Das Jahr des Winzers

Das Jahr des Winzers bis zur Weinlese

Das Jahr des Winzers bis zur Weinlese – von annamartha, pixelio.de

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was alles der Winzer tut, ehe wir unseren goldenen oder tiefroten Wein genießen können? Heute begleiten wir einen Winzer durch das Jahr im Weinberg und schauen ihm ein wenig über die Schulter.

Winter – Frühjahr

Das Jahr beginnt mit einer wichtigen Arbeit, die mehrere Wochen dauert: Der Winzer beschneidet jede einzelne Rebe. Er lässt die kräftigen Triebe stehen, oft ist es nur ein einziger. So werden die verbleibenden Triebe noch kräftiger.

Drahtrahmen und Stickel werden repariert. Nun ist alles bereit für die Wachstumsphase der Rebstöcke.

Ende März beenden die Weinreben ihre Winterpause, sie ziehen wieder Wasser. Haben Sie schon einmal gehört, dass die Rebe „weint“ oder „blutet“? So sieht es tatsächlich aus, wenn das gezogene Wasser aus den frischen Schnittstellen tropft. Doch der Rebe geht es dabei gut. Sie ist bereit zu wachsen und entwickelt Blattknospen.

Die Reberziehung beginnt. Der Winzer bindet die Triebe auf die Drahtrahmen oder steckt sie fest, damit sie nicht abbrechen. Das tut er mehrmals im Jahr. Wenn es währenddessen regnet – umso besser, denn feuchte Zweige lassen sich leichter biegen. Durch das Aufbinden stehen die Triebe aufrecht und werfen wenig Schatten. So erhalten alle Pflanzen ausreichend Sonne für ihre Entwicklung.

Die aufrechte Haltung der Weinstöcke ist auch für die Schädlingsbekämpfung günstig. Außerdem erleichtert sie die spätere Lese.

Bis zur Weinlese vergeht noch Zeit. Erst wird der Boden aufgelockert und gedüngt. Das geschieht maschinell, mit Fräsen und Grubbern. In den Steillagen an der Mosel können Maschinen nur begrenzt eingesetzt werden; hier werden viele fleißige Hände gebraucht.

Bodentriebe werden entfernt, damit die oberen Triebe kräftig bleiben.

Der Pflanzenschutz ist nun auch sehr wichtig; gegen Pilze und Mehltau setzt der Winzer organische Fungizide ein.

Sommer – Herbst

Anfang Juni ist es so weit: Die Weinblüte beginnt. Eine wichtige Phase, die nur wenige Tage währt. Über dem Weinberg liegt ein süßlicher Duft. Nun ist Zeit für eine Vorausschau: Etwa einhundert Tage später wird die Weinlese stattfinden.

Doch zuerst bilden sich die Fruchtansätze, winzige grüne Trauben, die bis zum Juli heranwachsen. Der Winzer wird nun an jedem Weinstock die stärksten Trauben stehen lassen und die anderen wegschneiden, er dünnt die Trauben aus. Das ist die „Grüne Ernte“.

Wiederholt ausgedünnt wird auch das Laub an den Rebstöcken, um Sonne und Luft freien Zugang zu gewähren.

Das Jahr des Winzers nähert sich dem Höhepunkt: Die Weinlese rückt näher und mit ihr die arbeitsintensivste Zeit. Bis zu drei Wochen kann die Ernte dauern, wenn sie, wie zum Beispiel an der Mosel verbreitet, per Hand erfolgt. Auf den steilen Hängen können keine Vollernter eingesetzt werden, deshalb werden jetzt viele Helfer gebraucht.

Auch bei maschineller Ernte werden die Trauben jedoch per Hand ausgelesen; nur die einwandfreien Trauben finden Verwendung für den neuen Wein.

Trauben, die für die Gewinnung von Eiswein vorgesehen sind, bleiben noch bis Anfang Dezember hängen.

Zuletzt wird der Boden umgepflügt, damit er sich von den Erntearbeiten erholen kann.

Während sich über den Weinberg der Schnee legt und die Winterruhe beginnt, kümmert sich der Winzer im Weinkeller um  das Abfüllen der Jungweine.

In unserer Moselvinothek finden Sie hochwertige Weine von erfahrenen Winzern aus den Weinbergen an der Mosel, Saar und Ruwer. Wir laden Sie herzlich zu einem Besuch ein.

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Wein – ein Name mit einem langen Weg

Wein ist etwas, das wir uns gerne wortwörtlich auf der Zunge zergehen lassen. Wir wissen, ob wir eher Fans des weißen oder des roten Weines sind und welche Geschmacksrichtungen wir bevorzugen. Vielleicht haben wir auch unseren Lieblingswinzer und mögen die Tropfen aus dem einen Weinberg lieber, als die aus dem anderen. Wir kennen die besten Jahrgänge und die besten Gelegenheiten, um Wein zu verkosten. Und vielleicht ist uns auch noch bekannt, dass es die Römer waren, die unser liebstes Getränk zu uns an die Mosel gebracht haben.

