Bacchus – Der Gott des Weins

„Per Bacco!“, das ist noch heute ein Trinkspruch in Italien. Er bedeutet soviel wie „Beim Bacchus“ und hat dem römischen Weingott ein Denkmal gesetzt. Wir alle kennen den lebensfrohen, etwas beschwipsten Gott, der ein Symbol für Lebensfreude und Genuss darstellt. Die Römer haben ihn von den Griechen übernommen. Dort hatte er den Namen Dionysos und entsprach keinesfalls dem Idealbild eines Gottes.

Die Geschichte von Bacchus

Göttervater Zeus und die Menschenfrau Semele gelten als die Eltern von Dionysos. Seinen Platz im Olymp nahm er aber nicht ein, stattdessen war er auf Reisen und interessierte sich für den Anbau von Wein. Er galt als unbeschwert, gutmütig und hilfsbereit.

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(C)Rolf Handke, pixelio.de

Lateinisch heißt Dynonysos „Bakchos“, daraus wurde bei den Römern dann Bacchus. Er war der Gott des Weines, der Fruchtbarkeit, der Ekstase.
Kein Wunder, wurde er doch von Nymphen aufgezogen. Grund war Hera, die eigentlich die Gattin von Zeus war. Zeus wusste um ihre Eifersucht auf Semele und das gemeinsame Kind. Hermes, der Götterbote, sollte das Kind beschützen. Er gab es zu den Nymphen, die ihn erziehen sollten.

So hatte Bacchus ein Gefolge von Nymphen und Satyrn um sich. Mit ihnen zog er durch das Land, um den Menschen den Weinbau nahezubringen. Das machte ihn bei den Menschen beliebt. Die Römer gaben ihm zu Ehren in jedem Frühjahr opulente Feste, die Bacchanalien.

Die Bacchanalien – Ein Kult kommt und geht

Bei diesen Anlässen floss nicht nur der Wein, sondern auch berauschende Substanzen waren mit im Spiel. Und während bei anderen religiösen Festen Männer und Frauen getrennt feierten, waren während der Bachanalien beide Geschlechter zugelassen.
Die Römer verehrten ihre Götter, doch gab es keine Bestrebungen, es ihnen gleich zu tun. Die Bacchus-Feste waren da eine Ausnahme und schon deshalb nicht gern gesehen. Wegen der zunehmenden Ausschweifungen verbot der römische Senat diese Feierlichkeiten. Das war, laut Überlieferungen, im Jahr 186 v. Chr.
Gut 100 Jahre später war das Verbot schon wieder Vergangenheit. Julius Cäsar soll es zu verdanken sein, dass die rauschenden Frühjahrs-Feste wieder zelebriert werden durften. Ab jetzt wurde der Gott des Weines und der Fruchtbarkeit zur Weinlesezeit gefeiert.

Bacchus – Licht und Schatten des Weingenusses

Bis heute hat Bacchus als Symbolfigur des Weingenusses seinen Platz in unserer Weinkultur. Doch er steht nicht nur für den angenehmen Genuss, die lebensbejahende Einstellung und die wohltuende Wirkung des Weins. Er erinnert auch für die negativen Folgen aller Ausschweifungen im Zusammenhang mit dem Wein und mahnt: Ein „Zuviel des Guten“ kann die Sinne vernebeln und Wahnvorstellungen auslösen.

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(C)JörgBrinckheger, pixelio.de

Berühmte Künstler wie Leonardo da Vinci und Michelangelo haben ihn dargestellt. Früher war er als älterer Mann mit üppigem Bartschmuck zu sehen. Spätere Darstellungen zeigen auch einen jungen Bacchus, der mit Efeu bekränzt ist und einen Trinkbecher in der einen und einen mit Weinreben geschmückten Stab in der anderen Hand hält.

Die Renaissance erschuf einen lebensfrohen, geselligen Bacchus. Er verkörpert die Lebensfreude und man mag sich fast vorstellen, wie mit jedem „Per Bacco!“ ein Lächeln sein rundes Gesicht erstrahlen lässt.

Und bis heute ist bei jedem Fest der Geist des Bacchus mit dabei – er fördert die Lebensfreude, warnt aber auch vor den Folgen von Ausschweifungen.

