium. Gerne spricht man von den guten alten Weinen, die auch schon mal mehr als 10 Jahre lagern dürfen, ohne an Geschmack zu verlieren und ihren vollen Geschmack manchmal auch erst nach ein paar Jahren entfalten. Dann gibt es da wieder die Weine, die schon nach relativ kurzer Zeit geschmacklich nicht mehr viel hergeben. Man hat gerade das Gefühl, sie sofort trinken zu müssen, damit man das volle Geschmackserlebnis erhält.

Der junge Weißwein und der alte Rotwein

Im Hinblick auf das Alter eines Weines hört man auch immer wieder, dass es gerade die Rotweine sind, denen eine längere Lagerung gut tut, während Weißweine eine solch eher schlecht verkraften. Diese Aussage hat zwar ganz bestimmt einen wahren Kern, schließlich reagiert der Weißwein deutlich schneller mit Sauerstoff und oxidiert, als der Rotwein. Und letzterer ist oft schon wegen seines meist höheren Alkoholanteils und des Taningehalts einer langen Lagerung gewachsen, aber verallgemeinern kann man das ganz bestimmt nicht. Hier teilen sich die Geister – und die Geschmäcker – nur allzu gern und wo es dem einen vielleicht schon zu alt ist, fängt bei dem anderen der geschmackliche Reiz gerade erst an.

Ich möchte an dieser Stelle also kurz festhalten: Rein theoretisch wird ein Rotwein mit dem Alter besser, der Weiße hingegen ist jung am beeindruckendsten. Aber wie gesagt: Alles nur Theorie. Denn letztendlich hängt es auch vom Jahrgang des jeweiligen Weines ab, ob er für eine lange Lagerzeit geschaffen ist. Die Qualität des Selbigen hat da auch noch eine ganze Menge mitzureden und dann ist da ja auch noch der kleine, aber nicht zu vergessene Aspekt des individuellen Geschmacks.

Gut gebettet – so wird Wein gelagert

Geschmacksache hin oder her – was aber definitiv eine große Rolle spielt, ist die Lagerung. Denn normalerweise bleibt ein guter Wein nur ein guter Wein, wenn er eine angemessene Lagerung erleben darf. Denn Wein reift auch in der Flasche noch. Um ihn an diesem Reifeprozess nicht zu hindern und seiner Qualität nicht zu schaden, muss er eben auch richtig gelagert werden.

Der Wein korkt!

Damit das unseren Weinen nicht passiert, werden die Weine mit Korkverschluss im Liegen gelagert. Das hat zum Vorteil, dass der Korken immer schön feucht bleibt. Dadurch ist er länger haltbar, er wird nicht so schnell spröde und damit undicht. Und solange der Korken dicht ist, besteht auch nicht die Gefahr, dass Sauerstoff in die Flasche eindringt und den Wein geschmacklich ruiniert. Wer sich zusätzlich absichern möchte, um nicht seiner Geschmackserlebnisse beraubt zu werden, der kann die Flaschenöffnung zusätzlich mit einer Mischung aus Kerzenwachs und Siegellack präparieren.

Ist der Korken aber schon bröckelig, bleiben Ihnen nur zwei Möglichkeiten: Den Wein genießen oder den Korken ersetzen. Sollte Ihnen gerade kein Fachbetrieb zum Umkorken zur Verfügung stehen, dann dürfen Sie sich auf eine hoffentlich noch gute Flasche Wein freuen. Dieses Problem haben Sie beim Schraubverschluss natürlich nicht und auch Glasschliffverschlüsse sind für die lange Lagerung von Wein bestens geeignet und verhindern, dass der Wein den Geschmack des Korks annimmt.

Hier fühlt sich der Wein wohl

Ist das mit dem Verschluss erst einmal geklärt, geht es die Umgebung des Weines. Seinen Lagerraum. Dieser sollte am besten dunkel, nicht zu trocken und konstant kühl sein. Denn größere, relativ kurzfristige Temperaturschwankungen mag unser Lieblingsgetränk aus dem Saft der Traube so gar nicht. Zu feucht darf es auch nicht werden, denn sonst kann der Korken anfangen zu schimmeln und das ist ganz bestimmt kein freudiges Ereignis.

Kellerräume eignen sich in der Regel sehr gut für den Wein. Seine Lagerstätte sollte er allerdings nicht mit anderen, geruchsintensiven Dingen, wie zum Beispiel Heizöl, Zwiebeln oder Waschmittel teilen, denn er neigt dazu, Gerüche anzunehmen. Auch mag er es gerne standfest, damit sein Reifeprozess nicht durch Erschütterungen behindert wird. Ein wackeliges Regal kommt also zur Lagerung des Weines nicht infrage.