Der Etymologie des Weins auf der Spur

Aber haben wir uns auch schon einmal Gedanken darüber gemacht, woher der Saft der Rebe seinen Namen hat? Wahrscheinlich nicht. Und ganz klar ist das auch gar nicht. Denn „Wein“ ist ein Wanderwort. Das bedeutet, dass es sich soweit verbreitet hat, dass es es in vielen verschiedenen Sprachen und Kulturen gibt. Meist passierte das aufgrund von Handel. Wo das Wort seinen Ursprung hat, ist dann allerdings kaum noch nachzuvollziehen.

Weinberge - Vinothek

(C) rzoeller, pixelio.de

Das Wort „Wein“ hat sich in seinen verschiedensten Formen im gesamten mediterranen Raum verbreitet. Die Römer sprachen von „vinum,“ wenn sie den Rebsaft in ihre Becher gossen. Wer arabisch spricht, der genoss „wayn“ und wer der georgischen Sprache mächtig ist, liebt „Ghwino“ (ღვინო), was soviel bedeutet wie „siedende“. Die Franzosen trinken „vin“ und die Engländer „wine“. Und nach dem Althochdeutschen heißt es „wîn“ oder auch „winam“.

Die Ähnlichkeiten sind kaum zu übersehen. Kein Wunder, denn die Namen, die die Franzosen, Engländer und wir dem köstlichen Traubensaft gegeben haben, lehnen an das lateinische Wort „vinum“ an. Aber nicht nur in diesen Sprachen hat man ein Wort mit gleichem Ursprung gewählt. Auch die Begriffe der Waliser (gwin) und der Iren (fion) stammen von ein und demselben Wort ab.

Schauen wir uns nun die Geschichte des Weines etwas genauer an, ist diese Erkenntnis gar nicht so unsinnig. Denn es waren ja nun mal die lateinisch sprechenden Römer, die ihrer Zeit den Wein in Richtung Norden gebracht haben, sodass Germanen und Kelten erst in den Genuss des Getränks kamen. Da ist es nur logisch, dass sie den lateinischen Begriff „vinum“ an ihre Sprache anpassten.

Hatte der Wein erst mal diese Strecke hinter sich gebracht, kam er über die Germanen zu den Slawen (in Russland heißt der Wein „vinó“) und weiter zu den Balten. In Litauen nannte man ihn „vynas“ und in Lettland „vins“ – allesamt Begriffe, die in Anlehnung an das lateinische Wort entstanden.

Weiter geht es mit der Vorstellungsrunde…

Auch heute möchte ich wieder ein paar der fleißigen Winzer vorstellen, deren Weine in unserer Vinothek zu finden sind.

Einer der Namen, die Sie in unseren Kellern finden, ist Willi Haag. Das Weingut Willi Haag ist ein Familienbetrieb aus Brauneberg. Die Familie, die bereits seit 1500 in Brauneberg beheimatet ist, bewirtschaftet renommierte Weinlagen im Weinanbaugebiet Mosel, darunter die Brauneberger Juffer-Sonnenuhr. Doch das Weingut ist nicht nur direkt in Brauneberg tätig. Es verfügt auch über Weinberge in der nähren Umgebung, darunter in Veldenz und Mülheim.

Weinbautradition aus Kesten – das ist das Weingut Jacob Steffen Erben. Das Weingut verfügt über geschichtsträchtige Weinlagen, wie den Kestener Paulinsberg oder den Paulinshofberger, die einst – wie der Name schon vermuten lässt – dem Trier Kloster Paulin gehörten. Aus diesen, und auch aus einigen anderen Lagen, stammen die köstlichen Rieslinge, Burgunder, Dornfelder und andere Weine und auch Sekte des Weingut Jacob Steffen Erben.

Kardinalsberg, Rosenberg, Weisenstein – 3 Hektar Weinberg in Steillagen in Bernkastel-Kues werden vom Weingut Maßem bewirtschaftet. Das leckere Resultat sind überwiegend Rieslingweine, aber auch Müller-Thurgau und Kerner – also genau das, was man von der Mittelmosel erwartet. Auch für die Liebhaber roter Weine hat das Weingut Maßem genau das Richtige. Nämlich blauen Spätburgunder und Dornberger. Und natürlich gibt es auch noch Rotling, Rosé und Sekt vom Weingut Maßem.

„Mosel & Wein davon bin ich überzeugt!“ – das ist die Philosophie des Weingut Lotz aus Erden. Hier werden Tradition und Innovation zusammen mit viel Stil zu ganz besonderen Weinen. Die Trauben für diese Köstlichkeiten kommen unter anderem aus den Weinlagen Erdener Treppchen und Ürziger Würzgarten und Erdener Herrenberg – allesamt Weinlagen, die für sehr gute Weine stehen.

Das war es auch schon für diese Woche. Mal eine kleine Hausaufgabe von mir: Bis nächste Woche die Weine der vorgestellten Weingüter ausgiebig testen, Lieblingswein finden und mitreden!

