Deutsche Weinkönigin 2015 – Die Entscheidung ist gefallen

Seit dem 25. September 2015 glänzt die Krone der Weinkönigin auf dem kurzen braunen Haar von Josefine Schlumberger aus Baden. Sie ist die 67. Deutsche Weinkönigin.
„Ein Fulltimejob“, so ihre Vogängerin Janina Huhn, „der viel verlangt, aber auch viel gibt.“ Sie hat im zurückliegenden Jahr etwa 250 Termine im In- und Ausland wahrgenommen. Dabei ging es immer darum, charmant und mit fachlichem Wissen für den deutschen Wein zu werben. Weinbotschafterin ist eine Tätigkeit mit hohem Anspruch.

Dieser Herausforderung fühlten sich die Bewerberinnen aus 12 deutschen Weinbaugebieten gewachsen und stellten sich gut vorbereitet dem Auswahlverfahren. Sechs von ihnen hatte die Jury für die Finalrunde am 25. September ausgewählt.

Wer die Wahl hat… – 70 Juroren stimmten ab

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© Annamartha, pixelio.de

Die Masterjury bestand aus vier Persönlichkeiten, die eng mit dem Wein und der Weinkultur verbunden sind. Sie konfrontierten die Bewerberinnen mit anspruchsvollen fachlichen Fragen. Darin ging es um die Herstellung, die Vermarktung und den Umgang mit Wein. Die Antworten zeigten das hohe fachliche Niveau der jungen Frauen. Auch in fließendem Englisch konnten sie souverän antworten.

Im Finale stellten sich die sechs jungen Frauen noch einmal vor, unterhielten ihr Publikum mit Schlagfertigkeit, bewiesen Fachwissen und zeigten, dass sie Humor besitzen. Die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts zollte abschließend allen Finalistinnen Anerkennung und betonte, wie schwer die Entscheidung zu treffen war.

Josefine Schlumberger: Deutsche Weinkönigin

Die 21-jährige Josefine Schlumberger aus den badischen Laufen war die jüngste der diesjährigen Bewerberinnen. Sie studiert Weinbau und Oenologie in Geisenheim. Das wundert nicht, stammt sie doch aus einer Winzerfamilie. Tatsächlich jedoch nahm sie einen Umweg: Nach dem Abitur begann sie ein Studium der Psychologie in Konstanz. Von dort wechselte sie nach dem 3. Semester an die Hochschule Geisenheim, um sich dort dem Wein voll und ganz zuzuwenden. Als Deutsche Weinkönigin wird sie allerdings eine Studienpause einlegen. Sie freut sich darauf, den deutschen Wein im In- und Ausland zu repräsentieren. Dabei wird ihr die Erfahrung als Badische Weinkönigin 2014 zugute kommen.

Die junge Frau überzeugte durch Charme und Fachwissen. In ihren bewegenden und mutigen Schlussworten sprach sie sich für eine bessere Geschichtsbildung von Schülern aus, um dadurch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken.

Josefine Schlumberger ist seit 1949 die 4. Deutsche Weinkönigin aus Baden.

Die Weinprinzessinnen – Charmant und kompetent

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© kfm, pixelio.de

Caroline Guthier (24) von der Hessischen Bergstraße und Katharina Fladung (22) aus dem Rheingau unterstützen die amtierende Deutsche Weinkönigin bei der Ausübung ihres Amtes. Beide sind überwältigt und freuen sich auf das, was vor ihnen liegt.

Für Katharina Fladung bedeutet die Krone der Weinprinzessin ebenso viel wie die der Weinkönigin. Für die Tätigkeit als Weinprinzessin wird sie ihr Studium der Internationalen Weinwirtschaft für ein Jahr aussetzen. In ihrer Bachelor-Arbeit schrieb sie über das „Kommunikationsinstrument Deutsche Weinkönigin“. Sie steht gern auf der Bühne und freut sich darauf, ihre Begeisterung für die deutschen Weine weiterzugeben.