Sie sehen, der Wein ist ein anspruchsvolles Genussmittel, beschert uns aber unglaubliche Gaumenfreuden. Da nehmen wir das bisschen Aufwand doch gerne in Kauf und geben ihm, was er braucht, damit er uns mit seinen einzigartigen Aromen verzaubert.

Wein und seine (perfekte) Trinktemperatur

Im Sommer haben wir es gerne warm, wenn nicht sogar heiß und der Winter sollte knackig kalt sein. Doch wie stehen wir, wenn es um den Wein geht, zur Temperatur? Was die perfekte Trinktemperatur für Wein angeht, gehen die Meinungen oft ganz weit auseinander und nicht selten ist Althergebrachtes gar nicht mehr so aktuell, wie wir vielleicht meinen.

Zimmertemperatur oder frisch aus dem Kühlschrank – wann schmeckt Wein am besten?

Grundsätzlich werden mir die meisten wohl zustimmen, wenn ich behaupte, dass Weißwein eher kalt, Rotwein jedoch etwas wärmer getrunken wird. Aber was heißt jetzt eigentlich „eher kalt“ und „etwas wärmer“?

Ein Mythos aus der Welt der Weine ist, dass Rotwein bei Zimmertemperatur getrunken werden soll. Doch Zimmertemperatur ist eine ziemlich ungenaue Angabe, erst recht, wenn wir bedenken, dass dieser Mythos schon recht alt ist, so alt, dass es vielleicht noch gar keine Heizung gab. Wir sprechen hier also nicht von einer Raumtemperatur von gemütlichen 21 °C, wie wir sie aus unserem Wohnzimmer kennen, sondern vielleicht nur 18 °C oder kälter. Und dann ist Rotwein ja auch nicht gleich Rotwein, sodass man das wohl gar nicht pauschal sagen kann. So kommt es vor, dass der eine Rotwein seinen vollen Geschmack bei 18 °C entfaltet, während der andere guten Gewissens etwas kälter verkostet werden sollte. Und gerade die leichteren unter den Rotweinen, bevorzugen für ihre volle Geschmacksentfaltung auch eher die niedrigeren Temperaturen. 14 –16 °C können hier durchaus angebracht sein.

Oft wir Weißwein direkt aus dem Kühlschrank verkostet. Wir sprechen hier von Temperaturen, die meist knapp über 7 °C liegen. Für einen guten Weißwein ist das aber oft schon viel zu kalt. Hier gilt, je aromatischer und schwerer der Wein, desto wärmer darf er sein. Sogar mit Temperaturen zwischen 10 und 14 °C können Sie hier genau richtig liegen. Allgemein ist es also sicher gut, den Wein nicht frisch aus dem Kühlschrank zu servieren, sondern besser mal noch ein klein bisschen zu warten.

Warum sind wir überhaupt auf der Suche nach der perfekten Trinktemperatur?

Diese Frage ist ganz einfach beantwortet: Wir lieben unsere Weine und möchten sie möglichst vollständig auskosten. Der Genuss steht hier ganz weit oben. Ist der Wein aber zu kalt, dann kann er ganz schnell an Geschmack verlieren. Ist er zu warm, können sich manche Nuancen oder Geruchsnoten, vor allem aber der Geschmack von Alkohol, zu stark hervorheben, was die Komposition negativ beeinflussen kann. Nur bei der richtigen Temperatur kann sich das Aroma vollständig entfalten. Damit wir also nicht unseres einzigartigen Geschmackserlebnisses beraubt werden, benötigen wir die perfekte Trinktemperatur.

Wie finden wir die für uns perfekte Trinktemperatur?

Hier gilt ganz klar das Sprichwort „Probieren geht über Studieren“. Denn letztendlich hängt die Temperatur nicht nur vom Wein ab, sondern auch vom ganz individuellen Geschmack. Sie haben die für sich perfekte Trinktemperatur gefunden, wenn Ihnen der Wein am besten schmeckt. Denn der Geschmack ist letztendlich das, was zählt.

WWW.FACEBOOK.COM/PICTURESBYPHILIPK.DENoch ein kleiner Tipp von meiner Seite: Wenn Sie noch nicht wissen, welche die perfekte Trinktemperatur ist, gilt, besser zu kalt als zu warm. Apropos zu kalt. Wenn Ihnen ein Wein mal etwas zu sauer ist, dann kann es auch helfen, ihn ein bisschen kühler als sonst zu genießen. Dadurch wird die Säure etwas unterdrückt.

Besuchen Sie uns in der Moselvinothek, wir beraten Sie gerne, natürlich auch, was die richtige Trinktemperatur angeht. Wenn Sie lieber ganz gemütlich Zuhause die perfekte Trinktemperatur ermittlen, können Sie Ihren Wein online bestellen, in unserem Onlineshop mit einer großen Auswahl an köstlichen Moselweinen.