Suchen Sie einen guten Wein für ein stimmungsvolles Fest? In unserer Moselvinothek finden Sie eine gut sortierte Auswahl. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Göttlicher Wein

Der Wein – ein einzigartiges Getränk, das uns immer wieder unglaubliche Geschmackserlebnisse beschert. Und wir sind lange nicht die Ersten, die ein köstliches Gläschen Wein zu schätzen wissen. Schon lange vor unserer Zeit wurde der Wein hochgelobt und ausgiebig verzehrt. Unsere Vorfahren, seien es die im alten Ägypten, die weisen Griechen oder die kampferprobten Römer, liebten den Wein mindestens genau so sehr wie wir jetzt. So sehr, dass sie im eigens einen Gott zur Seite stellten. Oder besser gesagt gleich mehrere, denn sie alle hatten da so ihre Vorstellungen, und einen Gott zu teilen kam da ganz sicher nicht infrage.

Der wohl bekannteste göttliche Repräsentant des Weins ist Bacchus. Der römische Gott ist der Inbegriff der feucht fröhlichen Feierlichkeiten. Nur zu gerne wird er in der Kunst als Betrunkener dargestellt, der ganz gewiss kein Glas des kostbaren Saftes der Traube verschmähte.

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(C) Rzoeller, Pixelio.de

Etwas göttlicher und zurückhaltender kommt da Dionysos daher. Der Gott der Griechen weiß ein gutes Glas Wein zwar mit Sicherheit genau so sehr zu schätzen, wie der römische Bacchus, wirkt aber in seiner Darstellung eher etwas gediegener. Doch der Schein trügt. Denn der Gott des Weines, der Fruchtbarkeit und Ekstase ist, als jüngster Gott der Griechen, sicher kein langweiliger Geselle. Auch wie man feiert, weiß Dionysos nur zu gut. Seine Feste waren vor allem religiös angehaucht, was wohl daher rührt, dass der Wein in der griechischen Antike Gegenstand religiöser Verehrung war.

Auch in Ägypten wusste man ganz genau, wem die Weinopfer kredenzt werden mussten. Und zwar Osiris. Er ist zwar nicht in erster Linie Weingott – man kennt ihn vor allem als Gott des Jenseits, der Fruchtbarkeit und der Wiedergeburt – aber so ein Gott ist ja auch gut und gerne mehreren Aufgaben gewachsen.

Die „Ekstase“, die durch den Genuss von Wein hervorgerufen wird – das werden die meisten wohl nur zu gut kennen 🙂 – hat den Wein in zahlreichen Kulturen zum wichtigen Bestandteil ritueller Praktiken gemacht. Seine Aufgabe war es in den antiken Mythologien unter anderem, eine Nähe zu einem bestimmten Gott zu schaffen (dafür sorgte dann die Ekstase). Anders als heute war zu dieser Zeit nicht etwa ein Winzer allein zuständig für die Weinherstellung, der mehr oder weniger schalten und walten konnte, wie es ihm beliebte. In der Antike spielten hier zahlreiche religiöse Normen eine wichtige Rolle. So wurde der Beginn der Ernte beispielsweise von einem Priester festgelegt und auch sonst hatte die Religion bei der Weinherstellung ihre Finger mit im Spiel.

Das war es auch schon wieder für diese Woche. Besuchen Sie uns doch in unserer Vinothek – vielleicht begegnen Sie dort auch dem ein oder anderen Weingott, der sich ein Glas Moselwein genehmigt 🙂

Sommer und Wein

Die hochsommerlichen Temperaturen steigen mal wieder in die Höhe, der Himmel strahlt in ungetrübtem Blau. Egal, ob wir dieses einzigartige Wetter nun von Zuhause aus oder aus einem kleinen Urlaubsparadies genießen – wobei das Eine das Andere nicht unbedingt ausschließen muss – so wirklich perfekt wird es doch erst mit dem perfekten Glas Wein. Haben Sie den entsprechenden Wein für diese Gelegenheit bereits gefunden? Wenn nicht, dann haben wir ihn aber ganz bestimmt in unserem Keller.

Zum Beispiel aus dem Weingut Keltenhof. Rieslinge, Weißburgunder, Dornfelder und Rivaner entspringen Jahr für Jahr dem Bremmer Weingut. Allesamt zeugen sie von der Leidenschaft der fleißigen Winzer und dem besonderen Terroir der Mosel.

