Weinbaugebiet Ahr – Rotwein von steilen Lagen

Das Weinbaugebiet Ahr grenzt an die nordwestliche Seite des Gebietes Mittelrhein. Es ist mit 558 Hektar eines der kleinsten

Weinbaugebiete. Doch ist hier die größte zusammenhängende Anbaufläche für Rotwein zu finden, mehr als 470 Hektar. Die Weinreben gedeihen in einem gemäßigten Klima, das durch die Ahr und das enge Tal aus Vulkangestein geprägt ist. Die Wärme des Tages staut sich und wird von den Schieferböden gespeichert, die in der Nacht die Wärme wieder verströmen. Die steilen Lagen sind eine Herausforderung für die Winzer und zugleich eine Chance für den milden, vollmundigen Rotwein mit seiner interessanten Tradition.

Die erste Winzergenossenschaft und die Geburt des Ahrweins

Das älteste Dokument mit Aussagen über den Weinbau im Ahrtal stammt aus dem Jahr 893. Es ist ein Verzeichnis, in dem Weinberge und abgabepflchtige Weingüter benannt werden.
Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts wurden im Ahrtal überwiegend Weißweinreben angebaut. Der Burgunder war damals ein Weißwein von blassrosa Farbe, daher hieß er auch Ahrbleichert.
Seit 1648 hielt der Rotwein Einzug im Ahrtal. Je nachdem, welche Handelsbestimmungen wirkten, konnte er sich gegen die Konkurrenz aus Frankreich auf dem deutschen Markt behaupten.
Als im 19. Jahrhundert die Zollbestimmungen geändert wurden, ging der Handel mit Wein rapide zurück. Die Winzer gerieten in Bedrängnis, viele wanderten nach Amerika aus.

In ihrer Not gründeten die Winzer im Jahr 1868 in Mayschoß eine Winzergenossenschaft; es war weltweit die erste ihrer Art. Sie sollte die Existenz der Winzer wieder aufrichten und die Rechnung ging auf: Schon nach drei Jahren war der Aufschwung so groß, dass Handlungsreisende für den Vertrieb des Weines eingestellt wurden. Der Erfolg der Genossenschaft hält bis heute an; die hier erzeugten Rotweine finden großen Zuspruch.
Der Deutsche Rotweinpreis 2013 hob auch zwei Rotweine von der Ahr hervor: In der Rubrik „Unterschätzte Sorten“ erscheint ein Blauer Portugieser aus Ahr als zweiter Sieger.
In der Rubrik „Spätburgunder“ errang ein Spätburgunder aus Rech einen 3. Platz.
Kein Wunder, dass dem Rotwein an der Ahr eine eigene Straße mit Wander- und Radweg gewidmet ist.

Mayschoß i.Ahrtal(c)Dieter Schütz_pixelio.de

Mayschoß i.Ahrtal (c) Dieter Schütz, pixelio.de

Entdeckungen entlang der Ahr-Rotweinstraße

Sie verläuft ca. 30 km durch das untere Ahrtal, entlang der Bundesstraße 267 von Neuenahr-Ahrweiler bis nach Sinzig am Rhein. Auch ein wunderschöner, abwechslungsreicher Wanderweg gehört dazu sowie ein Radweg, der auch für Untrainierte. Außer dem Blick über die anheimelnde Landschaft bietet auch interessante Zeichen der Geschichte:
Der Weinkeller der Winzergenossenschaft in Mayschoß und die alten Winzerhäuser in Dernau sind einen Besuch wert. Ahrweiler mit seiner vollständigen Stadtbefestigung, in die vier Tore eingelassen sind, lädt zum Verweilen zwischen heimeligen Fachwerkhäusern ein.
Die Ahr, ein Fluss, dem bauliche Eingriffe erspart blieben, ist ein Zuhause für allerlei seltene Tiere, wie zum Beispiel Eisvögel.
Wer mag, erwandert den Weg an einem Wochenende oder radelt die Strecke an einem Tag. Für Einkehrmöglichkeiten ist gesorgt – zahlreiche Straußwirtschaften laden zu Wein und Brotzeit ein.
Mögen Sie Spätburgunder von der Ahr? Waren Sie schon einmal dort? Erzählen Sie es uns auf Facebook.