Caroline Guthier hat ihr Studium für Weinbau und Oenologie in Geisenheim schon 2014 erfolgreich abgeschlossen. Ihr liegt daran, jüngere Menschen, auch Großstädter, für den Genuss deutscher Weine zu begeistern. Im Jahr 2013 gründete sie gemeinsam mit drei jungen Winzerinnen die Jungwinzerinnen-Gruppe „Vinas“. Die Mitglieder von „Vinas“ wollen darauf aufmerksam machen, dass junge Winzerinnen im Weinbau hohe Leistungen erbringen können. Dafür erhielten sie auch schon die Bestätigung: Bereits zwei Mal wurden „Vinas“-Weine bei Landesweinprämierungen mit Gold ausgezeichnet.

Der deutsche Wein kann sich auch in diesem Jahr wieder auf seine drei würdigen und kompetenten Botschafterinnen im In- und Ausland verlassen.

Waren Sie schon einmal Gast bei der Wahl einer Weinkönigin? Erzählen Sie es uns auf Facebook!

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Ihre Majestät – Die Deutsche Weinkönigin 2014

In Neustadt an der Weinstraße ist die Entscheidung gefallen: Janina Huhn aus der Pfalz ist die deutsche Weinkönigin 2014. Die Jury hatte es nicht leicht bei der Auswahl, waren doch alle Bewerberinnen bestens vorbereitet und hoch motiviert. Janina Huhn entschied das bis zuletzt spannende Finale für sich. Die Weinprinzessinnen an ihrer Seite stammen aus Rheinhessen und von der Mittelmosel.

Die Deutsche Weinkönigin und ihre Prinzessinnen

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Blick auf Bad Dürkheim (C)Bernd Matheis, pixelio.de

Janina Huhn aus Bad Dürkheim studiert in Heidelberg Geschichte, Latein und Philosophie. Ihre Liebe gilt ihrer pfälzischen Heimat und der dortigen Weinkultur. Die Pfälzer Weinliebhaber sind begeistert: Seit acht Jahren ist nun wieder eine Weinkönigin aus ihrem Weinland im Amt. Viele Termin, auch Fernreisen, stehen ihr und den beiden Weinprinzessinnen bevor. Es ist Janina Huhn anzusehen, dass sie sich auf ihr Amt freut.

Doch eine Majestät braucht auch Unterstützung. Die erhält sie von den beiden Weinprinzessinnen Kathrin Schitzius und Judith Dorst.

Die 22-jährige Kathrin Schitzius aus Kröv an der Mosel studierte Weinbauund Önologie an der Universität Geisenheim. Ihre Eltern bewirtschaften einen ca. 2 ha großen Weinbaubetrieb in Kröv und führen ein Weinhaus in Bernkastel-Kues. Hier sammelte die junge Frau viele Erfahrungen.

Judith Dorst aus Wörrstadt in Rheinhessen. hat Weinbau in Geisenheim studiert und führt mit ihrem Vater das elterliche Weingut. Sie ist, wie Janina Huhn, 24 Jahre alt.

Die drei jungen Frauen werden ein Jahr lang den Deutschen Wein überall in der Welt bekannt machen. Reisen nach New York und Schanghai sind nur zwei von über 200 Terminen, die in den kommenden 12 Monaten anstehen. Die Majestäten werden die deutsche Weinkultur mit Charme und fundiertem Wissen würdig vertreten.

Die Tradition der Weinköniginnen

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Pfälzer Weinberge (C)Günther Schad, pixelio.de

Janina Huhn steht in einer verdienstvollen Tradition. Sie ist die 66. Deutsche Weinkönigin.
Die erste Weinkönigin wurde 1931 in der Pfalz gekrönt. Sie war die einzige Weinkönigin Deutschlands und vertrat daher nicht nur den pfälzischen, sondern insgesamt den deutschen Wein.
Die heute gültigen Kriterien für die Wahl gelten seit 1950. Seitdem wählt jedes Anbaugebiet jährlich eine Weinkönigin. Die Gebietsweinköniginnen bewerben sich im folgenden Jahr um den Titel der Deutschen Weinkönigin.
Im Jahr 2000 gab es eine Änderung der Bedingungen: Die Kandidatinnen müssen nicht mehr aus einer Weinbaufamilie stammen. Sie können ihre Verbundenheit mit dem deutschen Wein auch durch eine entsprechende Berufsausbildung nachweisen.