Hild Weine gibt es auch in unserem Keller. Und zwar aus dem Weingut Johann Hild. Der Familienbetrieb aus Wincheringen kommt mit 100 Jahren Weinbautradition daher und überzeugt mit einer sehr guten Kombination aus Tradition und Fortschritt.

Auch der Moselort Brauneberg steht seit jeher für erstklassige Weine. Dafür sorgt unter anderem auch das Weingut Martin Conrad. Hier ist die Weinbautradition schon weit mehr als 400 Jahre alt und auch die Weine selbst stammen aus traditionsreichen Steillagen wie Brauneberger Juffer und Brauneberger Juffer Sonnenuhr.

Das Weingut Sausen hat ebenfalls dafür gesorgt, dass wir einen vollen Keller haben. Der Familienbetrieb aus Traben-Trarbach hat sich vor allem der Rieslingtraube verschrieben, glänzt aber auch mit Bacchus, Rivaner und Spätburgunder.

Genug von hochsommerlichen Temperaturen? Der Keller unserer Moselvinothek bietet nicht nur rund 150 Weine, sondern auch angenehm kühle Temperaturen. Kommen Sie vorbei und statten Sie uns einen Besuch ab oder hinterlassen Sie Ihre Urlaubsgrüße auf unserer Facebook-Seite … wir freuen uns über jeden Einzelnen!

Winzer aus dem Vinothekskeller

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Auch heute werfen wir noch einmal einen Blick in unseren Weinkeller und schauen, welche Weingüter sich dort noch so finden lassen. Fast 40 Winzer aus dem Weinbaugebiet Mosel haben wir Ihnen bereits vorgestellt, aber das sind noch lange nicht alle. Schließlich bieten wir Ihnen eine Auswahl aus über 150 der köstlichsten Weine von Mosel, Saar und Ruwer. Da werden schon ein paar mehr Weinerzeuger benötigt.

Eines der zahlreichen Weingüter, die es in unser Sortiment geschafft haben, ist das Weingut Rosenhof. Sauvignon Blanc, Chardonnay, Riesling, Müller Thurgau, Weißer Burgunder, Bacchus, Cabernet Sauvignon, Mons Meillis, Blauer Spätburgunder … die Liste an erstklassigen Weinen, die das Weingut Rosenhof bietet, ist lang und fast eben so lang ist auch die Liste an Auszeichnungen, die diese Traubenerzeugnisse dem Weingut bereits beschert haben.

Auch das Weingut Philips-Eckstein können Sie ein kleines bisschen näher kennenlernen, wenn Sie unsere Vinothek im Herzen der Mittelmosel besuchen. Das Weingut aus dem kleinen Graach überzeugt mit ganz großen Weinen. Es hat all sein Wirken dem Riesling gewidmet und das mit großem Erfolg.

Und da gibt es natürlich auch noch das Weingut Reichsgraf von Kesselstatt, das einige wirklich einzigartige Steillagen im Weinbaugebiet Mosel bewirtschaftet. Das Motto des Weingut Reichgraf von Kesselstatt: Die Weinberge sind das Kapital des Weingutes. Und mit mehr als 30 Hektar an Mosel, Saar und Ruwer, kann das Weingut mit einem wirklich stattlichen Kapital aufwarten. Aber natürlich ist da nicht nur die Menge der Weinanbaufläche, die das Weingut zu dem macht, was es heute ist. Es sind die renommierten Weine, die durch die Hingabe der Winzer entstehen.

Das letzte Weingut, das ich Ihnen heute vorstellen möchte, ist das Weingut Rebenhof. Die Rieslingmanufaktur aus Ürzig hat sich, wie der Name schon sagt, dem Riesling, der Königin unter den Trauben, verschrieben. Die Rieslinge des Weingut Rebenhof tragen die besonderen Aromen vom mineralischen Schieferboden der Ürziger Moselschleife in sich und versprühen ein ganz besonderes Gefühl von Lebensfreude.

Das war es auch schon aus der Vinothek im Weinkulturellen Zentrum. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und hoffe, Sie auch einmal in unserem Keller, bei einer guten Weinprobe, begrüßen zu dürfen. Sie möchten Ihren Wein online kaufen? Auch das ist kein Problem. Werfen Sie doch einfach mal einen Blick in unseren Onlineshop.