 

Ein Teil unseres Sortiments

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Heute möchte ich Ihnen noch ein paar weitere Winzer aus dem Weinanbaugebiet Mosel vorstellen, die unser ganz besonderes Sortiment zu dem machen, was es ist.

Köstlichen Moselwein gibt es bei auch aus dem Weingut Wwe. Dr. H. Thanisch, Erben Thanisch. Von dem Weingut aus Bernkastel kommt nicht nur der berühmte Berncasteler Doctor. Nein. Das Weingut mit Weltruf und 7 Hektar Anbaufläche hat noch weit mehr zu bieten. Die Spitzenweine, allesamt Rieslinge, stammen aus den bekannten Weinlagen Bernkasteler Badstube, Bernkasteler Lay und natürlich Berncasteler Doctor.

Auch den Namen Sybille Kuntz finden Sie in unseren Kellern und natürlich auch im Onlineshop für Wein. Das Weingut aus Lieser hat sich auf den Riesling, der Königen der Reben, spezialisiert und setzt auf naturnahe Weine mit hoher Qualität. Die trockenen und gehaltvollen Weine von Sybille Kuntz stammen zum größten Teil aus Weinlage Niederberg-Helden, aber auch aus dem Bernkastel-Kueser Kardinalsberg, dem Bernkastel-Kueser Weisenstein, der Lieserer Rosenlay und dem Lieserer Schlossberg.

Das Weingut Storck aus Traben-Trarbach trägt mit seinen Moselweinen auch einen Teil zu unserem umfangreichen Angebot bei. Seit Beginn des 20. Jh. Werden hier delikate Rieslinge und Weissburgunder geschaffen. Dabei setzt das Weingut Storck auf umweltschonenden Weinbau, bei dem Nützlinge geschont werden und ausschließlich organisch gedüngt wird. Die Philosophie des Weinguts „Nur was wir lieben bringen wir zum Wachsen!“

Natürlich finden Sie auch Weine des Weinguts Markus Molitor in unseren Kellern. Das größte Weingut an der Mittelmosel bezaubert uns mit einzigartigen Rieslingen, Spätburgunder und Weißburgunder. Die 38 Hektar Anbaufläche befinden sich auf einigen der besten Weinlagen von Mosel und Saar. Egal ob im Weinberg oder im Keller, hier ist alles Handarbeit mit bester Qualität.

Sie sind neugierig geworden, was Ihnen die Weine dieser Winzer bieten? Dann kommen Sie vorbei und erleben Sie diese Weine und noch viele mehr bei einer Weinprobe in unserer Vinothek. Natürlich können Sie auch direkt den Wein online in unserem Onlineshop bestellen.

Was wäre unser Sortiment ohne diese Winzer?

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Ein paar Weingüter, die uns beliefern, kennen Sie ja schon. Aber unsere Keller beinhalten noch viele weitere Schätze namenhafter Weingüter von Mosel, Saar und Ruwer, die wir ihnen nicht vorenthalten möchten.

Eines dieser Weingüter ist das Weingut Albert Kallfelz in Zell-Merl an der Mosel. Seit dem Jahr 1450 gehören der Weinbau und die Familie Kallfelz untrennbar zusammen. Das offizielle Weingut gibt es seit mehr als 100 Jahren und wird nun in 3. Generation von der Familie Kallfelz geführt. Die Philosophie des Weingutes „vom Idealisten für den Individualisten“ spiegelt sich in jedem einzelnen Tropfen der Kallfelz Weine wieder.

Ein Weingut aus Mülheim an der Mosel haben wir Ihnen bereits vorgestellt und es folgt nun noch ein weiteres. Das Weingut Becker-Steinhauer. Die Philosophie dieses Weingutes: „Die Natur gibt sich selbst die größten Geschenke“. Und deshalb wird im Weingut Becker-Steinhauer der Einfluss von außen, zum Beispiel durch weinbauliche Fähigkeiten, so gering wie möglich gehalten. Ein Rezept, das das Weingut über die Jahre zum Erfolg geführt hat und uns immer wieder einzigartige Weine bescherte.

Natürlich gibt es bei uns auch Weine aus Piesport. Zum Beispiel vom Familienweingut Franzen. Hier wird Weinbau unter ökologischen Aspekten erfolgreich betrieben. Das Ergebnis ist ein besonders sinnliches und bekömmliches Naturprodukt, bei dessen Herstellung das Ökosystem im Weinberg geschützt und dazu genutzt wird, die naturbelassenen Weine noch besonderer zu machen.

Das letzte Weingut, dass wir Ihnen heute vorstellen möchten, ist das Weingut Geller-Steffen, das im vergangenen Jahr sein 400. Jubiläum gefeiert hat. Das Weingut Geller-Steffen steht für innovativen Riesling aus der bekannten Weinlage Wehlener Sonnenuhr. Hier sind Tradition und Innovation im absoluten Einklang und sorgen Jahr für Jahr für neue einzigartige Geschmackserlebnisse.