Das Bild der Weinkönigin hat sich dem heutigen Frauenbild angepasst. Im Vordergrund stehen nicht das äußere Erscheinungsbild und tänzerisches Talent, sondern Fachkenntnis, Fremdsprachenkenntnisse und rhetorische Fähigkeiten.

Die Wahl zur Weinkönigin ist für viele ein beruflicher Ausgangspunkt, um Karriere in Politik oder Wirtschaft zu machen.
Janina Huhn ist die zehnte Pfälzerin, die zur Deutschen Weinkönigin gekürt wurde.

Seit 1931 kam die Deutsche Weinkönigin elf Mal von der Mosel (früher Mosel-Saar-Ruwer), zuletzt, im Jahr 2009, war es Sonja Christ aus Oberfell.

Haben Sie schon einmal eine Wahl zur Weinmajestät miterlebt? Erzählen Sie es uns auf Facebook!

Die Deutsche Weinkönigin

Seit dem letzten Freitag ist es amtlich: Deutschland hat eine neue Regentin über den Wein. Um genau zu sein die die 65.. Die neue amtierende Weinkönigin in Deutschland ist die 22. Jährige Nadine Poss aus Windesheim an der Nahe. Für die nächsten 12 Monate ist sie die Vertreterin des deutschen Weines und löst damit Julia Bertram ab.

Wie wird man Anwärterin auf den Thron des deutschen Weines?

Moselwein

(C) KlausM, pixelio.de

Für viele weinbegeisterte junge Damen stellt sich nun die Frage, wie man eigentlich zur Weinkönigin wird. Ein Adelstitel ist dafür natürlich nicht nötig. Aber auch nicht jede kann einfach so zur neuen Wein Majestät ernannt werden. Es müssen zuvor einige Kriterien erfüllt werden. Hierzu muss man es erst einmal in einem der 13 deutschen Weinanbaugebiete zur Gebietsweinkönigin gepackt haben. Voraussetzung ist übrigens auch eine „eindeutige und starke Verbundenheit mit dem deutschen Wein“. Und diese Verbundenheit muss entweder durch eine weinbezogene Berufsausbildung oder durch eine familiäre Bindung mit dem Weinbau in der Heimat bestätigt werden. Zusätzlich müssen die Anwärterinnen mindestens 18 Jahre alt sein. Sind die Kriterien erfüllt, müssen sich die potenziellen Weinköniginnen einer Fachbefragung rund um den Wein stellen. Nur 6 Kandidatinnen werden anschließend für den zweiten Teil nominiert. Jetzt ist nicht das Fachwissen gefragt. Stattdessen müssen die übrigen Gebietsweinköniginnen ihre Spontanität, Witz und Charm unter beweis stellen – und das im Fernsehen vor laufender Kamera.

Neben der Deutschen Weinkönigin werden dann außerdem zwei Gebietsweinköniginnen zu Prinzessinnen ernannt. Für ein Jahr ist das Trio dann dafür verantwortlich, den deutschen Wein im In- und Ausland auf Weinfesten, Messen und anderen Veranstaltungen zu präsentieren. Dabei ist die Amtszeit für die jungen Frauen weit mehr als ein Zeitvertreib. Einmal Deutsche Weinkönigin oder Prinzessin zu sein ist für viele ein Sprungbrett für die spätere Karriere.

Die Ursprünge der Weinkönigin

Die Deutsche Weinkönigin gibt es bereits – mit Unterbrechungen – seit 1931. Damals war sie zwar eigentlich „nur“ die Pfälzische Weinkönigin. Da sie damit aber die einzige Weinkönigin deutschlandweit war, repräsentierte sie auch gleich den deutschen Wein mit und beschränkte sich nicht nur auf den Wein der Pfalz. Zu dieser Zeit waren die Regeln natürlich noch wesentlich strenger. So durften unter anderem nur ledige Töchter einer Winzerfamilie an der Wahl teilnehmen. Auch die Prüfungsanforderungen waren noch etwas anders: Es musste ein Walzer getanzt und eine Rede gehalten werden.

Wir wünschen der 65. Deutschen Weinkönigin alles Gute und hoffen, sie auch mal bei uns in der Vinothek auf ein Gläschen Moselwein begrüßen zu dürfen.