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Die Ausbildung zum Winzer – Natur, Handwerk, breites Wissen

Weinberge

Weinberge, von Detlef Menzel, pixelio.de

Wer einen guten Wein herstellen und verkaufen will, braucht ein breites Wissen über Weinbau, Kellerwirtschaft und Marketing. Den Grundstock dafür legt die Ausbildung zum Winzer. Der Beruf des Winzers zählt zu den „Grünen Berufen“. Diese Bezeichnung fasst die Berufe im Bereich Ernährung und Agrarwesen zusammen. Ein schönes Bild, denn die Naturverbundenheit nimmt hier einen wichtigen Platz ein.

Wer Winzer werden möchte, wird sich mit dem Wein als Kulturgut verbunden fühlen und einen feinen Geschmackssinn haben. Er bringt handwerkliches Geschick und technisches Verständnis mit. Körperlich und geistig ist er fit und belastbar. Gut, wenn der künftige Winzer von Anfang an über Kreativität und Entscheidungsbereitschaft verfügt.

Der Weg zum Winzer – Nicht nur Pflanzen, Ernten, Keltern

Der künftige Winzerlehrling mit mindestens Hauptschulzeugnis bewirbt sich bei einem anerkannten Ausbildungsbetrieb seiner Wahl. Wird er angenommen, durchläuft er in den kommenden drei Jahren die Bereiche Traubenerzeugung, Kellerwirtschaft und Vermarktung. Das theoretische Wissen dazu vermittelt eine der Berufsschulen, die er regelmäßig zum Blockunterreicht besucht.

Der Unterricht wird in drei Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) angeboten:

Bernkastel-Kues (Mosel), Neustadt (Rheinland-Pfalz) und Bad Kreuznach und Oppenheim für die Region Rheinhessen-Nahe-Hunsrück. Auch die Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg ist eine bekannte Ausbildungsstätte für angehende Winzer.

Die Ausbildung ist nach der Bildungsverordnung von 2009 einheitlich geregelt.

Winzer werden – Drei Jahre Theorie und Praxis

Im Betrieb wird der Auszubildende in die Arbeitsabläufe einbezogen und lernt es, diese selbstständig zu planen und durchzuführen. Weiterhin übt er den Umgang mit Maschinen und Geräten, um den Boden für die Reben vorzubereiten und die Bodenfruchtbarkeit zu sichern.

Das Pflanzen und Pflegen der Reben, die Ernte und Verarbeitung der Trauben gehören zu den Schwerpunkten der Ausbildung. Der künftige Winzer übt und lernt, sammelt Erfahrungen und taucht immer tiefer in den Weinanbau ein. Er beobachtet die Vorgänge in der Natur und lernt, sich darauf einzustellen.

Die Herstellung von Wein und Sekt im Weinkeller ist ein weiterer wichtiger Punkt der Ausbildung. Dafür reicht ein feiner Geschmackssinn nicht aus; der Auszubildende erwirbt das nötige Wissen der chemischen und biologischen Vorgänge und lernt den richtigen Einsatz von Geräten und Werkzeugen.

Gesetzliche Regelungen und Buchhaltungskenntnisse, Marketingwissen und Präsentationen gehören ebenfalls zu der umfangreichen Ausbildung.

Nach bestandener Prüfung hält der vormals Auszubildende stolz sein Zeugnis als Winzer/ Winzerin in der Hand.

Weiterbildung – Viele Wege führen zum Wein

Wer weiter in die Geheimnisse des Weinbaus einsteigen möchte, kann verschiedene Angebote nutzen: Ein Jahr dauert die Weiterbildung als staatlich geprüfter Wirtschafter mit Schwerpunkt Weinbau und Oenologie (Kellerwirtschaft).

Die Weiterbildung zum staatlichen geprüften Techniker dauert zwei Jahre. Sie wird auch von Seiteneinsteigern in den Beruf des Winzers genutzt.

Nach mindestens drei Jahren Berufserfahrung kann der Winzer sich  zum Meisterstudium anmelden. Es ist stark praxisorientiert angelegt und dauert zwei Jahre.

Ein weiterer Weg ist das Studium der Kellerwirtschaft. Es wird mit der Berufsbezeichnung Oenologe abgeschlossen.

Die Fachhochschule Rhein-Main bietet das Studium des Weinbaus an.

An den Fachhochschulen Bingen, Kaiserslautern und Ludwigshafen ist ein duales Studium Kellerwirtschaft und Weinbau möglich.

Winzer – ein Beruf, der traditionelles Wissen mit modernen Möglichkeiten kombiniert.

Das Ziel ist stets, in jedem Jahr Weine von hoher Qualität zu erzeugen, wie wir sie Ihnen in unserer Moselvinothek anbieten können.

Das Jahr des Winzers

Das Jahr des Winzers bis zur Weinlese

Das Jahr des Winzers bis zur Weinlese – von annamartha, pixelio.de

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was alles der Winzer tut, ehe wir unseren goldenen oder tiefroten Wein genießen können? Heute begleiten wir einen Winzer durch das Jahr im Weinberg und schauen ihm ein wenig über die Schulter.

Winter – Frühjahr

Das Jahr beginnt mit einer wichtigen Arbeit, die mehrere Wochen dauert: Der Winzer beschneidet jede einzelne Rebe. Er lässt die kräftigen Triebe stehen, oft ist es nur ein einziger. So werden die verbleibenden Triebe noch kräftiger.

Drahtrahmen und Stickel werden repariert. Nun ist alles bereit für die Wachstumsphase der Rebstöcke.

Ende März beenden die Weinreben ihre Winterpause, sie ziehen wieder Wasser. Haben Sie schon einmal gehört, dass die Rebe „weint“ oder „blutet“? So sieht es tatsächlich aus, wenn das gezogene Wasser aus den frischen Schnittstellen tropft. Doch der Rebe geht es dabei gut. Sie ist bereit zu wachsen und entwickelt Blattknospen.

Die Reberziehung beginnt. Der Winzer bindet die Triebe auf die Drahtrahmen oder steckt sie fest, damit sie nicht abbrechen. Das tut er mehrmals im Jahr. Wenn es währenddessen regnet – umso besser, denn feuchte Zweige lassen sich leichter biegen. Durch das Aufbinden stehen die Triebe aufrecht und werfen wenig Schatten. So erhalten alle Pflanzen ausreichend Sonne für ihre Entwicklung.

Die aufrechte Haltung der Weinstöcke ist auch für die Schädlingsbekämpfung günstig. Außerdem erleichtert sie die spätere Lese.

Bis zur Weinlese vergeht noch Zeit. Erst wird der Boden aufgelockert und gedüngt. Das geschieht maschinell, mit Fräsen und Grubbern. In den Steillagen an der Mosel können Maschinen nur begrenzt eingesetzt werden; hier werden viele fleißige Hände gebraucht.

Bodentriebe werden entfernt, damit die oberen Triebe kräftig bleiben.

Der Pflanzenschutz ist nun auch sehr wichtig; gegen Pilze und Mehltau setzt der Winzer organische Fungizide ein.

Sommer – Herbst

Anfang Juni ist es so weit: Die Weinblüte beginnt. Eine wichtige Phase, die nur wenige Tage währt. Über dem Weinberg liegt ein süßlicher Duft. Nun ist Zeit für eine Vorausschau: Etwa einhundert Tage später wird die Weinlese stattfinden.

Doch zuerst bilden sich die Fruchtansätze, winzige grüne Trauben, die bis zum Juli heranwachsen. Der Winzer wird nun an jedem Weinstock die stärksten Trauben stehen lassen und die anderen wegschneiden, er dünnt die Trauben aus. Das ist die „Grüne Ernte“.

Wiederholt ausgedünnt wird auch das Laub an den Rebstöcken, um Sonne und Luft freien Zugang zu gewähren.

Das Jahr des Winzers nähert sich dem Höhepunkt: Die Weinlese rückt näher und mit ihr die arbeitsintensivste Zeit. Bis zu drei Wochen kann die Ernte dauern, wenn sie, wie zum Beispiel an der Mosel verbreitet, per Hand erfolgt. Auf den steilen Hängen können keine Vollernter eingesetzt werden, deshalb werden jetzt viele Helfer gebraucht.

Auch bei maschineller Ernte werden die Trauben jedoch per Hand ausgelesen; nur die einwandfreien Trauben finden Verwendung für den neuen Wein.

Trauben, die für die Gewinnung von Eiswein vorgesehen sind, bleiben noch bis Anfang Dezember hängen.

Zuletzt wird der Boden umgepflügt, damit er sich von den Erntearbeiten erholen kann.

Während sich über den Weinberg der Schnee legt und die Winterruhe beginnt, kümmert sich der Winzer im Weinkeller um  das Abfüllen der Jungweine.

In unserer Moselvinothek finden Sie hochwertige Weine von erfahrenen Winzern aus den Weinbergen an der Mosel, Saar und Ruwer. Wir laden Sie herzlich zu einem Besuch ein.

Was Sie beim Weinkauf beachten müssen

Weine der Moselvinothek

Weine by petlei, pixelio.de

Sie sind ein Weinliebhaber oder haben diese Leidenschaft gerade erst für sich entdeckt? Dann sind Sie sicherlich immer auf der Suche nach einem ganz besonderen Wein! Vor dem Kauf eines geeigneten Weines sollte klar sein, welchen Wein Sie suchen. Hierbei kommt es auf unterschiedliche Aspekte an. Zum Beispiel den Anlass. Vielleicht möchten Sie einen Wein für ein besonderes Event kaufen oder für einen gemütlichen Abend zu zweit? Eventuell suchen Sie nach einer Weinsorte für einen schönen Abend auf der Terrasse oder im Garten? Ebenso kommt es auf die Jahreszeit an und natürlich auf den eigenen persönlichen Geschmack. Und vielleicht auch darauf, was Sie zum Wein essen möchten. Wir können zwischen vielen verschiedenen Weinen wählen, und für jeden Anlass gibt es garantiert den idealen Wein.

Sollten Sie bereits wissen, für welchen Anlass der Wein gedacht ist oder Sie nach einer bestimmten Geschmacksnote suchen, dann empfiehlt es sich, vorab an einer Weinverkostung teilzunehmen. Gerade dann, wenn Sie vorhaben, eine größere Menge an Wein zu kaufen. Sind Sie auf der Suche nach einer Flasche Wein, dann probieren Sie doch gerne einige Sorten aus und entscheiden dann, ob dieser Wein Ihren Vorstellungen entspricht oder nicht.

Wo lässt sich ein besonderer Wein kaufen?

Für den Kauf einer besonderen Weinsorte bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten an. Zum einen können Sie den Wein direkt beim Winzer kaufen, online in einem Weinshop sowie in einem Weinfachhandel vor Ort.

Weinverkauf in der MoselvinothekSollten Sie in der Nähe eines Weinbaugebietes wohnen, dann haben Sie die tolle Möglichkeit, Winzer zu besuchen und vor Ort einige Weinsorten auszuprobieren. Zudem hat diese Kaufvariante den Vorteil, dass Sie sich ausgiebig beraten lassen können, und zwar direkt vom Hersteller.

Vielleicht befindet sich aber in Ihrem Wohnort oder in der Nähe eine Weinhandlung, dann besuchen Sie dieses Geschäft auf jeden Fall und stöbern in aller Ruhe durch die Regale. Gerne können Sie den Weinhändler um Rat fragen und sich beraten lassen. Wenn es sich um einen Fachmann handelt, dann wird er Ihnen sicherlich einige Weinsorten anbieten können, welche sich an Ihrem persönlichen Geschmack orientieren. Auch eine Weinverkostung ist hier nicht ausgeschlossen.

Die dritte Variante, um an einen besonderen, aber auch günstigen Wein zu kommen, ist der Onlinekauf. Es gibt mittlerweile eine Reihe von Onlineweinshops, die Weinsorten von renommierten Winzern anbieten. Ein Beispiel dafür ist der Onlineshop unserer Vinothek. Natürlich können Sie bei uns die Weine vor Ort erwerben, aber auch einfach über das Internet. Sie können von zu Hause aus in aller Ruhe durch das vielseitige Sortiment stöbern und sich die jeweiligen Produktbeschreibungen durchlesen. So haben Sie auch hier einen perfekten Überblick über die angebotenen Weine. Sollten Sie nach einem bestimmten Wein suchen, dann hilft die Suchfunktion. Einen guten Onlineshop für Weine erkennen Sie daran, dass er Ihnen eine persönliche Kaufberatung bietet, sprich eine Hotline. Ein weiterer Vorteil beim Kauf in einem Onlineshop ist, dass Sie sich die Ware nach Hause liefern lassen können und so keine lästigen schweren Kartons tragen müssen.

Noch einmal durch den Keller

Heute führen wir Sie vorerst zum letzten Mal in unseren Weinkeller. Nein, nicht etwa, weil es dort in Zukunft keine Weine mehr gibt, sondern weil wir Ihnen heute die letzten sieben Weingüter aus dem Weinanbaugebiet Mosel 5728927123_046754ebd7_b.jpgvorstellen möchten, deren Weine unser Sortiment komplett zu dem machen, was es ist: Ein Angebot aus rund 150 der besten Weine aus dem Weinanbaugebiet Mosel.

Eines unserer Weingüter ist das Weingut Heinz Schneider, ein Familienweingut aus Leiwen. Die Familie Schneider setzt auf Tradition und bebaut qualitativ hochwertige und gleichermaßen alte Lagen im Ginsterberg. Hier werden uralte Rieslingrebstöcke genau so kultiviert wie rote Reben und neue Sorten. Eine sehr gute Verschmelzung von Tradition und Innovation.

Heute möchten wir Ihnen auch noch ein Weingut aus Osann-Monzel vorstellen. Genau genommen das Weingut Ludger Veit. Zum Sortiment dieses Weingutes gehören natürlich Weissweine, aber genauso Rosè- und Rotweine. Allesamt renommierte Köstlichkeiten, ganz bestimmt nach Ihrem Geschmack.

Auch in Waldrach gibt es Wein. Unter anderem im Weingut Mertes. Die Weine von der Ruwer haben ihren Ursprung auf Schiefersteillagen, wie dem Waldracher Sonnenberg oder dem Waldracher Meisenberg. Daraus entstehen fruchtbetonte und elegante, aber auch kräftige Rieslinge und leicht samtige Spätburgunder, aber auch viele andere vielversprechende Weine.

Weintraube von groc39fmann, pixelio

Weintraube von groc39fmann, pixelio

Weingut Paul & Thomas Hoffmann GbR, ein weiteres Weingut aus dem kleinen Ort Osann-Monzel, das für große Weine steht. Die Weine dieses Familienbetriebs reifen auf dem Monzeler Kätzchen, dem Kestener Paulinshofberger und dem Osanner Rosenberg zu großartigen Weiß- und Rotweinen heran. Aber auch hervorragende Rosè, Rotlinge und Weißherbste gehören zu den Erzeugnissen dieses Weingutes.

Weine, die von Leidenschaft und Qualität zeugen, gibt es auch im Weingut Peter Schneider. Das Weingut selbst gibt es bereits seit dem 17. Jahrhundert. Auch heute noch sind die eindrucksvollen Gewölbekeller erhalten, die das Herzstück des Weingutes bilden. Außerhalb des Weingutes werden auf 13 ha die Trauben für hochwertige Weine mit Charakter angebaut.

Das Weingut Schlossberghof darf in unserem Sortiment natürlich auch nicht fehlen. Denn auch hier werden mit viel Hingabe hervorragende Weine erstellt, die zum Genießen einladen. Qualität, Tradition und Innovation sind die Grundlage für die Moselweine, die Lust auf mehr machen.

Noch mehr Wein aus Bernkastel-Kues gibt es im Weingut Schmitz-Herges. Ein Familienbetrieb, der seit mehr als 100 Jahren Hand in Hand hochwertige Weine kreiert. Die Trauben für diese Weine stammen aus den bekannten Weinlagen Bernkasteler Badstube und Bernkasteler Bratenhöfchen, Kueser Kardinalsberg, Kueser Rosenberg und Kueser Weisenstein. Auch in Lieser ist das Weingut Schmitz-Herges präsent: In den Weinlagen Süssenberg und Niederberg-Helden.

Rund 100 Winzer haben wir Ihnen nun vorgestellt und jeder Einzelne davon steht für erstklassigen Moselwein, die in jeder Hinsicht überzeugen. Für Sie sind das 100 namenhafte Weingüter, und noch weit mehr Weine, an denen Sie sich erfreuen können. Schauen Sie doch einmal bei uns auf eine Weinprobe vorbei und kosten Sie Weine von einigen oder vielleicht sogar all diesen Weingütern. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Der goldene Oktober lockt Winzer in die Weinberge

Weinberge - Vinothek

Weinberge (C) rzoeller, pixelio.de

Ein hoffentlich goldener Oktober hat begonnen. Die Tage werden kürzer, die Blätter bunter und so langsam sieht man im Weinanbaugebiet Mosel die ersten Winzer, die die ersten Früchte des Jahres nach Hause bringen.

Weinlese: Von der Rebe in den Keller

Während Riesling Trauben und viele andere noch etwas Zeit benötigen, bis sie den perfekten Reifegrad erlangt haben, heißt es für die roten Regent Trauben, Müller-Thurgau und andere frühreife Sorten bereits ab in den Weinkeller. Und das bereits später als gewohnt: Der September war nass und kalt, was die Reifezeit etwas verzögert hat.

Doch nun ist die Sonne zurück und schafft optimale Bedingungen für die Lese der frühreifen Sorten und die Reifung derer, die noch ein Weilchen an der Rebe die Sonne genießen können. Der Riesling gehört zu den letzen Trauben, die ihren Weg in den Keller finden. Vor ihm verlassen unter anderem Dornfelder und Spätburgunder den Weinberg. Insgesamt werden in den nächsten Wochen im Weinanbaugebiet Mosel, das heißt an Mosel, Saar und Ruwer, etwa 8600 Hektar Trauben gelesen. Mehr als 60 Prozent davon beherrscht die Riesling Rebe – kein Wunder, als Königin der weißen Reben.

Spiel auf Zeit

Wichtig ist es für die Winzer nun, auf den richtigen Reifegrad zu warten. Hier wird Geduld gefordert, denn wer zu früh beginnt, erhält Trauben mit viel Säure. Doch das Warten auf den richtigen Reifegrad ist ein Spiel auf Zeit. Wer zu spät erntet, bekommt Probleme mit der Fäulnis. Und wer noch später startet, dem kann Väterchen Frost einen Strich durch die Rechnung machen.

Es ist die Zeit, in der sich entscheidet, wie gewinnbringend ein ganzes Jahr voll harter Arbeit im Weinberg am Ende wirklich sein wird. Laut mehrere Winzer sieht es zurzeit aber ganz gut in den Weinbergen des Weinanbaugebiet Mosel. Wir können uns also schon mal für das kommende Jahr auf viele köstliche Weine aus der aktuellen Lese freuen, von denen wir sicher auch einige besonders hervorragende Exemplare in unserem Sortiment begrüßen dürfen. Bis dahin können Sie sich in unserer Moselvinothek schon mal einen kleinen Vorgeschmack darauf nehmen, was das Weinanbaugebiet Mosel alles zu bieten hat.

Moselschätze

Auch heute möchte ich Ihnen wieder ein paar Weingüter vorstellen, die unser Moselwein-Sortiment zu dem machen, was es ist.

Eines dieser Weingüter ist das Weingut Dr. F. Weins-Prüm. Das Weingut aus Bernkastel-Wehlen gehört mit zu den Gründern des VDP, dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter an der Mosel. Die Weine des Weingutes zeichnen sich durch Tradition und Modernität sowie ihre hohe Qualität aus. Die Trauben für die eleganten Rieslinge wachsen in weltberühmten Lagen an der Mittelmosel heran, bevor sie in Edelstahltank und Eichenholzfass reifen.

Weingere, von Christian Alex, pixelio.de

Weingere, von Christian Alex, pixelio.de

Auch das Weingut Hild ist in unserem Keller präsent. Der Familienbetrieb kann auf 100 Jahre Weinbautradition zurückblicken. Das Weingut von der Obermosel setzt auf klassische Rebsorten höchster Qualität und achtet dabei auf ein modernes Design.

Max Ferd. Richter, das ist das Weingut aus Mühlheim an der Mosel mit einer mehr als 300-Jährigen Weinbaugeschichte. Das bekannte Weingut verfügt über einen der größten Holzfasskeller an der Mosel. Die Philosophie des Weinguts: „Große Weine entstehen im Weinberg.“ Und mit Lagen wie der Wehlener Sonnenuhr, dem Erdener Treppchen oder der Brauneberger Juffer geht diese Philosophie ganz bestimmt auf.

Der natürlichen landwirtschaftlichen Praxis hat sich seit einigen Jahren das Weingut Rainer Heil aus Brauneberg verschrieben. Um „die besten Trauben aus ihren Weinen herauszukitzeln“, wird hier nur mit organischen Düngern und natürlichen Materialien gedüngt. Dadurch entstehen Weine mit Charakter und einer natürlichen Reinheit.

Das Weingut Walter J. Oster hat sich den charaktervollen Terroir-Weinen verschrieben und kombiniert dabei Zeitgeist und Tradition zu hervorragenden Kompositionen. Bereits in der 15. Generation ist das Weingut aus Ediger-Eller in Familienbesitz. Zu den bewirtschafteten Lagen zählen der Bremmer Calmont, der Neefer Frauenberg und der Ediger Elzhofberg. Hier wird aus Reben gekeltert, die bis zu 80 Jahre alt sind.

Das war wieder eine sehr schöne Auswahl an Weingütern, deren Erzeugnisse Sie unbedingt einmal kosten sollten. Sie werden ganz sicher das ein oder andere Geschmackserlebnis in Erinnerung behalten können und vielleicht ist ja sogar Ihr neuster Lieblingswein mit dabei.

Viel Spaß beim Probieren!